Ghazaleh Madani von CanChip gewinnt Gründungspreis Brandenburg 2026

Wir gratulieren!
Btandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement und Gewinnerin Ghazaleh Madani
© KreativMedia

Feierliche Prämierung und emotionale Gründungsgeschichten

Am 2. September 2026 ist in der Biosphäre Potsdam der Gründungspreis Brandenburg 2026 in den vier Kategorien „Unternehmensnachfolge”, „Existenzgründerin“, „Gründung mit Migrationsgeschichte“ und „Publikumspreis“ verliehen worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien kamen zusammen, um herausragende Gründerinnen und Gründer des Landes und ihre Gründungsgeschichten zu würdigen.

Ghazaleh Madani gewinnt in der Kategorie „Gründung mit Migrationsgeschichte“

Ghazaleh Madani wurde für ihre Arbeit mit CanChip ausgezeichnet – einem Potsdamer Startup im Potsdam Science Park. Mit ihrem Hightech-Startup will die 30-Jährige die Krebsforschung revolutionieren – und die Krebstherapie. Mit CanChip sollen Tierversuche überflüssig werden – und personalisierte Therapien möglich. Therapien, die auf jede Patientin, jeden Patienten individuell abgestimmt sind und so besser wirken und weniger Nebenwirkungen haben.

2017 lebt Ghazaleh Madani noch im Iran, wo sie aufgewachsen ist. Sie hat gerade ihr Bachelorstudium in Medical Science abgeschlossen, arbeitet im Labor eines Krankenhauses und unterstützt ihre Mutter bei ihrem Kampf gegen den Krebs. 2020 wandert Ghazaleh Madani nach Deutschland aus – für ein Masterstudium in Molekularbiologie und Biochemie an der Universität Potsdam. Es ist das Corona-Jahr: Statt der Freiheit, die sie gesucht hat, muss sie erstmal in Quarantäne. 

Die Zeit der Isolation nutzt sie, um sich neben dem Studium fortzubilden, auf Online-Seminaren und Symposien. So lernt sie ihren Mitgründer kennen, Omid Nejati. Der Molekularbiologe und Genetiker bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Labor- und Forschungsarbeit mit und ist heute wissenschaftlicher Leiter von CanChip. 2023, gleich nach Abschluss ihres Studiums, mietet sie Büro- und Laborräume im Science-Park in Potsdam-Golm und gründet ihr Startup.

Weitere Preisträgerinnen im Überblick

Preisträger beim Gründungspreis Brandenburg 2026
© KreativMedia

Existenzgründerin

Clarissa Grasnick, Fläming Küchen e.K. 

Clarissa Grasnick kam eigentlich nur, um sich ihre Traumküche planen zu lassen – und ging mit einem Jobangebot. Heute führt die alleinerziehende Mutter zweier Kinder in Treuenbrietzen das Küchenstudio Fläming Küchen. Eine Besonderheit ist die hauseigene Tischlerei, die Maßanfertigungen und komplette Innenausbauten ermöglicht. Weil sie weiß, wie herausfordernd es ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, sind bei “Fläming Küchen” auch die Kinder ihres Teams willkommen. 

Unternehmensnachfolge 

Andrea Korndörfer, Dentallabor Korndörfer 

Andrea Korndörfer übernahm 2022 das Dentallabor ihrer Mutter in Ludwigsfelde. Zwischen anonymen Großlaboren und Auslandszahnersatz punktet ihr Unternehmen mit der Versorgung vor Ort, individuellem Zahnersatz und traditionellem Handwerk. Damit bringt die studierte Betriebswirtin das Labor auf Wachstumskurs: In vier Jahren schuf sie zwei neue Stellen und steigerte den Umsatz um 20 Prozent.

Publikumspreis

Stela Bergan, tara UG 

Stela Bergan aus Eberswalde vernetzt mit ihrem Unternehmen tara Kunsthandwerker*innen aus dem Globalen Süden mit europäischen Geschäftskund*innen. Concept Stores, Hotels und Design Shops profitieren so von einzigartigem Design. Die Plattform kuratiert nicht nur die Produkte, sondern kümmert sich auch um die Qualitätssicherung und die logistische Abwicklung. Dabei orientiert sich tara an den UN-Nachhaltigkeitszielen.

Wirtschaftsministerin Martina Klement zeichnete als Gastgeberin der Veranstaltung die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Als Preispatin und Jurymitglied war die gebürtige Potsdamerin Enie van de Meiklokjes ebenfalls mit dabei. 

Wirtschaftsministerin Martina Klement hob die Vielfalt der Brandenburger Gründungsszene und die Bedeutung guter Rahmenbedingungen hervor: 

„Was mich an der Brandenburger Gründungsszene besonders beeindruckt, ist ihre Lebendigkeit und Vielfalt – von nachhaltigen Technologien über soziale Innovationen bis hin zu digitalen Lösungen. Die Gründerinnen und Gründer gestalten die Zukunft in Brandenburg ganz konkret. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen: mit weniger Bürokratie, gezielter Infrastruktur, starken Netzwerken und Förderprogrammen, die Türen öffnen. Der Gründungspreis macht diese Kreativität und Tatkraft sichtbar und zeigt Vorbilder, die andere ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen.“

Über die Gründungsoffensive Brandenburg

Die Gründungsoffensive bündelt unter dem Dach des Wirtschaftsministeriums bestehende Unterstützungsangebote für Gründerinnen und Gründer. Dazu zählen umfangreiche EU- und Landesförderprogramme wie Gründung innovativ, Gründen in Brandenburg, die Meistergründungsprämie sowie die sechs neuen Startup-Zentren, die junge Unternehmen mit Beratung, Coaching und Netzwerken unterstützen. Der Gründungspreis Brandenburg wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des
Landes Brandenburg.

(Quelle: gruendungspreis-brandenburg.de)