Sieger der ersten Stufe des BPW 2006 stehen fest
Die Gewinner der ersten Stufe des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2006 (BPW) wurden am 23. Februar im Filmpark Babelsberg in Potsdam gekürt. Bei der Prämierungsfeier präsentierten sich die drei Teams von BeMiTec AG i.G., Diagnostikum für Transplantationsmedizin und die Potsdamer Oxidion GmbH i.G. dem interessierten Auditorium. Eine Fachjury aus 100 ausgewählten Juroren stimmte anschließend per TED-System über die endgültige Platzierung der drei Finalisten ab. Insgesamt wurden in der ersten Stufe 6.000 Euro Preisgeld übergeben.
Der erste Platz
Der mit 3.000 Euro dotierte erste Platz ging an das Team von Diagnostikum für Transplantationsmedizin. Die Gründer Dr. Markus Hammer und Dipl.-Ing. Gordon Brestrich entwickeln neuartige Ready-to-Use Testkits für die Transplantationsmedizin. Die Testkits ermöglichen Ärzten, mit geringem technischen Aufwand Risikopatienten besser zu erkennen und somit gezielter und intensiver zu betreuen.
Der zweite Platz
Für die Entwicklung von neuartigen Gallium-Nitrid-Transistoren für den wachsenden Markt der drahtlosen Kommunikation wurde das siebenköpfige Gründerteam der BeMiTec AG i.G. mit dem zweiten Platz und 2.000 Euro ausgezeichnet. Die BeMiTec Berlin Microwave Technologies Aktiengesellschaft i.G. ist eine Ausgründung des Ferdinand-Braun-Institutes für Höchstfrequenztechnik in Berlin (FBH).
Der dritte Platz
Den dritten Platz – und die damit verbundenen 1.000 Euro – erhielt die Potsdamer Oxidion GmbH i.G. Das Team um die Gründer Dr. Georg Garnweitner, Dr. Markus Niederberger und Prof. Dr. Markus Antonietti konzentriert sich auf die Herstellung von Metalloxid-Nanopartikeln in Form von Pulvern oder Dispersionen. Durch den Einsatz der Oxide kann eine weitere Minituarisierung und Verbesserung von Elektronikkomponenten (z.B. für Flachbildschirme und Handys) erreicht werden.
Die Auszeichnung
Die Preise wurden von Ulrich Junghanns, Minister für Wirtschaft des Landes Brandenburg, Volkmar Strauch, Staatssekretär für Wirtschaft des Landes Berlin, Klaus-Dieter Licht, dem Vorsitzenden des Vorstandes der ILB und Gastgeber der Prämierung sowie Dr. Silvin Bruns, Leiter Unternehmensentwicklung der Vattenfall Europe AG, überreicht.
Die erste Stufe
In der ersten Stufe, in der die Geschäftsidee und das Gründerteam zu beschreiben waren, wurden insgesamt 456 Businesspläne, hinter denen 889 Gründer stehen, eingereicht. Dies ist ein neuer Teilnehmerrekord, entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 4 Prozent und zeigt: In Berlin-Brandenburg ist der Drang in die Selbstständigkeit ungebrochen hoch. Die Branchenverteilung der eingereichten Pläne ist gewohnt ausgeglichen.
Der weitere Wettbewerb
Der Einstieg in den Wettbewerb ist auch in Stufe zwei und drei jederzeit möglich. Bis zum
Abgabetermin der zweiten Stufe am 15. März 2006 analysieren die Teilnehmer das Marktpotenzial ihrer Geschäftsideen und planen ihre Marketingmaßnahmen. Die Erstellung einer vollständigen Finanz- und Unternehmensplanung erfolgt dann in der letzten Stufe, die mit der Abschlussprämierung am 29. Juni 2006 endet. Insgesamt werden 55.000 Euro Preisgelder vergeben.
Quelle: BPW
Dritter Preis für Potsdamer Firma
Der mit 1.000 Euro dotierte 3. Platz des diesjährigen Businessplan Wettbewerbs 2006 ging an die Potsdamer Firma oxidion GmbH i. G.
Was macht oxidion?
Die in Gründung befindliche oxidion GmbH benutzt ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von Nanopartikeln verschiedenster Oxide, die eine große Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten besitzen. Die Methode ist generell so, dass die einzelnen Oxide mit der gleichen Apparatur synthetisiert werden können. Im Gegensatz zu anderen Techniken zeichnen sich die Oxide alle durch hohe Qualität und Reinheit aus, was besonders im Hinblick auf Anwendungen in Elektronikkomponenten entscheidend ist. Dadurch kann eine weitere Miniaturisierung und Verbesserung solcher Bauteile erzielt werden. Beispielsweise lassen sich aus den Nanopartikeln durch einfache Verfahren Sensoren mit höchster Empfindlichkeit und Selektivität herstellen, ebenso wie transparente leitfähige Beschichtungen, die für flachbildschirme und Handys heute über aufwendige Aufdampfprozesse hergestellt werden müssen.
Wohin will oxidion?
Die oxidion GmbH soll im Frühjahr 2006 gegründet werden. Die Produktentwicklung wird mittels Kooperationen mit Pilotkunden, zu welchen teilweise bereits gute Kontakte bestehen, vorangetrieben. Danach wird die Produktion im Technikumsmaßstab aufgenommen, und das Wachstum des Unternehmens durch konsequente Produktdiversifizierung und -optimierung und eine damit verbundene Expansion in neue Märkte sichergestellt.
Wer steht hinter oxidion?
Die Gründer beschäftigen sich seit drei Jahren am Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung mit der Entwicklung nichtwässriger Herstellungsverfahren von Nanopartikeln. Der designierte Geschäftsführer Dr. Georg Garnweitner besitzt neben seiner abgeschlossenen Promotion im Bereich Kolloidchemie auch Grundkenntnisse im kaufmännischen Bereich. Als weitere Gesellschafter fungieren Dr. Markus Niederberger, der sich seit 10 Jahren mit Metalloxid-Nanopartikeln befasst, sowie Prof. Dr. Markus Antonietti, der bereits mehr als 20 Jahre auf dem Gebiet der Kolloidchemie tätig ist und als Abteilungsdirektor über ein umfangreiches Kontaktnetzwerk verfügt.
Kontakt:
Dr. Georg Garnweitner
MPI für Kolloid- u. Grenzflächenforschung
Abt. Kolloidchemie
Am Mühlenberg 2
14476 Potsdam/Golm
Tel.: 0331 – 567 95 63
Fax 0331 – 567 95 02
info@oxidion.com
Quelle: BPW