Klimawandel

    Auch in unserer Region ist er bereits spürbar. Weil seinen Folgen auch in regionaler Zusamenarbeit begegnet werden muss, arbeitet Potsdam in entsprechenden Projekten im Rahmen der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming mit.

    Die Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) halten uns auf dem neuesten Stand ihrer Forschung. Von ihnen stammen die meisten der nachfolgenden Schaubilder, die den Klimawandel auch für unsere Region verdeutlichen.

    Hier gelangen Sie zu dem Schlußbericht Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel mit folgenden Anlagen:

    Anlage 1: Protokollauszug 4. Sitzung des Regionalvorstands
    Anlage 2: MORO-Produkte aus HF im Überblick
    Anlage 3: MORO-Strategiebausteine 1 bis 8
    Anlage 4: Presse-Mitteilungen
    Anlage 5: „Wasserschwankung"
    Anlage 6: „goldene Blöcke"
    Anlage 7: Thesenpapiere
    7.1: „Wasser auf Hochflächen"
    7.2: „Wasser in der Havelniederung"
    Anlage 8: Hitzeleitfaden

     

    Der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre und ihre mittlere Erdtemperatur verlaufen mit leichter zeitlicher Verzögerung qualitativ etwa gleich. Der sprunghafte Anstieg der CO2-Konzentration in den letzten 150 Jahren, also seit Beginn des Industriezeitalters, lässt eine schnelle Klimaerwärmung erwarten, die bereits messbar eingesetzt hat.

     

    Der Schlüssel zur Begrenzung des Klimawandels liegt in der Absenkung der menschlichen CO2-Emission. Die Szenarien zeigen, dass selbst eine sofortige globale technologische Umstellung immer noch einen Anstieg der Emissionen bedeuten würde, obgleich gegenüber einem ungebremsten "Weiter so!" erhebliche Verbesserungen erreichbar sind. Was erreicht wird, hängt von der Entwicklung von Politik und Technologie ab. Die nächsten Schaubilder beziehen sich auf das Szenario A1B mit einem als realistisch eingeschätzten Energiemix.

     

    Das realistische Szenario A1B (vgl. voriges Schaubild) bringt in Deutschland eine Erhöhung der mittleren Jahrestemperatur von 2 bis 2,7 Grad Celsius, in Süddeutschland nahe 3 Grad Celsius bis 2051/60 in Sommer und Winter.

     

    Außer den örtlichen Mengenveränderungen und der zeitlichen Verlagerung der Niederschläge vom Sommer in die kalte Jahreszeit ist zu erwarten, dass sie ungleichmäßiger fallen. Es ist mit härteren Trockenperioden zu rechnen. Regen wird vermehrt als Starkregen niedergehen und dadurch schneller abfließen, so dass er Vegetation und Boden weiter verlorengeht.

     

    Von dem zu erwartenden Niederschlagsrückgang ist im Südwesten Brandenburgs der Landkreis Teltow-Fläming am stärksten betroffen. Hier sind Rückgänge um bis zu 100 mm zu erwarten, die bei einem derzeitigen Mittel von 550 mm als gravierend anzusehen sind. Dazu kommt, dass die Niederschlagshäufigkeit abnimmt. Die vermehrt zu erwartenden Starkregen lassen erwarten, dass 100 mm an einem einzigen Tage niedergehen (und dann weitgehend unnütz abfließen).

     

    Die durch den Temperaturanstieg verstärkte Verdunstung verdoppelt das Defizit der klimatischen Wasserbilanz im Bereich Teltow-Fläming/ Potsdam-Mittelmark. Hier nicht betrachtet werden die dramatischen Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung. Diese wird sich zusätzlich durch vermehrte Wasserentnahme während der Trockenperioden und einen beschleunigten Abfluss der Niederschläge nach Starkregenereignissen verschlechtern.

     

    Auf die Folgen der inzwischen als unabwendbar anzusehenden Klimaänderung müssen sich Landwirte, Forstbetriebe, Verkehrsbehörden, Rettungsdienste, Feuerwehren, Planer und Architekten, Hausbesitzer, Versicherer... - kurz: alle - einstellen, um die Auswirkungen auf Lebensqualität und Ökonomie möglichst zu begrenzen. Aber auch Chancen, die sich ergeben, wollen genutzt sein.

     

    Um zielgerichtet und differenziert handeln zu können, müssen u.a., wie hier beispielhaft zu sehen, vorangegegangene Schadensereignisse analysiert werden.

    Die Klimaveränderung, aber auch eine neue Energiepolitik, die der Klimaänderung entgegenwirkt, erfordern eine verstärkte regionale Zusammenarbeit.
    Die Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming arbeitet zusammen mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und im Erfahrungsaustausch mit anderen Regionen an differenzierten Modellen und Handlungskonzepten, die auch den lokalen Akteuren nützen, die Zukunftsaufgaben zu bewältigen.

     

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