Die Landeshauptstadt will auch in Zukunft von den besonderen Stärken der Kleinst - und Kleinunternehmen profitieren. Dazu der Oberbürgermeister: „Wir wissen, dass unsere kleinen Handwerks- und Gewerbebetriebe wegen ihrer begrenzten Eigenkapitalausstattung und dem eingeschränkten Zugang zu den Kapitalmärkten in besonderer Weise auf spezifische Rahmenbedingungen angewiesen sind, die ihren Fortbestand sichern und Wachstum ermöglichen. Wir wollen die Gewerbeflächennachfrage dort bedienen, wo sie entsteht und damit die Stadt stärken." Mit seiner Entscheidung zur Errichtung und Betreibung eines Handwerker- und Gewerbehofes in Babelsberg will Oberbürgermeister Jann Jakobs die für Potsdam so wichtigen kleingewerblichen Strukturen unterstützen.
Handwerks- und Gewerbebetrieben attraktive, innenstadtnahe Gewerbeflächen zur Miete anbieten, Unternehmensgründern den Start in die berufliche Selbstständigkeit ermöglichen, Kundennähe sichern, Transportwege verkürzen sowie wohnortnah Arbeitsplätze schaffen und erhalten sind einige Kernbotschaften, die mit der Realisierung des Vorhabens verbunden sind.
Der Handwerker und Gewerbehof soll im Entwicklungsgebiet Babelsberg an der Fritz-Zubeil-Straße errichtet werden. Er ist Teil des Gewerbezentrenprogramms der Landeshauptstadt, einem Synonym erfolgreicher kommunaler Wirtschaftsförderung in Potsdam. 2011 soll das Vorhaben fertiggestellt sein. Das Investitionsvolumen beträgt rund 2,4 Millionen EURO. Entstehen werden 13 Gewerbeeinheiten mit je 200 m² Nutzfläche in Gestalt einfacher Hallen mit Büro- und Sozialräumen, die flexible Nutzungen ermöglichen. Jede Gewerbeeinheit wird außerdem ergänzt mit 200 m² Freifläche. Die zu kalkulierenden Mieten werden nachfragegerecht sein, eine Angebotslücke in Potsdam schließen und den künftigen Mietern Planungssicherheit bieten.
Projektträger ist die Landeshauptstadt Potsdam. Die Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH errichtet und betreibt den Gewerbehof. Sie erweitert ihr Unternehmensportfolio damit um einen wichtigen Baustein. Mit den Planungsleistungen und der Projektsteuerung wird die Stadtkontor GmbH beauftragt.
Entwicklungsbereich Babelsberg
In den letzten 10 Jahren wurde im Entwicklungsbereich Babelsberg durch den Aus- und Neubau von Straßen die Erschließung des Gewerbe- und Wohnquartiers erheblich verbessert. Durch Revitalisierung innerstädtischer Gewerbebrachen haben sich 30 Betriebe neu angesiedelt. Der zuständige Bereich Stadterneuerung hat zur Durchführung der Entwicklungsmaßnahme den treuhänderischen Entwicklungsträger Stadtkontor eingesetzt. Für die Jahre 2010/2011 sind folgende Maßnahmen geplant:
- Veräußerung von Gewerbe- und Wohnbaugrundstücken inkl. Steuerung der Bebauung und Nutzung,
- Realisierung eines Wohnbauprojektes an der Gartenstraße / Prager Straße (evtl. als Bauherrengemeinschaft),
- Erwerb weiterer Grundstücke, bei denen die Eigentümer nicht zu einer Entwicklung bereit oder in der Lage sind,
- Vorbereitung der geplanten Wohnungsbauinvestition am Horstweg auf den bisherigen Kleingartenflächen
- Straßenaus- und -neubau: Prager Straße, Kleewall, verlängerte Dieselstraße, Ahornstraße.
Für die weitere Vermarktung des Gewerbequartiers hat Stadtkontor im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam eine neue Standortbroschüre erarbeitet.
Potsdamer Technologie- und Gründerzentren
Die branchenorientierten Technologie- und Gründerzentren bieten Unternehmen und Existenzgründern ideale Voraussetzungen, um Ihre Ideen in Potsdam in die Tat umzusetzen.
Mit dem Guido-Seeber-Haus wurde im Mai 2009 ein neues Technologie- und Gründerzentrum in der Medienstadt eröffnet. Die Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH betreibt damit aktuell fünf branchenorientierte Innovationszentren an drei der interessantesten Standorte der Stadt.
Dahinter stehen bisher Investitionen in einer Größenordnung von insgesamt rund 66 Millionen Euro mit dem Ergebnis, dass hier über 200 vornehmlich kleine Unternehmen erstklassige Standortbedingungen vorfinden.
Die Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH kann auf eine 15-jährige erfolgreiche Geschäftstätigkeit verweisen. Mit ihren Erfahrungen will sie künftig auch die gewerbliche Sparte bedienen.