Dorfkirche Groß Glienicke

Erneuert: 1684
Architekt: unbekannt

Die wahrscheinlich dem 14. Jahrhundert entstammende Groß Glienicker Dorfkirche erhielt 1679/84 im Westen einen verbretterten Turmaufsatz mit niedriger Pyramidenspitze und wurde grundlegend in schlichten frühbarocken Formen umgebaut. Sie stand über 200 Jahre unter dem Patronat derer von Ribbeck (osthavelländische Linie), wovon mehrere Epitaphien des 17. und 18. Jh. von hoher bildkünstlerischer Qualität zeugen.

Mit reicher frühbarocker Ornamentik versehen ist die um 1680 entstandene Ausstattung. Die polygonale Kanzel zeigt Evangelisten-Gemälde an der Brüstung und den Salvator mundi (Heiland der Welt) an der Rückwand. Das Altarretabel mit einem Abendmahlsgemälde von F. Luther in der Predella (1684) und einer Ecce-Homo-Darstellung (leidender Christus) von Cl. Hertzog (1683) darüber ist bekrönt von der Statuette des Auferstandenen mit der Siegesfahne im gesprengten Giebel. Die Kuppa der hölzernen Taufe ist von einem Taubensymbol (Sinnbild des Heiligen Geistes) bekrönt. Die Prospektgestaltung der 1929 von Schuke, Potsdam, mit 20 Registern erbauten Orgel ordnet sich stilistisch mit neubarocken Formen ein. In der nicht zugänglichen Gruft der Kirche befinden sich Särge der Patronatsfamilien, u. a. derer von Ribbeck.

Adresse:
Dorfstraße 11a
14476 Groß Glienicke

Anschrift der Kirchengemeinde:
Evangelisches Pfarramt Groß Glienicke
Pfarrer Dr. Bernhard Schmidt
Bergstraße 13
14476 Groß Glienicke
T: 03 32 01 / 3 12 47
F: 03 32 01 / 4 48 86

E-Mail: Kirche@GrossGlienicke.de