Zahlreiche Projekte werden im vor uns liegend Jahr von der Kraft, dem Mut und dem Willen der Menschen berichten, die sich für die Entwicklung demokratischer Strukturen in ihrer Stadt und ihrem Heimatland engagiert haben und noch immer engagieren. „Potsdam 2009 - Stadt der Bürgerinnen und Bürger" so lautet das Motto der brandenburgischen Landeshauptstadt in diesem Jahr.
Die Würdigung der Gründung des Potsdam-Museums im Jahre 1909 wird dabei ebenso eine Rolle spielen wie das Bürgerfest im Stadthaus, das anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der konstituierenden Sitzung der ersten Potsdamer Stadtverordnetenversammlung stattfindet. Nach den positiven Erfahrungen mit dem Tag der offenen Tür zum Abschluss des „Jahres der Architektur 2006" wird den Bürgerinnen und Bürgern erneut die Möglichkeit gegeben, ihr Rathaus zu erkunden. Viele Räume des Hauses werden zugänglich sein und die Besucher erhalten die Gelegenheit, mit Stadtverordneten, mit dem Oberbürgermeister und den Beigeordneten sowie Mitarbeitern der Verwaltung ins Gespräch zu kommen. Zudem gibt es ein interessantes Programm im Innenhof des Stadthauses und Führungen mit Informationen zur Geschichte des Stadthauses und der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung.
Der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. plant aus gleichem Anlass eine Vortrags- und Stadtführungsreihe und in Regie des Kommunalwissenschaftlichen Instituts der Universität Potsdam und des Brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes ist eine wissenschaftliche Veranstaltung zu den Stein-Hardenbergschen Reformen geplant.
Der UNESCO-Tag am 7. Juni 2009 in Klein Glienicke setzt sich, neben der Wissensvermittlung über diesen Ort als UNESCO-Welterbe, mit einem politischen Datum auseinander. In Führungen durch das ehemalige Sperrgebiet erfahren die Gäste der Veranstaltung, wie die Menschen hier vor dem Mauerfall lebten und mit welchen Folgen des Kalten Krieges sie konfrontiert waren. Wohl kaum ein anderer Ort wäre besser dazu geeignet, die bis 1989 bestehenden gegensätzlichen politischen Systeme in Ost und West sowie die positiven Entwicklungen seit der Wiedervereinigung Deutschlands zu vermitteln.
Das Thema 20 Jahre Mauerfall steht auch im Mittelpunkt der Führungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Unter dem Titel „Grenz-Wege im Welterbe" gibt es von April bis November 2009 zweistündige Führungen. Diese beginnen auf der Glienicker Brücke und führen in den Babelsberger Park bzw. in den Neuen Garten. Vorgestellt wird die Geschichte der historischen Gärten, der Gebäude und vor allem der Menschen, die in Grenznähe wohnten.