Die Landeshauptstadt Potsdam beginnt am 13. Juli 2026 mit der Instandsetzung eines Abschnitts der Großbeerenstraße. Der Baubereich erstreckt sich von der Einmündung Friesenstraße bis hinter die Einmündung Horstweg und umfasst auf einer Länge von rund 355 Metern auch den Knotenpunkt Großbeerenstraße/Horstweg. Die Arbeiten erfolgen über die gesamte Fahrbahnbreite und sollen innerhalb von rund sechs Wochen abgeschlossen sein.
Anlass der Baumaßnahme ist der altersbedingte Zustand der Fahrbahn. Die Asphaltdeckschicht sowie die Binderschicht sind porös und weisen Risse auf. Um Folgeschäden am Straßenoberbau zu vermeiden, werden beide Schichten erneuert. Diese Form der Instandsetzung ist eine reguläre Erhaltungsmaßnahme, wie sie bei vielen nach 1990 hergestellten Straßen erforderlich wird. Sie trägt dazu bei, die Lebensdauer der Straße deutlich zu verlängern und wesentlich kostenintensivere grundhafte Erneuerungen zu vermeiden.
Im Zuge der Arbeiten werden auf einer Fläche von rund 2.400 Quadratmetern eine neue bituminöse Binderschicht sowie eine Deckschicht aus Splittmastixasphalt eingebaut. Die ohnehin notwendige Fahrbahnsanierung wird genutzt, um die Verkehrssicherheit für den Radverkehr entsprechend der heutigen technischen Regelwerke zu verbessern. Entlang des Straßenabschnitts werden beidseitig Schutzstreifen markiert. Im Bereich der seitlichen Parkstände wird zusätzlich ein Sicherheitsstreifen angeordnet, um den Abstand zwischen parkenden Fahrzeugen und dem Radverkehr zu vergrößern. Dadurch soll insbesondere das Risiko sogenannter Dooring-Unfälle, das heißt Kollisionen mit plötzlich geöffneten Fahrzeugtüren, reduziert werden.
An einzelnen Stellen reichen die vorhandenen Straßenquerschnitte jedoch nicht aus, um die erforderlichen Sicherheitsabstände vollständig herzustellen. Daher entfallen dort insgesamt sechs Parkstände. Die dadurch freiwerdenden Teilflächen werden unter anderem für zusätzliche Fahrradabstellanlagen genutzt oder entsiegelt.
Während der Bauzeit wird die Großbeerenstraße im Baubereich als Einbahnstraße in stadteinwärtiger Richtung geführt. Der stadtauswärtige Verkehr wird über die Friedrich-Engels-Straße auf die Nuthestraße umgeleitet. Von dort erfolgt die Weiterführung je nach Fahrziel über den Horstweg beziehungsweise die L 40. Die Umleitungsstrecke wird entsprechend ausgeschildert. Auch der Busverkehr wird während der Bauzeit umgeleitet. Die Linien verkehren überwiegend über die Friedrich-Engels-Straße, die Nuthestraße, den Horstweg, die Rudolf-Moos-Straße und die Fritz-Zubeil-Straße. Über geänderte Haltestellen und Fahrzeiten informieren die Verkehrsbetriebe rechtzeitig.
Auch für Fußgängerinnen und Fußgänger kommt es während der Bauarbeiten zu Einschränkungen. Zwischen Dieselstraße und Horstweg ist eine Querung der Großbeerenstraße im Baustellenbereich nicht möglich. Zudem stehen am Knotenpunkt Horstweg zeitweise nicht alle Fußgängerfurten gleichzeitig zur Verfügung. Entsprechende Querungsmöglichkeiten werden ausgeschildert.
Die Erreichbarkeit der anliegenden Grundstücke ist während der Bauzeit zeitweise eingeschränkt. Die unmittelbar an den jeweiligen Bauabschnitt angrenzenden Grundstücke können während der Arbeiten vorübergehend nicht angefahren werden. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wurden hierzu bereits gesondert informiert. Lieferverkehre können die umliegenden Nebenstraßen nutzen. Die Erreichbarkeit für Rettungsdienste bleibt jederzeit gewährleistet. Die Müllentsorgung wird in Abstimmung mit dem zuständigen Entsorgungsunternehmen sichergestellt und erfolgt weiterhin zu den bekannten Abholterminen.
Die Baukosten betragen insgesamt rund 700.000 Euro. Die Verkehrsfreigabe ist nach aktuellem Stand für den 24. August 2026 vorgesehen.