Der Förderverein des Potsdam-Museums e.V., das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte und die KORNFELD Galerie Berlin zeigen vom 30. Mai bis zum 25. Oktober 2026 die Sonderausstellung „Christopher Lehmpfuhl ALTER MARKT POTSDAM“ im Potsdam Museum. Präsentiert werden mehr als 30 Werke des international bekannten Berliner Künstlers Christopher Lehmpfuhl, die im Verlauf eines Jahres direkt vor Ort am Alten Markt entstanden sind.
Birgit-Katharine Seemann, Fachbereichsleiterin Kultur und Museum der Landeshauptstadt Potsdam: „Dieses Kooperationsprojekt erwuchs erneut aus dem starken bürgerschaftlichen Engagement unseres seit langem äußerst aktiven Museumsfördervereins. Mit diesem so schönen Ausstellungsprojekt, bereichert dieser erneut die lebendige Kulturlandschaft Potsdams. Engagement lebt durch starke Partnerschaften - ich danke allen Partnern, die geholfen haben dieses Ausstellungsprojekt umzusetzen.“
Auf Einladung des Fördervereins des Potsdam-Museums widmete sich Christopher Lehmpfuhl dem Alten Markt in Potsdam und damit dem zentralen Platz im Herzen der Stadt, der sich in den vergangenen 80 Jahren in ständiger städtebaulicher Veränderung befand. Ein Jahr lang malte er den Platz aus unterschiedlichen Perspektiven und zu verschiedenen Jahreszeiten. Entstanden ist dabei ein Werkzyklus aus mehr als 30 Ölbildern, Aquarellen, Zeichnungen, Grafiken und hinterleuchteten Glasbildern, die nun in der Ausstellung zu sehen sind.
„Der Alte Markt gehört für mich zu den schönsten Plätzen Europas und hat einen italienischen Charme, den es in Deutschland so nicht ein zweites Mal gibt. Mich haben seine Form, das Zusammenspiel von Kuppeln und Stuckaturen, der harmonische Farbklang und die besondere Ausstrahlung überzeugt und ich freue mich, ihn ein Jahr bei allen Jahreszeiten erlebt und für ihn einen künstlerischen Ausdruck gefunden zu haben“, sagt der Künstler Christopher Lehmpfuhl. „Er funktioniert in meiner Wahrnehmung wunderbar als Platz, und mit seinem leichten Gefälle und den rötlichen Pflastersteinen hatte ich sofort Assoziationen zum Piazza del Campo in Siena. Durch das Potsdam Museum und Museum Barberini ist er zudem zu einem Ort der Kunst geworden, an dem ich mich und meine Bilder sehr gut aufgehoben fühle.“
Die Idee zur Ausstellung entstand vor mehr als zwei Jahren im Förderverein des Potsdam-Museums. Dessen Vorsitzender Markus Wicke erklärt: „Uns interessierte der zeitgenössische Blick auf die Potsdamer Mitte. Wie sieht ein Künstler von außen den rekonstruierten Alten Markt von heute? Dass die Wahl auf Christopher Lehmpfuhl fiel, war kein Zufall, denn Lehmpfuhl beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Veränderung von Stadtbildern, vor allem in seiner Heimatstadt Berlin“, erklärt Markus Wicke.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Tilman Treusch, Direktor der KORNFELD Galerie Berlin. Er beschreibt die besondere Arbeitsweise Lehmpfuhls als unmittelbare künstlerische Erfahrung: „Als Plein Air Künstler trägt Christopher Lehmpfuhl seine Leinwände und Farben nach draußen, zu seinem Motiv. Er malt mit den Händen, umgeben von Geräuschen und Gerüchen, bei Sonne, Wind, Kälte, Regen und Schnee. Beim Betrachten spüren wir diese physische Unmittelbarkeit. Wir sehen, dass Natur und Atmosphäre nicht bloß dargestellt sind. Die besondere Faszination von Christopher Lehmpfuhls Malerei liegt für mich in der Verbindung von unmittelbarer Wahrnehmung und eruptivem Farbauftrag: die Bewegung, das Wetter und die Atmosphäre ihrer Entstehung sind seinen Bildern derart intensiv eingeschrieben, dass wir beim Ansehen die Elemente beinahe selbst zu erleben glauben.“
Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Dokumentarfilm sowie originale Arbeitsutensilien des Künstlers, die den Entstehungsprozess seiner Werke nachvollziehbar machen.
Auch Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums, betont den besonderen Dialog der Ausstellung mit der parallel laufenden Sonderausstellung „Platz___ für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025“: „Dem Förderverein gilt mein herzlicher Dank – für seine Initiative und dafür, dass er Christopher Lehmpfuhl angeregt hat, sich dem Alten Markt zu widmen. Seine kraftvollen Gemälde zeigen diesen Ort als lebendigen Gegenwartsraum. Unsere zweite parallele Sonderausstellung „Platz für Neues?" fragt, wie dieser Platz wurde, was er ist – und beleuchtet die vielfältigen, teils kontroversen Diskurse um die Gestalt unserer Stadtmitte. Zusammen entsteht eine außergewöhnlich reichhaltige Doppelperspektive: Präzise künstlerische Gegenwartswahrnehmung trifft auf historische Tiefenschärfe. Beide Ausstellungen erleben unsere Besuchenden als zusammenhängendes Ganzes – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsideen zum Alten Markt, vereint an einem Ort im Alten Rathaus.“
Gefördert wird die Ausstellung durch die ProPotsdam GmbH und die Wall GmbH. Sigrun Rabbe Geschäftsführerin des Sanierungsträgers Potsdam im Unternehmensverbund ProPotsdam, erklärt: „Durch die Zusammenarbeit des Sanierungsträgers Potsdam, der Landeshauptstadt Potsdam und den Bauherren wandelt sich der Alte Markt im Zuge der Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte. Die Unterstützung der Ausstellung mit dem künstlerischen Blick von Christopher Lehmpfuhl auf diesen stadtbildprägenden Transformationsprozess war uns ein großes Anliegen und ist Ansporn die Entwicklung des Areals weiter voranzutreiben.“
Harriet Vahldieck, Regionalmanagerin von Wall ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass wir den Förderverein des Potsdam Museums bei der Ausstellung der Werke von Christopher Lehmpfuhl unterstützen konnten. In unserer Partnerstadt Potsdam machen die Werbeflächen von Wall auf die künstlerischen Ansichten des vertrauten Alten Markts aufmerksam und machen die Potsdamerinnen und Potsdamer hoffentlich neugierig.“
Freier Eintritt zum Ausstellungsstart
Zum Auftakt der Ausstellung ist der Eintritt am Samstag, den 30. Mai, kostenfrei. Zwischen 14 und 16 Uhr stehen Art-Guides für Gespräche zur Verfügung. Parallel dazu wird auch die Ausstellung „Platz___ für Neues?“ kostenfrei geöffnet, sodass Besucherinnen und Besucher beide Ausstellungen gemeinsam erleben können.
Begleitend erscheint ein 80-seitiger Ausstellungskatalog mit Beiträgen von Günther Jauch, Wenke Nitz und Hendrikje Warmt. Der Katalog ist im Museumsshop erhältlich. Gestaltung und Ausstellungsdesign stammen von Peter Rogge.