Vertreterinnen und Vertreter aus Gastronomie, Handel und weiteren betroffenen Branchen haben sich heute auf der Informationsmesse der Landeshauptstadt Potsdam über die Einführung der Verpackungssteuer informiert. Auch Vertretende der Verbände und Initiativen sowie interessierte Potsdamerinnen und Potsdamer nutzten die Gelegenheit. Bis 17 Uhr waren rund 100 Besucherinnen und Besucher vor Ort.
An Informationsständen der Landeshauptstadt Potsdam standen Mitarbeitende für Fragen rund um die Verpackungssteuer und die Nutzung von Mehrwegsystemen zur Verfügung. Verschiedene Mehrweg-Anbieter sowie Umweltverbände und -initiativen präsentierten praxisnahe Lösungen für Betriebe und informierten über konkrete und umsetzbare Angebote für Gastronomie, Handel und weitere Unternehmen. Im Mittelpunkt standen alltagstaugliche Ansätze, die den Umstieg von Einweg auf Mehrweg erleichtern sollen.
Bürgermeister und Kämmerer Burkhard Exner sagte: „Die Gespräche auf der Infomesse haben gezeigt, dass die Einführung der Verpackungssteuer gerade in der Anfangsphase mit organisatorischen und praktischen Herausforderungen verbunden sein wird. Deshalb wird die Einführungsphase mit Augenmaß zu begleiten sein. Dabei sollen insbesondere die Rahmenbedingungen der Anfangszeit berücksichtigt werden sowie die praktische Umsetzbarkeit im betrieblichen Alltag. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass viele Beteiligte den Ausbau von Mehrweglösungen ausdrücklich begrüßen und als Chance verstehen für einen Wandel hin zum bewussten Klima- und Ressourcenschutz. Die Erfahrungen anderer Städte zeigen, dass die Verpackungssteuer dazu beitragen kann, Mehrwegangebote nachhaltig zu stärken und die Abfallvermeidung im Alltag spürbar voranzubringen.“
Die Messe bot darüber hinaus Raum für Austausch und Diskussion. In moderierten Gesprächsrunden berichteten Vertreterinnen und Vertreter aus Vorreiterstädten über ihre Erfahrungen mit der Einführung einer Verpackungssteuer. Der Mehrwegverband Deutschland präsentierte den aktuellen Stand zur bundesweiten politischen Debatte zum Thema sowie Möglichkeiten, Mehrweg wirtschaftlich skalierbar in den Kommunen einzusetzen.
Mit der Infomesse, der Webseite www.potsdam.de/Verpackungssteuer, einem Überblicksflyer sowie einer Praxishilfe stellt die Landeshauptstadt Potsdam den betroffenen Unternehmen und Betrieben Informationsmaterial zur Einführung der Verpackungssteuer zur Verfügung. Bei konkreten Fragen stehen in den Bereichen Steuern und öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Ansprechpersonen zur Verfügung. In einem nächsten Schritt wird die Landeshauptstadt Potsdam auch gezielt die Verbraucherinnen und Verbraucher über die Einführung der Verpackungssteuer informieren.
Die Landeshauptstadt Potsdam wird die Verpackungssteuer zum 1. Juli 2026 einführen. Die Steuer richtet sich an Endverkäufer von Speisen und Getränken und setzt dort an, wo im Alltag besonders viele Einwegverpackungen anfallen – insbesondere bei Angeboten „to go“ und im Imbissbereich. Ziel ist es, die Sauberkeit im öffentlichen Raum zu verbessern und den Einsatz von Einwegverpackungen zu verringern. Betriebe, die konsequent auf Mehrwegverpackungen setzen oder ganz auf Einweg verzichten, zahlen keine Verpackungssteuer. Ebenso ausgenommen sind Einwegverpackungen, die einem gesetzlichen Einwegpfand unterliegen.
Weitere Informationen zur Verpackungssteuer sowie zu alternativen Mehrwegangeboten gibt es unter www.potsdam.de/Verpackungssteuer.