Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) am 17. Mai erinnert die Landeshauptstadt Potsdam an die Bedeutung eines respektvollen, diskriminierungsfreien und gewaltfreien Zusammenlebens. Der Aktionstag macht weltweit auf Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt aufmerksam, denen queere Menschen weiterhin ausgesetzt sind.
In Potsdam wird der diesjährige IDAHOBIT von zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen begleitet. Nach dem Christopher Street Day und dem Queensday am 9. Und 10. Mai fand am 11. Mai mit dem Vielfaltstalk des Regenbogen Potsdam e. V. zudem ein neu entwickeltes Veranstaltungsformat statt. Mit der Fahrrad Pride Potsdam am 27. Juni 2026 setzt die Stadt ein weiteres sichtbares Zeichen für Vielfalt, Solidarität und die gesellschaftliche Teilhabe queeren Lebens im öffentlichen Raum. Die Veranstaltungen werden von zahlreichen Initiativen, Vereinen und Ehrenamtlichen getragen und von vielen Menschen der Stadtgesellschaft unterstützt.
„Der IDAHOBIT erinnert uns daran, dass Akzeptanz und Gleichberechtigung keine Selbstverständlichkeiten sind. Die große Beteiligung an den Veranstaltungen der vergangenen Wochen hat zugleich gezeigt, wie stark das Engagement für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander in Potsdam ist. Sichtbarkeit schafft Akzeptanz und baut Vorbehalte ab. Sie macht deutlich, dass queer-feindliche Diskriminierung keinen Platz in unserer Stadt haben darf“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Sprengel.
Mit dem Aktionsplan „Queeres Potsdam“ arbeitet die Landeshauptstadt gemeinsam mit der Zivilgesellschaft an konkreten Maßnahmen zur Förderung von Sichtbarkeit, Sensibilisierung und Antidiskriminierung. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen im öffentlichen Raum, die Unterstützung queerer Veranstaltungen sowie Schulungs- und Sensibilisierungsangebote innerhalb der Verwaltung.
Der Aktionsplan wurde auf Grundlage eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung in einem Beteiligungsprozess entwickelt und wird fortlaufend weiterentwickelt – unter anderem im Rahmen des regelmäßig tagenden Runden Tisches „Queeres Potsdam“. Aus dem Aktionsplan wurden bislang unter anderem eine 30-Meter-Pride-Flagge, die erstmals beim CSD zum Einsatz kam, sowie Infrastrukturmaßnahmen für Veranstaltungen finanziert. Weitere Projekte und Maßnahmen sollen folgen.
Im Jahr 2026 liegt der Schwerpunkt insbesondere auf der Erhebung von Daten zum queeren Leben sowie zu Beratungs- und Unterstützungsbedarfen in Potsdam. „Wir wollen unsere Argumentation künftig belastbar und nachvollziehbar untermauern können. Dafür benötigen wir eine valide Datenbasis, die bislang nur eingeschränkt vorhanden ist“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte das Vorhaben. Der IDAHOBIT soll hierfür ein sichtbares Startsignal setzen. „Sichtbarkeit entsteht auch durch Daten.“
Die Landeshauptstadt Potsdam bedankt sich bei allen Initiativen, Vereinen und Ehrenamtlichen, die sich für eine offene, vielfältige und solidarische Stadtgesellschaft engagieren.