Pressemitteilung Nr. 170 vom 23.04.2026 Fachtag in Potsdam setzt Impulse für die Zusammenarbeit von Schule und Hort

Fachtag Ganztag
© Landeshauptstadt Potsdam/Robert Lucic

Unter dem Motto „Ein Ganztag, zwei Partner: Wege gelingender Zusammenarbeit“ luden der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie der Fachbereich Bildung und Sport der Landeshauptstadt Potsdam am 23. April zum Fachtag zur gelingenden Kooperation zwischen schulischer Bildung und außerschulischer Betreuung. Bei der Veranstaltung kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen und Horten zusammen, um die Zusammenarbeit im Hinblick auf den bevorstehenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung weiterzuentwickeln.

Alexandra Mebus-Haarhoff, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie, sagte am Rande der Veranstaltung: „Mit dem Fachtag haben wir einen wichtigen Schritt gemacht, um Schule und Hort noch enger miteinander zu verzahnen. Der gemeinsame Austausch zeigt, wie groß die Bereitschaft ist, den Ganztag aktiv und im Sinne der Kinder zu gestalten. Unser Ziel ist ein gemeinsames Bildungsverständnis, das Betreuung und Bildung sinnvoll verbindet und den Kindern in Potsdam bestmögliche Entwicklungschancen eröffnet.“

Hintergrund ist der ab dem 1. August 2026 geltende Rechtsanspruch auf Ganztag, der zunächst für die ersten Klassen in Kraft tritt. In Brandenburg bedeutet dies eine noch engere Verzahnung der Systeme Schule und Hort, um Bildung und Betreuung im Sinne der Kinder gemeinsam zu gestalten. Der Ganztag bietet dabei große Chancen: Er kann Bildungsprozesse nachhaltig verbessern, die Chancengerechtigkeit stärken und die Lebenswelt der Kinder stärker miteinander verknüpfen.

Im Mittelpunkt des Fachtags stand der Austausch zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren sowie die gemeinsame Weiterentwicklung eines tragfähigen Kooperationsverständnisses. Neben fachlichen Inputs boten Workshops Raum für Diskussion, Vernetzung und die Entwicklung konkreter Ansätze für die Praxis.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Potsdamer Kooperationsrahmen. Dieses freiwillige praxisorientierte Instrumentarium wurde im Vorfeld durch eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern von Schule, Hort, dem Kreiskitaelternbeirat sowie dem staatlichen Schulamt Brandenburg an der Havel erarbeitet und soll die Standorte künftig bei der Erstellung der verpflichtenden Kooperationsvereinbarungen unterstützen. Mit Standardsetzungen und praxisorientierten Leitfragen werden darin dreizehn Arbeitsfelder thematisiert, um die kindgerechte Zusammenarbeit der Schulen und Horte bei der ganztägigen Bildung und Betreuung systematisch zu unterstützen. Die Rückmeldungen aus den intensiven Diskussionen der Teilnehmenden dienen für die weitere Schärfung des Kooperationsrahmens.