Wie sah der Alltag in Potsdam in den 1990er Jahren aus? Das Potsdam Museum ruft Potsdamerinnen und Potsdamer dazu auf, ihre privaten Fotografien aus der Nachwendezeit zu teilen. Gesucht werden Bilder, die das Leben in der Stadt zeigen – im Alltag auf Straßen und Hinterhöfen, zu Hause oder bei der Arbeit, beim Sonntagsspaziergang oder auf Feiern. Ob Schnappschuss oder Bildserie, ob skurril, alltäglich oder besonders: Alle Motive, die persönliche Einblicke in diese Zeit geben, sind willkommen.
„Geschichte wird von Menschen gemacht – deshalb ist es ein spannendes Projekt, bei dem das Potsdam Museum gemeinsam mit den Potsdamerinnen und Potsdamer eine Bilderwelt der 1990er Jahre entstehen lassen möchte“, sagt Torsten Wiegel, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam.
Der Fotoaufruf ist Teil der Vorbereitungen für eine Ausstellung über die frühen 1990er Jahre in Potsdam, die ab Ende des Jahres im Potsdam Museum zu sehen sein wird.
Thomas Steller, Direktor des Potsdam Museums, erläutert: „Presseaufnahmen, künstlerische Arbeiten und private Bilder beleuchten zentrale Themen der Transformationszeit – von Wohnen und Arbeit über Kultur und Freizeit bis zur städtebaulichen Entwicklung. Gerade private Fotografien eröffnen besondere Einblicke in den Alltag und die Lebenswelten der Potsdamerinnen und Potsdamer.“
„Wir bitten die Menschen unserer Stadt, in ihren Fotoalben zu stöbern und ihre Erinnerungen mit dem Museum zu teilen. Dabei geht es uns nicht um das fotografisch perfekte Motiv“, erklärt Judith Granzow, Leiterin der Sammlung Fotografie. „Oft sind es gerade zufällige Details oder private Situationen, die ein besonders lebendiges Bild der Vergangenheit vermitteln.“
Der Ausstellungsbereich zu privaten Fotografien entsteht in Zusammenarbeit mit der Fotokünstlerin Anke Heelemann (FOTOTHEK / vergessene-fotos.de), die sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit privaten Bildarchiven und der besonderen Erzählkraft alltäglicher Fotografien beschäftigt.
Die Fotos können bis zum 30. Juni 2026 per E-Mail oder auf dem Postweg übermittelt werden. Wer mit dem Team des Museums über seine Fotos ins Gespräch kommen möchte oder Fragen zum Projekt hat, kann die Bilder auch persönlich vorbeibringen. Dies ist am 16. April und 17. Mai, jeweils von 15 bis 18 Uhr in einer eigens eingerichteten Sammelstelle im Potsdam Museum möglich. Alternativ können die Bilder auch nach telefonischer Verabredung persönlich im Museum abgegeben werden.
Die wichtigsten Daten zum Fotoaufruf „Potsdam privat in den 1990ern“
- Einsendeschluss: 30. Juni 2026
- Sammelstelle im Potsdam Museum für persönliche Übergabe der Bilder ist geöffnet am 16. April und 17. Mai, jeweils von 15 bis 18 Uhr
- Weitere Einsendeoptionen: per E-Mail an museum-outreach@rathaus.potsdam.de oder postalisch an Potsdam Museum, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam
- Kontakt: Telefon 0331 / 289 6802 oder 0331 / 289 6821