Siegfried Grube erhält das Bundesverdienstkreuz.
Im Rahmen eines feierlichen Festakts ist Siegfried Grube das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel würdigte den Potsdamer Kaufmann und übergab das Verdienstkreuz im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Garnisonkirche. „Die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande würdigt das Handeln und Wirken von Siegfried Grube und ist ein Zeichen seiner herausragenden Persönlichkeit. Ich freue mich, Ihnen heute das Verdienstkreuz überreichen zu dürfen, und danke Ihnen für Ihr Engagement, Ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihre Wirkung für unsere Stadtgesellschaft. Sie übernehmen Verantwortung, stiften Zusammenhalt und machen deutlich, wie viel eine engagierte Zivilgesellschaft bewegen kann“, sagte Noosha Aubel in ihrer Laudatio.
Siegfried Grube kam 1954 nach Potsdam, um eine Ausbildung im Handel zu beginnen. Er begann seine Arbeit bei der Konsumgenossenschaft und wurde später zum stellvertretenden Leiter des Kaufhauses in der Brandenburger Straße. Nach dem politischen Umbruch und im Zuge der Wiedervereinigung machte sich Siegfried Grube selbstständig und führte mehrere Supermärkte. Im Jahr 2026 verabschiedet sich Siegfried Grube in den Ruhestand – nach mehr als 70 Jahren Berufserfahrung. Geehrt wurde er für sein umfassendes gesellschaftliches Engagement.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel: „Das Wirken von Siegfried Grube reicht weit über sein berufliches Umfeld hinaus. Sein soziales Engagement ist vielfältig, kontinuierlich und bemerkenswert. Gerade in schwierigen Zeiten hat er Verantwortung übernommen. Dutzende Spendenaktionen hat er initiiert, Vereine finanziell unterstützt, Benefizveranstaltungen organisiert und viel Geld für soziale Zwecke bereitgestellt – er hat immer dort geholfen, wo Hilfe gebraucht wurde. Still, zuverlässig und ohne Erwartung auf Applaus oder die große Bühne. Er hat nicht gefragt, ob etwas seine Aufgabe sei – sondern ob es gebraucht wird. Diese Haltung ist es, die eine Stadt trägt.“
Für sein langjähriges Wirken hat sich Siegfried Grube bereits in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Potsdam eingetragen. Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande erfährt sein unternehmerisches und gesellschaftliches Engagement nun eine weitere hohe Anerkennung.
Musikalisch begleitet wurde der Festakt durch das Violinen-Ensemble der Städtischen Musikschule Potsdam „Johann Sebastian Bach“ unter der Leitung von Andreas Jerye. Es musizierten Charlotte Kremer, Sophia Magdalena Voigt, Lilith Richter, Fiona Röding und Charlotte Holubek (Violine) sowie Nadine Pahlitzsch (Baßgeige).
Der Verdienstorden, umgangssprachlich auch als Bundesverdienstkreuz bezeichnet, ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird in acht Stufen für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen.
Neben Siegfried Grube haben in den vergangenen Monaten weitere Potsdamerinnen und Potsdamer den Verdienstorden erhalten: Das Verdienstkreuz 1. Klasse erhielt der Diplomat Jan Hendrik van Thiel, das Verdienstkreuz am Bande erhielten der Dirigent und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Knut Andreas, die Schriftstellerin Julia Schoch sowie die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Annedore Prengel-Schmitt.