Die Potsdamer Künstlerin Jenny Alten wurde für die Städtepartnerschaftsresidenz Potsdam-Luzern ausgewählt. Jenny Alten lebt in Potsdam und arbeitet interdisziplinär als Bildende Künstlerin, Drehbuchautorin und Dramaturgin. Die Residenz bietet der Künstlerin die Gelegenheit, in Luzern neue Perspektiven zu gewinnen, ihre künstlerische Praxis weiterzuentwickeln und internationale Netzwerke zu knüpfen. Eine aktive Auseinandersetzung mit der Luzerner Kunst- und Kulturszene soll dabei neue Impulse für ihre Arbeit setzen.
„Mit Jenny Alten wählt die Jury eine Künstlerin, deren installative und ortsspezifische Praxis in besonderer Weise mit dem Neubad als historisch und gesellschaftlich geformten Ort korrespondiert. In ihren künstlerischen Projekten übersetzt sie komplexe theoretische Fragestellungen – etwa zu kollektiver Autonomie, Abhängigkeiten und Machtverhältnissen in Systemen – in klare, zugängliche und ebenso poetische Installationen. Das im Luzerner Neubad geplante Projekt aktiviert das Gebäude als zirkulierendes, pulsierendes Flüssigkeitssystem und macht das Gebäude selbst zu einem ,pulsierenden Organ‘, indem es seine Geschichte als Ort von Regulation, Fürsorge, Genuss und Kontrolle sinnlich erfahrbar hinterfragt“, erklärt die Jury in ihrem Votum.
Der Residenzzeitraum erstreckt sich von Anfang April bis Mitte Juni 2026. Sowohl in Luzern als auch in Potsdam sind öffentliche Formate geplant. Insgesamt wurden sechs Bewerbungen von in Potsdam ansässigen Künstlerinnen und Künstlern für das Residenzprogramm der Städtepartnerschaft eingereicht. Die Auswahl der Künstlerin erfolgte durch eine Fachjury, bestehend aus Petra Schmidt Dreyblatt, Geschäftsführerin des Brandenburgischen Verbands Bildender Künstler:innen, Jens-Uwe Sprengel, Künstlerischer Leiter des T-Werk Potsdam, und Christine Thalmann, Leiterin „Aktuelle Kultur“ im Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Das Residenzprogramm zwischen Potsdam und Luzern knüpft an das Handlungsfeld „Internationalität“ der kulturpolitischen Strategie der Landeshauptstadt Potsdam an. Mit dem Programm soll die kulturelle Zusammenarbeit der Partnerstädte vertieft, der internationale Austausch gestärkt und eine Plattform geschaffen werden, auf der Kunst und Kreativität neue Formen des Dialogs und der Kooperation entwickeln können.