Park-and-Ride, Bike-and-Ride und Bushaltestellen für bessere Anbindung an den Regionalverkehr aus dem Potsdamer Norden nach Berlin und in die Innenstadt
Pressemitteilung Nr. 395 vom 17.08.2022

Bahnhof Marquardt wird zur Mobilitätsdrehscheibe

Bahnhof Marquardt wird zur Mobilitätsdrehscheibe. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Robert Schnabel
Bahnhof Marquardt wird zur Mobilitätsdrehscheibe. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Robert Schnabel
Bahnhof Marquardt wird zur Mobilitätsdrehscheibe. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/ Robert Schnabel

Eine bessere Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Plätze für Park-and-Ride, Stellplätze für Fahrräder und eine direkte Schienenverbindung zum Potsdamer Hauptbahnhof sowie nach Spandau und Berlin-Gesundbrunnen: Der Bahnhof Marquardt wird ausgebaut zur Mobilitätsdrehscheibe im Potsdamer Norden. Gemeinsam mit Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Guido Beermann, hat sich Potsdams Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, heute über den Stand der Bauarbeiten vor Ort informiert. 

„Wenn wir die Verkehrswende voranbringen wollen, müssen wir verschiedene Verkehrsmittel sinnvoll miteinander verknüpfen. Die Mobilitätsdrehscheibe Marquardt ist ein richtiger Schritt in diese Richtung. Sie wird zu einem zentralen Umsteigepunkt in die Potsdamer Innenstadt, in andere Potsdamer Orts- und Stadtteile oder nach Berlin. Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung das Vorhaben mit Mitteln in Höhe von über 1,4 Millionen Euro aus dem ‚Programm zur Förderung von Investitionen für den öffentlichen Personennahverkehr‘ unterstützt“, sagt Minister Beermann.

„Hier wird ein erster wichtiger Baustein zur besseren Erschließung des Potsdamer Nordens durch den ÖPNV umgesetzt. Die Arbeiten gehen gut voran. Wir erweitern attraktive Möglichkeiten zum Wechsel auf Verkehrsmittel des Umweltverbundes und hoffen, so einen möglichst großen Teil des in die Stadt ein- oder aus der Stadt herausfließenden Verkehrs umzulenken – vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Personennah- und Regionalbahnverkehr oder das Fahrrad“, ergänzt Bernd Rubelt.

Konkret entsteht am Bahnhof Marquardt eine Park-and-Ride-Anlage mit 100 Stellplätzen, davon zehn Stellplätze mit Elektro-Säulen, eine Buswendeanlage mit drei Haltepunkten sowie Betriebshalten, darüber hinaus Abstellmöglichkeiten als Bike-and-Ride-Stellplätze für 60 Fahrräder sowie eine Fahrradverleihstation von nextbike. Ein Standort für eine Citytoilette ist außerdem vorgesehen. Die Anbindung der nördlichen Ortsteile Satzkorn und Fahrland – und perspektivisch auch des neu entstehenden Stadtquartiers Krampnitz – an die Drehscheibe Marquardt über die B273 wird durch die beiden Kreisverkehre in Richtung Fahrland und Satzkorn verbessert: Die Fahrbahndecken der Kreisverkehre werden erneuert; Giesbuchten und Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger derzeit angelegt. Diese Leistungen übernimmt der Landesbetrieb für Straßenwesen. Vom Kreisel Satzkorn entsteht zudem ein befestigter gemeinsamer Geh-/Radweg zum Bahnhof.

Mit der Anbindung an die B273 wird ab Dezember dieses Jahres auch der Busverkehr aus Fahrland direkt an den Bahnhof Marquardt herangeführt. Dann soll auch die Park-and-Ride-Anlage fertig und nutzbar sein. Mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn Mitte Dezember fährt die Regionalbahn der Linie 21 von Wustermark über Berlin-Spandau und Berlin-Jungfernheide nach Berlin-Gesundbrunnen und bietet eine Direktanbindung von Potsdam Hauptbahnhof über Marquardt nach Berlin-Spandau und Berlin-Gesundbrunnen ohne Umstieg in Wustermark.

Die Gesamt-Baukosten liegen bei rund 3 Millionen Euro.