Pressemitteilung Nr. 374 vom 27.07.2022

Hitze und Waldbrandgefahr in der Landeshauptstadt Potsdam

In Potsdam gilt derzeit Waldbrandwarnstufe 4. Foto: Foto: stock.adobe.com/ Animaflora PicsStock
In Potsdam gilt derzeit Waldbrandwarnstufe 4. Foto: Foto: stock.adobe.com/ Animaflora PicsStock
In Potsdam gilt derzeit Waldbrandwarnstufe 4. Foto: Foto: stock.adobe.com/ Animaflora PicsStock

Mehrmals hat es in diesem Sommer bereits größere Waldbrände im Land Brandenburg gegeben. Auch Kameradinnen und Kameraden der Potsdamer Feuerwehr haben in Elbe-Elster, sowie in Beelitz und Treuenbrietzen bei den Löscharbeiten oder der Einsatzleitung unterstützt. Über die aktuelle Lage der Waldbrandgefahr in der Landeshauptstadt Potsdam haben heute der Leiter Gefahrenabwehr der Feuerwehr Potsdam, Rainer Schulz, sowie die Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, Brigitte Meier, informiert.

„Das Risiko eines Brandes bei Waldbrandwarnstufe drei, vier oder fünf ist in der Stadt bei gleichem Baumbestand dasselbe wie in anderen Teilen des Landes“, sagt Rainer Schulz, Leiter Gefahrenabwehr der Potsdamer Feuerwehr und ergänzt: „Die Ursachen eines Waldbrandes können dabei vielfältig sein. Ein falsch geparkter Pkw, bei dem der Katalysator den Bodenbewuchs entzündet, kann genauso einen Waldbrand auslösen, wie jemand, der trotz Verbot im Wald raucht oder grillt. Nicht umsonst gilt bei Waldbrandwarnstufe 5 ein Betretungsverbot.“ Eine schnelle Brandentdeckung ist nach Ansicht des stellvertretenden Feuerwehrchefs das A und O um ein Feuer mit einer überschaubaren Zahl an Einsatzkräften rasch bekämpfen zu können.

Brigitte Meier sagt: „Der Klimawandel verstärkt gerade hier bei uns in Brandenburg die Gefahr von Waldbränden. Um Brände in der Landeshauptstadt Potsdam nach Möglichkeit zu vermeiden ist es besonders wichtig, aufmerksam zu sein. Die strikte Einhaltung von Vorgaben entsprechend der Waldbrandstufen helfen, Brände zu vermeiden.“

Die Landeshauptstadt Potsdam weist aktuell 25 % Waldfläche und 30% Landwirtschaftsfläche aus, die in den Trockenperioden besonders gefährdet sind. Dazu zählen insbesondere der Forst Potsdamer Heide, Katharinenholz, Wildpark-Pirschheide, Sacrow-Königswald und die Parforce-Heide. Die Herausforderung für die Gefahrenabwehr besteht in der Löschwasserversorgung in unwegsamen Gebieten sowie auch die unmittelbare Nähe einiger Wohngebiete zu den Wald- und Landwirtschaftsflächen.

Für die Feuerwehr Potsdam hat es in den Jahren 2020-2022 insgesamt 51 Einsätze mit Wald- und Flächenbränden in der Landeshauptstadt Potsdam gegeben. Im Jahr 2020 waren das für die Kameraden zusammengerechnet ein halber Hektar Brandfläche, also 5000 Quadratmeter. Diese Zahlen zeigen, dass es sich in Potsdam bislang um andere Dimensionen handelt, als in Potsdam-Mittelmark oder aktuell in Elbe Elster (850 Hektar). In Beelitz und in Treuenbrietzen waren jeweils mehr als 200 Hektar Fläche betroffen.

„Wir hatten in Potsdam glücklicherweise noch nie so ein Szenario in einer geschlossenen Waldfläche.“, sagt Rainer Schulz. „Bei Einsätzen, in denen wir als Landeshauptstadt benachbarte Landkreise im Einsatz unterstützen, wurden und werden immer ausreichend Kräfte für Einsatzszenarien in Potsdam zurückgehalten. Es ist also auf keinen Fall so, dass wir bei solchen Einsätzen die Gefahrenabwehr der Stadt vernachlässigen“, so Schulz.

Aktuell sind trotz der anhaltenden Trockenheit und der aktuellen Waldbrandwarnstufe 4 derzeit alle Kräfte der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr in ihren Standorten.