Pressemitteilung Nr. 227 vom 13.05.2022

Rundgang und Projektvorstellung auf dem Lottenhof

Lottenhof in Potsdam-West. Foto: Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e.V.
Lottenhof in Potsdam-West. Foto: Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e.V.
Lottenhof in Potsdam-West. Foto: Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e.V.

Die Landeshauptstadt Potsdam lädt in Kooperation mit dem Verein Stadtteilnetzwerk Potsdam-West e.V. und dem Förderverein Lottenhof e.V. am 14.05.2022 ab 14:00 Uhr Nachbarinnen und Nachbarn, Akteurinnen und Akteure des Platzes sowie alle Interessierten zum Rundgang und zur Projektbesichtigung auf das Gelände der Geschwister-Scholl-Straße 34, zu einem Rundgang auf dem Lottenhof ein.

Anlass ist der bundesweit ausgetragene Tag der Städtebauförderung. Die Fördermittel in Höhe von rund 2,0 Millionen Euro im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Vorbereitungen zur Sanierung des Lottenhofes nun in die Umsetzung gehen können. Ziel des Vorhabens ist es, ein Kultur-, Nachbarschafts- und Begegnungszentrum als Ort sozialer und kultureller Integration zu entwickeln. Der Förderzeitraum erstreckt sich über vier Jahre.

Die Veranstaltung findet im Beisein von Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg statt, die die Schirmherrschaft für das Sanierungsvorhaben Lottenhof übernommen hat: „Der Lottenhof in Potsdam-West ist mehr als nur ein Kiez-Treff. Das heutige Nachbarschafts- und Begegnungszentrum ist nicht nur ein Ort Miteinander und Kultur auch mit kleinem Geldbeutel zu erleben. Die ehemalige „Scholle 34“ ist selbst als architektonisches Juwel der Ostmoderne ein Kulturgut. Weil mir der Ort und seine Menschen am Herzen liegen und jede Unterstützung wert sind, habe ich mich bereits in meiner Zeit als Bundestagsabgeordnete für die Förderung der Sanierung über das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus eingesetzt. Ich freue mich, dass die Rettung des Lottenhofes nun voranschreitet. Dass ich das Sanierungsprojekt als Schirmherrin begleiten darf, ist mir nicht nur eine große Ehre, es macht mich auch wirklich froh.“

Eine der ersten sichtbaren Maßnahmen in der Umsetzung war die Sicherung der Saaldeckenkonstruktion. Sie prägt mit ihren Pylonen das markante architektonische Außenbild. Ihr Erhalt war Ziel einer umfangreichen Wintersicherung mit dem Aufstellen von inneren Stützen im Auftrag der Landeshauptstadt durch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Die Stiftung ist als Eigentümerin der Liegenschaft Kooperationspartnerin in dem Vorhaben.

Maßgeblich getragen wird das Vorhaben durch ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement. Der Verein Stadtteilnetzwerk Potsdam West e.V. und der Förderverein Lottenhof e.V. setzen sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für das Projekt ein. Seit 2015 entwickelt und koordiniert der Verein Stadtteilnetzwerk Potsdam West e.V. mit finanzieller Unterstützung der Landeshauptstadt auch die Aktivitäten auf dem Gelände. Unter anderem wurde mit Fördermitteln des Fachbereichs Wohnen, Arbeit und Integration das Sanierungs- und Nutzungskonzept entwickelt. Gregor Jekel, Fachbereichsleiter für Wohnen, Arbeit und Integration sagt dazu: „Wichtig an dem Vorhaben – und das macht unter anderem seine nationale Bedeutung aus – ist der partizipative Ansatz. Es soll keine Hochglanzsanierung umgesetzt werden, sondern eine gemeinsame Entwicklung des Vorhabens mit den künftigen Nutzerinnen und Nutzern aus Zivilgesellschaft und Nachbarschaft.“

Ab sofort wird das Vorhaben zusätzlich durch einen Beirat begleitet. Seine Zusammensetzung und Einbindung in das Vorhaben werden im Rahmen des Programms zum Tag der Städtebauförderung vorgestellt. Juliane Arasin, 2. Vorsitzende des Vereines Stadtteilnetzwerk Potsdam West e.V., erläutert zur öffentlichen Bekanntmachung des baubegleitenden Beirates: „Mit der Gründung des Beirates wird der erste Schritt im Beteiligungsprozess zum Sanierungsvorhaben getan, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Stiftung, der Stadt und dem Projektsteuerer. Wir nehmen die Rolle als Nachbarschaftsvertreter:innen im Beirat ein und rufen die Menschen im Kiez dazu auf, ihre Anliegen in Bezug auf die Sanierung an uns heranzutragen.“