Richtfest für den Babelsberger Neubau des AIP

Oberbürgermeister Mike Schubert mit der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle, Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Sprecher des Vorstandes am AIP und Wolfram Rosenbach, administrativer Vorstand AIP beim Richtfest für den Babelsberger Neubau des AIP
Oberbürgermeister Mike Schubert mit der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle, Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Sprecher des Vorstandes am AIP und Wolfram Rosenbach, administrativer Vorstand AIP beim Richtfest für den Babelsberger Neubau des AIP
Oberbürgermeister Mike Schubert mit der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle, Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Sprecher des Vorstandes am AIP und Wolfram Rosenbach, administrativer Vorstand AIP beim Richtfest für den Babelsberger Neubau des AIP. Foto LHP/Mareike Doepner

Nach der Grundsteinlegung im Oktober ragt das geplante Mehrzweckgebäude des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) bereits in seiner vollen Größe aus dem Boden. Aus diesem Anlass feierte das Institut heute mit rund 200 Gästen das Richtfest für den Neubau. Die Grußworte sprachen Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam Mike Schubert.
Nach einer Begrüßung durch den Sprecher des Vorstands und wissenschaftlichen Vorstand Prof. Dr. Matthias Steinmetz und den Grußworten der Ehrengäste hob der Polier der beteiligten Baufirma am Ort des zukünftigen Haupteingangs den Richtkranz und widmete dem entstehenden Gebäude einen feierlichen Richtspruch.
Wolfram Rosenbach, Administrativer Vorstand am AIP, lobt den raschen Fortschritt des Bauprojekts: „Wir sind sehr froh, dass die erste wichtige Etappe des Neubaus schneller als geplant fertig geworden und auch im Kostenrahmen geblieben ist.“

Forschungsministerin Dr. Manja Schüle: „Richtfest für die Zukunft am Standort mit Tradition: Das neue Gebäude des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam führt Spitzenforschung und ‘echtes Leben‘ in einem Haus zusammen. Nachdem sich die Zahl der AIP-Beschäftigten in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt hat, wird mehr Platz dringend gebraucht – für den Blick zu den Sternen und für Begegnungen auf der Erde. Im Neubau kommen außer Büro- und Konferenzräumen auch eine Institutskantine und Ausstellungsflächen unter, auf der historische Geräte und Instrumente gezeigt werden. Das AIP wird auch baulich seiner gewachsenen Bedeutung als führendes Zentrum astrophysikalischer Forschung gerecht und gewinnt als Gastgeber von wissenschaftlichen Events weiter an internationaler Strahlkraft. Dafür investieren wir gerne 11,5 Millionen Euro. So funktioniert Zukunft ‘Made in Brandenburg‘. Ich wünsche für die weiteren Bauetappen bestes Gelingen!“

Der Rohbau mit Blick auf das denkmalgeschützte und gemischt historische und moderne Ensemble des AIP in Babelsberg vermittelt bereits einen Eindruck von den geplanten Flächen. Der zukünftige Ausstellungsbereich für Exponate wie historische Instrumente in der Eingangshalle und der geplante Konferenzsaal für bis zu 199 Gäste dienten als Veranstaltungsort. Insgesamt wird der Bau eine Nutzfläche von 2.620m² besitzen und vor allem Besprechungs- und Büroräume für die wachsende Zahl der Mitarbeitenden des Instituts bereitstellen. Ebenso ist ein gehobener Mensabetrieb vorgesehen.

Mike Schubert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam, erklärt: „Mit dem heutigen Richtfest hat ein wichtiges Neubauvorhaben für Potsdam als Wissenschaftsstandort einen großen Schritt nach vorn gemacht. Mit Blick auf die bisherige Hochbauphase war dies zudem ein wirklich schneller Schritt. Mit dem Neubau wird das AIP zusätzliche Räume für die herausragende Forschung, die hier geleistet wird, gewinnen. Für die Fertigstellungsphase des Neubaus wünsche ich dem AIP viel Erfolg und ich hoffe, dass sich das beachtliche Tempo des Baugeschehens weiter durchhalten lässt.“

Der Bau begann im Februar 2021 mit bauvorbereitenden Maßnahmen. Im August starteten die Rohbauarbeiten, im Oktober desselben Jahres fand die feierliche Grundsteinlegung mit 200 Gästen statt. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Mitte 2024 vorgesehen. Das Berliner Büro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten setzt das Neubauvorhaben um.

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.