Aktion Stolpersteine

Meta Hirschberg, geborene Katzmann

Meta Hirschberg, laut Aussagen von Bekannten, “eine der liebenswertesten, edelsten und kultiviertesten Frauen ihrer Zeit”, war Hausfrau und Mutter des Gastroenterologen Fritz Hirschberg. Sie floh nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Norwegen und wurde von dort während der deutschen Besatzung am 26. November 1942 in das Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau deportiert. Meta Hirschberg, geborene Katzmann, wurde am 4. Mai 1865 in Magdeburg-Sudenburg geboren. Sie war das dritte von sechs Kindern von Siegmund und Henriette Katzmann. Am 2. Februar 1888 heiratete sie in ihrem...» mehr

Josef Apriasky und Klara Apriasky, geb. Levi

Josef und Klara Apriasky lebten über 20 Jahre in Potsdam und waren Mitglieder der jüdischen Gemeinde, in der Josef Apriasky als ehrenamtlicher Kantor wirkte. Das Paar wurde 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet. Ihre beiden Kinder überlebten den Holocaust. Josef Apriasky wurde im ostpeußischen Georgenburg am 7. November 1879 geboren, seine Frau Klara, geborene Levi (Levy), in Gollantsch in Posen am 17. Januar 1892. Josef Apriasky ließ sich um 1917 in Potsdam nieder. Mit seiner Frau und den Kindern, Art(h)ur, geboren am 6. Juni 1910 und Bertha, geboren am 9. Oktober 1914, lebte das Paar...» mehr

Fritz Abraham und Johanna Abraham, geb. Fleischer

Johanna Abraham führte mit ihrem Ehemann Julius Abraham viele Jahre ein Bekleidungsgeschäft in Nowawes. 1939 verstarb Julius Abraham; Johanna versuchte ihren Lebensabend im Altersheim der Jüdischen Gemeinde in Berlin zu verbringen. Sie wurde jedoch nach Theresienstadt deportiert, wo sie starb. Sohn Fritz gelang es, aus Deutschland herauszukommen und überlebte die NS-Zeit in Großbritannien. Johanna Fleischer wurde am 28. März 1868 in Neuendorf (Czarnowo), Kreis Crossen (Krosno Odrzańskie) in der Familie des jüdischen Kaufmanns Samuel Fleischer und seiner Frau Liebchen, geborene Wolffsky,...» mehr

Johanna Margarethe Stern, geborene Lippmann

Johanna Margarethe Stern wurde im April 1943 in den Niederlanden festgenommen. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und im Alter von 70 Jahren umgebracht. Ihre Tochter Luise Henriette und ihr Schwiegersohn erlitten das gleiche Schicksal. Johanna Margarethe Stern, geborene Lippmann, kam am 6. Januar 1874 als Kind von Theodor Lippmann und Caecilie Gerschel in Berlin zur Welt. Sie war die Zweitälteste von insgesamt fünf Kindern. Gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann Samuel Siegbert Stern bekam sie vier Kinder: Hilde Sophie, John Martin Stevens, Luise Henriette und Annie Regina. Samuel Siegbert...» mehr

Rosa Fabian

Rosa Fabian, geborene Hauer, entstammte einer jüdischen Familie in Potsdam, die über Jahrzehnte ein Wäsche- und Wollwarengeschäft in der Innenstadt betrieb. Sie wurde 1942 von den Nationalsozialisten deportiert und in Auschwitz ermordet. Ihre Tochter überlebte den Holocaust. Rosa Fabian, geborene Hauer, wurde am 3. Juli 1880 in Potsdam in eine jüdische Familie hineingeboren. In der heutigen Wilhelm-Staab-Straße 20 wuchs sie mit fünf Geschwistern auf, von denen zwei bereits in frühen Jahren verstarben. Ihr Vater Emil Hauer besaß viele Jahre ein Geschäft für Wäsche- und Wollwaren zuerst in der...» mehr

Annemarie Siegfried

Die Medizinstudentin Annemarie Siegfried hatte den größten Teil ihres Lebens in Potsdam verbracht und dort die Schule besucht. Nach einem Nervenzusammenbruch wurde sie ab 1942 in mehrere psychiatrische Kliniken eingeliefert. Am 12. Juli 1943 verstarb sie als Euthanasieopfer des Nationalsozialismus. Annemarie Siegfried wurde am 4. Februar 1920 in Potsdam geboren. Sie war die zweite Tochter des Arztes und Regierungsmedizinalrates Karl Siegfried und seiner Ehefrau Paula, geborene Wernich. Karl Siegfried diente im Ersten Weltkrieg und arbeitete im Versorgungskrankenhaus in Potsdam. Annemarie...» mehr

Dr. Alfred Rothschild und Paula Rothschild, geb. David

Paula Rothschild, geborene David, war in erster Ehe mit Julius Rubinski verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hatte. Ihr Lebensmittelpunkt lag in einem Anwesen am Heiligen See, das bis heute unter der Bezeichnung „Landhaus Rubinski“ bekannt ist. Ihr zweiter Ehemann, Dr. Alfred Rothschild, war ein Arzt jüdischer Herkunft und Verfasser eines Standardwerkes der Urologie. Die Nationalsozialisten vertrieben sie aus der Villa. Dann folgte die Deportation und Ermordung. Alfred Rothschild wurde am 23. Dezember 1866 in Freiburg/Breisgau geboren. Obwohl seine Elternm, Julia Seligmann und Jacob...» mehr

Hugo und Alice Herzer

Hugo Herzer betrieb in Berlin eine erfolgreiche Großhandlung für Damenstoffe und lebte mit seiner Frau Alice und zwei Kindern in Potsdam. Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurden Hugo und Alice Herzer im Nationalsozialismus entrechtet und ihres Eigentums beraubt. Die Flucht nach Frankreich bewahrte sie nicht vor der Deportation und Ermordung. Ihren Kindern dagegen gelang die Flucht aus Deutschland. Hugo Herzer wurde am 26. Januar 1872 in Berlin in eine jüdische Kaufmannsfamilie hineingeboren. Auch er wurde Kaufmann und handelte mit Kleidungsstoffen. Von 1929 bis 1939 war er Alleininhaber der...» mehr

Wilhelm Marquardt

Wilhelm Marquardt, Sohn eines Arbeiters der Lokfabrik Orenstein & Koppe in Nowawes (Babelsberg), leistete entschiedenen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1938 von der Gestapo verhaftet, starb der Kommunist in einer Zelle des Chemnitzer Polizeipräsidiums an den Folgen der Einkerkerung. Am 18. Februar 1908 wurde Wilhelm Marquardt in Berlin-Gesundbrunnen in der Familie des Kupferschmieds Willy Marquardt und seiner Frau Charlotte Marquardt, geborene Drucks, geboren. Vater Willy nahm eine Arbeit in der Lokfabrik von Orenstein & Koppel in Nowawes-Neuendorf an, und so zog die Familie...» mehr

Erika Lövin

Erika Lövin entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Mit 14 Jahren wurde sie Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend, später auch des Kommunistischen Jugendverbandes. 1933 flüchtete sie vor den Nationalsozialisten und verließ ihre Wahlheimat Nowawes, um zunächst nach Prag, dann nach Göteborg zu emigrieren. Dort überlebte sie den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg. Erika Lövin wurde am 22. Januar 1911 in der Familie des jüdischen Kaufmanns Martin Lövin und der Schweizerin Blanche Clerc in Berlin geboren. Mit 14 Jahren wurde sie Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend...» mehr

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