Potsdams Ideen-Budgets 2026 zeigen, wie groß das Engagement in den Stadt- und Ortsteilen ist. So wurden in der Waldstadt, in Uetz-Paaren sowie beim Akzeptanz-Budget zahlreiche Ideen entwickelt, öffentlich diskutiert und bewertet. Das Beteiligungsangebot ermöglicht es allen interessierten Menschen, ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten, neue Impulse zu setzen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Waldstadt: Acht Ideen für ein lebendiges Miteinander
Für das Ideen-Budget 2026 in der Waldstadt wurden insgesamt 22 Projektideen gezählt. Nach einer formalen Prüfung wurden 18 zugelassen und von einer Kiez-Jury aus zehn engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern bewertet. Ergänzend dazu fand eine öffentliche Abstimmung statt, an der sich vom 9. bis 24. März sowohl online als auch direkt vor Ort in Begegnungshäusern und in den Schulen mehr als 900 Menschen beteiligten. Die finale Entscheidung ergab sich aus der Kombination von Jury-Bewertung und öffentlichem Voting.
Ausgewählt wurden acht Projekte für ein lebendiges Miteinander, darunter neue Treff- und Sitzgelegenheiten im Generationen-Garten an der Waldstadtgrundschule, eine Hüpfburg sowie ein Musiksystem zur gemeinschaftlichen Nutzung im Stadtteil, das Ferienangebot „Werkeln mit Opa“, Verschönerungsmaßnahmen im Bürgertreff, ein gemeinsames Trainingsangebot, das Sommer-Open-Air-Format „Dinokino“ sowie die Finanzierung einer Bodenplakette am „Keiler“ zur Erinnerung an den Künstler Horst Misch.
Uetz-Paaren: Hohe Beteiligung und vier konkrete Vorhaben
Beim Ideen-Budget 2026 in Uetz-Paaren wurden insgesamt 69 Ideen eingereicht. Eine öffentliche Jury sichtete diese und fasste ähnliche zusammen. 22 Projekte wurden schließlich zugelassen. Die öffentliche Abstimmung fand vom 16. Februar bis 10. März statt. 265 Menschen, und damit über die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner der beiden Ortsteile, haben abgestimmt. Die Ergebnisse wurden am 27. März 2026 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Paaren vorgestellt.
Zu den ausgewählten Projekten zählen die Anschaffung einer solarbetriebenen Tempo-Anzeige und zweier großer Festzelte für Veranstaltungen in beiden Ortsteilen, die Gestaltung eines neuen Treffpunkts am Walnussbaum in Paaren sowie die Erneuerung der Kegelbahn im Angelverein Wublitzfischer in Uetz.
Akzeptanz-Budget: Fünf Projekte für ein inklusives Potsdam
Auch das erste Potsdamer Akzeptanz-Budget stieß auf großes Interesse. Insgesamt wurden 31 Vorschläge eingereicht. Am 27. März bewertete eine öffentliche Jury die Projekte und entschied, welche gefördert werden.
Fünf Vorhaben werden nun bis zum Ende des Jahres 2026 umgesetzt – alle mit dem Ziel, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen. Das Projekt „Stark im Klang“ ermöglicht barrierefreie Musik-Workshops und Auftritte. Mit dem „KulturTandem“ sollen Musik-, Tanz- und Gesangsveranstaltungen durch neue Begegnungen inklusiv erlebbar gemacht werden. Bei „Zirkus trifft Musical“ verbinden Kinder und Jugendliche einen Theaterkurs mit Musical-Elementen und präsentieren ihre Aufführung so, dass letztlich alle daran teilhaben können. Die „inklusive Schreibwerkstatt“ will einen kreativen Austausch und barrierefreie Literatur fördern. Nicht zuletzt wird ein Spaziergang um den Aradosee in Babelsberg finanziert, bei dem Menschen mit Behinderung selbst Führungen übernehmen, Geschichten erzählen, Filme zeigen und somit den Rundweg gemeinsam erleben.
Hintergrund: Potsdams Ideen-Budgets bereichern die Stadt
Für die Ideen-Budgets 2026 stehen insgesamt 120.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen konkrete Maßnahmen bis zum Ende des Jahres umgesetzt werden. Bereits in Fahrland und Umgebung, der Innenstadt sowie für Seniorinnen und Senioren wurden im Frühjahr insgesamt 18 verschiedene Projekte ausgezeichnet und gefördert.
Alle Informationen zu den Ideen-Budgets sowie eine Übersicht der geförderten Projekte finden Interessierte unter Potsdam.de/Ideen-Budget