Landeshauptstadt schreibt 18. Integrationspreis aus / Bewerbungsfrist bis 28. August
Pressemitteilung Nr. 268 vom 31.05.2022

Bestes Potsdamer Integrationsprojekt gesucht

Die Bewerber*innen des Integrationspreises 2021. Foto: Olaf Gutowski
Die Bewerber*innen des Integrationspreises 2021. Foto: Olaf Gutowski
Die Bewerber*innen des Integrationspreises 2021. Foto: Olaf Gutowski

Zum 18. Mal wird in diesem Jahr der Integrationspreis der Landeshauptstadt Potsdam ausgeschrieben. Bis zum 28. August können sich Träger, Organisationen und Verbände, private Initiativen, Vereine, Einzelpersonen und Bürgerinitiativen, Schulen und Kindergärten und andere um den Integrationspreis bewerben. Die diesjährigen Schirmherren sind Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Pete Heuer, und Fereshta Hussain, Vorsitzende des Migrantenbeirates. Das diesjährige Motto lautet „Solidarität“ und nimmt Bezug auf die aktuellen Ereignisse sowie das Engagement der Potsdamer Zivilgesellschaft.

„Solidarität ist eine wichtige Säule unserer Integrationsarbeit“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert. „Ohne das zivile Engagement der Potsdamer*innen wäre vieles gar nicht möglich. Das haben wir sehr eindrucksvoll in den letzten Wochen und Monaten gesehen. Ich möchte allen Ehrenamtlichen für die vielseitige Unterstützung herzlich danken!“, so Schubert. Für den Integrationspreis können sich alle bewerben, die erfolgreich Ideen kommunaler Integrationspolitik entwickelt haben und sie nachhaltig anwenden.

Pete Heuer, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung: „Die Hilfsbereitschaft der Potsdamerinnen und Potsdamer nach dem verbrecherischen Überfall der Russischen Föderation auf das Nachbarland Ukraine hat es erneut unter Beweis gestellt: es gab und gibt eine große Hilfsbereitschaft und großes Engagement, damit die Aufnahme und Integration von Geflüchteten in unsere Stadtgesellschaft gelingt. Integration ist keine Einbahnstraße. Sie kann nur gemeinsam gelingen. Preisverdächtige Ideen werden prämiert und sind zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen.“

Fereshta Hussain, Vorsitzende des Migrantenbeirats hatte den Vorschlag in das Planungskomitee eingebracht, das diesjährige Thema Solidarität auszurufen. Sie sagt: „Solidarität steht in der Landeshauptstadt Potsdam als ein Symbol der Akzeptanz, Toleranz und für ein weltoffenes Miteinander. Die Stadt Potsdam bekennt sich weiterhin zu ihrer Vielfalt und gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus. Diesen Ansprüchen gerecht zu werden funktioniert nur mit Solidarität innerhalb der Gesellschaft!“

Die Beauftragte für Migration und Integration Dr. Amanda Palenberg ergänzt: „Es ist wirklich beeindruckend, wie solidarisch sich die Potsdamer Gesellschaft mit ukrainischen Geflüchteten aktuell zeigt. Ich appelliere dafür, nun nicht diejenigen zu vergessen, die bereits seit vielen Jahren hier leben und immer noch um ihre Integration kämpfen. Daher richtet sich der Preis ausdrücklich nicht nur an Initiativen, die Ukrainer*innen unterstützen, sondern an alle, die sich in der Integrationsarbeit engagieren. Ich möchte vor allem Migrantenselbstorganisationen auffordern, sich zu bewerben“

Integration und Inklusion spielt auch für das städtische Unternehmen ProPotsdam eine wichtige Rolle. Daher stiftet die ProPotsdam im Rahmen des Integrationspreises erneut einen ‚Sonderpreis Nachbarschaft‘. Mit seiner Hilfe werden Projekte gewürdigt, die dem nachbarschaftlichen Zusammenleben verschiedener Kulturen und Generationen dienen und die Integration von Geflüchteten in den Quartieren voranbringen. Dazu der ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal: „Das vielfältige Engagement der Potsdamer*innen in den Kiezen ist nach wie vor groß. Auch für uns als Wohnungsunternehmen spielen die Integration und das soziale Engagement in den Quartieren eine bedeutende Rolle. Mit dem Sonderpreis Nachbarschaft möchten wir auch in diesem Jahr das gut nachbarschaftliche Zusammenleben der Potsdamer*innen und Neu-Potsdamer*innen fördern und ein Zeichen für Solidarität setzen.“

Alle gültigen Bewerbungen werden von einer unabhängigen Jury bewertet. Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, der Stadtverordnetenversammlung, des Migrantenbeirates, der ProPotsdam GmbH sowie der Bereiche Sport, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Als Preisgeld stellt die Landeshauptstadt Potsdam insgesamt 2.000 Euro zur Verfügung, die zu gleichen Teilen in folgenden vier Kategorien vergeben werden: Projektidee, Vereinsarbeit, Einzelleistung sowie Projekte mit Bezug zum Motto der Ausschreibung „Solidarität“. Darüber hinaus stiftet die ProPotsdam GmbH den „Sonderpreis Nachbarschaft“, der mit 1000 Euro dotiert ist.

Die Themen in den Bewerbungen können vielfältig sein: etwa Projekte aus dem Bereichen Bildung und Sport, Kultur und Kunst, Soziales und Nachbarschaft und Kindern, Jugend und Familien. Bei allen Projekten soll die Begegnung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund im Vordergrund stehen. Bewerben können sich auch Projekte, die sich schon einmal beworben hatten. Das Bewerbungsverfahren endet am 28. August 2022.

Die Bewerbungsunterlagen sind zu erhalten und abzugeben beim:
Migrantenbeirat der Landeshauptstadt Potsdam
Friedrich-Ebert-Str. 79-81, Haus 1, R. 148, 14469 Potsdam
Tel.: (0331) 2893346 Fax: (0331) 289843346
Migrantenbeirat@Rathaus.Potsdam.de
Weitere Infos finden Sie unter www.potsdam.de/integrationspreis.

Die Festveranstaltung zur Verleihung des 18. Integrationspreises der Landeshauptstadt findet am 25. September um 14.00 Uhr statt. Die Verleihung des Potsdamer Integrationspreises wird gleichzeitig den Start der Potsdamer Interkulturellen Woche markieren.

 

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