Nominierungsfrist läuft bis 30. April
Pressemitteilung Nr. 118 vom 21.03.2022

Landeshauptstadt vergibt dieses Jahr erstmals den Inklusionspreis

Beauftragte für Menschen mit Behinderung Dr. Tina Denninger. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Robert Schnabel
Beauftragte für Menschen mit Behinderung Dr. Tina Denninger. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Robert Schnabel
Beauftragte für Menschen mit Behinderung Dr. Tina Denninger. Foto: Landeshauptstadt Potsdam/Robert Schnabel

Der Inklusionspreis der Landeshauptstadt Potsdam wird im Jahr 2022 erstmals vergeben, die Preisverleihung findet am 31. Mai 2022 statt.In Potsdam engagieren sich viele Menschen für eine inklusive Gesellschaft, in der die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung selbstverständlich ist. Mit der Verleihung des ersten Potsdamer Inklusionspreises möchte die Landeshauptstadt diese Arbeit sichtbar machen und würdigen.  

Eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Stadtöffentlichkeit erarbeitete das Konzept für den Preis. Für den Preis können sich Organisationen, Projekte, Initiativen aber auch Einzelpersonen, die sich für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Potsdam einsetzen, bewerben. Ebenso können diese auch von anderen nominiert werden. Den Themen, in dem sich die Aktivitäten bewegen können, sind keine Grenzen gesetzt. Aus den Bereichen Arbeit, Freizeit, Mobilität, Bildung und allen anderen Lebensbereichen sind Bewerbungen gewünscht.

Uwe Adler, Vorsitzender des Ausschusses Gesundheit, Soziales, Wohnen und Inklusion sagt: „Inklusion bedeutet nicht ein Nebeneinander her leben. Inklusion steht vielmehr für das Miteinander leben. Wir wollen mit diesem Preis besondere Projekte, Initiativen, Organisationen, aber auch Einzelpersonen sichtbar machen. Im Menschsein sind wir alle gleich.“

Bis zum 30. April 2022 haben alle, die sich in Potsdam für Inklusion und Teilhabe einsetzen die Möglichkeit, sich selbst zu nominieren oder sich nominieren zu lassen. Eine sechsköpfige Jury entscheidet dann darüber, wer Preisträger*in sein wird. Zur Jury gehören sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung aus möglichst vielfältigen Bereichen.

Teil der Jury sind

  • Uwe Adler, der Vorsitzende des Ausschusses Gesundheit, Soziales, Wohnen und Inklusion
  • Dr. Tina Denninger, Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam
  • Nicole Doberitz, Mitglied des Brandenburger Athletenrats von Special Olympics Deutschland
  • Stephi Seidel, ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats
  • Ute Warbein, Geschäftsführerin Zeltpunkt Montelino gGmbH
  • Maik Zeh, Bundesstützpunkttrainer Paralympisches Schwimmen Potsdam, Deutscher Behindertensportverband

„Ich freue mich darauf, durch die Auslobung dieses Preises die großartige inklusive Arbeit der vielen kleinen und großen Initiativen in Potsdam sichtbar zu machen und auszeichnen zu dürfen. Das Besondere an diesem Preis ist, dass die Bewerbung möglichst niedrigschwellig gestaltet wurde. So können sich bspw. auch kurzfristig gegründete Initiativen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg bewerben“ sagt die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Dr. Tina Denninger, die das Konzept zum Inklusionspreis mit entwickelt hat und Teil der Jury ist.   

Jury-Mitglied Maik Zeh: „Im Potsdamer Sport gibt es schon viele tolle inklusive Sportprojekte, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam aktiv sind. Als Mitglied der Jury des Inklusionspreises freue ich mich darauf, einen Einblick in viele andere Lebensbereiche und inklusive Projekte über den Sport hinaus zu bekommen, sagt Nicole Doberitz. Sie wünscht sich besonders, dass auch Menschen von außerhalb darauf aufmerksam werden, was in Potsdam an Inklusion stattfindet.

Der Jury sind einige Aspekte bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger besonders wichtig. Dazu gehört, dass die eingereichten Projekte und Aktivitäten möglichst inklusiv und partizipativ sind. Außerdem sollen die Projekte nachhaltig sein und auch dauerhaft etwas für Inklusion und Teilhabe bewirken. Wichtig ist auch, dass Menschen mit Behinderung aktiv beteiligt sind. „Inklusion heißt, alle Menschen werden inkludiert, alle Menschen sind kompetent. Inklusion ist Utopie, fangen wir an, denn ‚alle zusammen‘ ist normal! Ich freue mich, viele Projekte kennen zu lernen“, sagt Ute Warbein.

Die Preisverleihung findet am 31. Mai 2022 von 16 bis 18 Uhr statt. Oberbürgermeister Mike Schubert und die Landesbehindertenbeauftragte Janny Armbruster sind Ehrengäste, die Grußworte an die Teilnehmenden richten. Es erwartet sie außerdem ein buntes Programm mit einem Auftritt des Kinder- und Jugendcircus Montelino, den Pfotenpiloten und Musik. Teil der Ehrung wird auch ein Geldpreis sein.