Pressemitteilung Nr. 411 vom 27.06.2019

Badewasserqualität gut – Vorsicht bei Algenwachstum

Templiner See (© Landeshauptstadt Potsdam)
Templiner See (© Landeshauptstadt Potsdam)
Templiner See (© Landeshauptstadt Potsdam)

Aufgrund der anhaltend warmen Witterung ist bei den nährstoffhaltigen Havelgewässern ein vermehrtes Auftreten von Algen und auch Blaualgen zu erwarten. Darauf weist das Gesundheitsamt Potsdam hin. Bislang ist nur vereinzelt ein Algenwachstum in den Potsdamer Seen zu verzeichnen, primär im Fahrländer See. Vorbeugend möchte das Gesundheitsamt Potsdam aber darauf aufmerksam machen, dass Blaualgen Toxine bilden, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen können. Diese gehen unter Umständen mit Übelkeit, Erbrechen, Hautreizungen und anderen Symptomen einher.

Besonders Kleinkinder sind durch ihr Spielverhalten gefährdet, wenn sie bei starken Algenanschwemmungen im Uferbereich baden und dabei Wasser schlucken. Daher sollten Kleinkinder bei Verdacht auf Blaualgen nicht im Uferbereich spielen. Außerdem vermindert starkes Algenwachstum die Sichttiefe der Gewässer und erschwert bei Notfällen den Einsatz von Rettungsschwimmern. Bei starkem Algenwachstum wird nach dem Baden das Abduschen und Wechseln der Badebekleidung empfohlen. Auch Hunde und andere warmblütige Tiere sind gefährdet.

Die offiziell ausgewiesenen Badestellen, das Waldbad Templin am Templiner See und das Stadtbad Park Babelsberg am Tiefen See, werden in einem Rhythmus von 4 Wochen beprobt. Die Untersuchungsergebnisse liegen weit unter den Grenzwerten der Brandenburgischen Badegewässerverordnung.

Vorsorglich werden ebenfalls in einem 4-wöchentlichem Abstand der Heilige See, der Baggersee am Stern, der Sacrower See, der Groß Glienicker See, der Weiße See, der Lehnitzsee, der Fahrländer See und der Schlänitzsee untersucht. Die vorliegenden Wasserbefunde entsprechen mikrobiologisch den Vorgaben der Badegewässerverordnung und lagen ebenfalls weit unter den Grenzwerten der Brandenburgischen Badegewässerverordnung.

Hinweis
Bereits mit bloßem Auge und an einem leicht muffigen Geruch des Wassers kann man oftmals schon das Vorkommen von Blaualgen erkennen. Es sollte auf das Baden verzichtet werden, wenn man bis zu den Knien im Wasser steht und die Füße nicht mehr sieht.