Pressemitteilung Nr. 382 vom 21.06.2020

Hockeyplätze auf Olympia-Niveau

Eröffnung der neuen Hockey-Anlage nach der Sanierung: Bürgermeister Burkhard Exner. Foto: LHP/jab
Eröffnung der neuen Hockey-Anlage nach der Sanierung: Bürgermeister Burkhard Exner. Foto: LHP/jab
Eröffnung der neuen Hockey-Anlage nach der Sanierung: Bürgermeister Burkhard Exner. Foto: LHP/jab
Blauer Belag für die Hockeyspieler der PSU 04 an der Templiner Straße. Foto: LHP/jab
Blauer Belag für die Hockeyspieler der PSU 04 an der Templiner Straße. Foto: LHP/jab
Blauer Belag für die Hockeyspieler der PSU 04 an der Templiner Straße. Foto: LHP/jab

Die neu sanierten Hockeyplätze auf der Sportanlage an der Templiner Straße haben Bürgermeister Burkhard Exner, der Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service Potsdam, Bernd Richter, und Dietmar Thiele, Vorsitzender des Potsdamer Sport-Union 04 e.V. (PSU) am Samstag, den 20. Juni, zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern eröffnet. Die Sanierung der beiden Hockeyplätze auf der Sportanlage in der Templiner Vorstadt ist somit abgeschlossen. Nach nur knapp vier Monaten Bauzeit können die Hockeyspielerinnen und Hockeyspieler der Potsdamer Sport-Union endlich wieder aktiv werden.

Bürgermeister Burkhard Exner zeigte sich begeistert von der Anlage: „Die 1,2 Millionen Euro, die die Landeshauptstadt über den KIS hier eingebracht hat, sind für so attraktive und zudem Olympia-konforme Hockeyplätze bestens angelegtes Geld. Und diese Maßnahme ist nicht nur ein Referenzprojekt für die gute Zusammenarbeit von Sportvereinen und Landeshauptstadt, es ist ohnehin ein hervorragendes Beispiel für erfolgreiche Bürgerbeteiligung in Potsdam. Denn die Sanierung der Sportplätze in der Templiner Straße stammt aus dem Bürgerhaushalt und ich bin sehr zufrieden, dass die Umsetzung dieses Vorschlages so gut gelungen ist. Mein Dank geht an alle Beteiligten.“    

Im Rahmen der Baumaßnahme wurden die Kunstrasenbeläge der beiden Plätze komplett erneuert. Ferner konnte der bisher lediglich zu Trainingszwecken nutzbare zweite Platz auf Wettkampfformat erweitert werden, dazu war eine Verbreiterung um etwa fünf Meter erforderlich. Und schließlich konnten auch über die Jahre erfolgte teils erhebliche Bodenabsenkungen, auf Teilen der Plätze um bis zu 40 cm, ausgeglichen werden. Diese Sanierung der Kunstrasenflächen war nach über 20 Jahren dringend erforderlich, da bereits in den vorherigen Spielzeiten einige Gastmannschaften damit gedroht hatten, nicht mehr in Potsdam antreten zu wollen, weil der veraltete Belag teils erhebliche Verletzungsgefahren barg.

Umgesetzt werden konnte die Maßnahme in einer sehr engen und vertrauensvollen Kooperation zwischen der Landeshauptstadt Potsdam, vertreten durch den Kommunalen Immobilien Service, und den Verein. Dabei war die PSU bereit, selbst die Eigenschaft des Bauherren einzunehmen und zahlreiche Eigenleistungen zu übernehmen, um die Realisierung der Maßnahme zu ermöglichen und die Landeshauptstadt hier auch bei der Projektsteuerung zu entlasten. 

Der Vorschlag, den Kunstrasenplatz der Potsdamer Sportunion in der Templiner Straße zu sanieren, wurde im Bürgerhaushalt 2018/19 eingereicht. Potsdams Kommunaler Immobilien Service wurde daraufhin von der Stadtverordnetenversammlung mit der Realisierung beauftragt.

„Für uns war das schon eine Herausforderung, die Maßnahme mit den Mitteln der Landeshauptstadt in die eigenen Hände zu nehmen und die volle Verantwortung zu übernehmen. Aber die Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam und dem KIS war herausragend; wir haben bei allen Entscheidungen gemeinsam in jeder Hinsicht immer Lösungen gefunden, die für den Sport in Potsdam, für die Potsdamer Sport Union ein Optimum darstellen“, lobt der Vorstand der PSU die Zusammenarbeit. „Die Zusammenarbeit war sehr pragmatisch und absolut herausragend.“  

Der Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service, Bernd Richter, gab das Lob zurück: „Wenn ich mich hier so umschaue und sehe wie schnell und professionell diese Anlage fertiggestellt wurde, dann kann ich Ihnen – sollten Sie eine neue berufliche Herausforderung suchen – umgehend eine Position als Projektentwickler beim KIS anbieten. Denn Sie haben gezeigt, wie man in kurzer Zeit auch komplexe Bauprojekte umsetzen kann.“

Die Baumaßnahme konnte trotz der Corona-Pandemie annähernd innerhalb des Zeitplans umgesetzt wurde. Jetzt stellt sie die Basis dar, auf der die Landeshauptstadt, der KIS und die PSU Potsdamer Sport-Union nun auch die Umwandlung des Fußball-Rasenplatzes an der Templiner Straße in einen Kunstrasenplatz angehen werden. Die Umsetzung Maßnahme soll noch im Herbst abgeschlossen sein. Sie schafft eine deutliche ausgeweitete Kapazität im Vergleich zur recht eingeschränkten Möglichkeiten auf einem Naturrasen. So wird das Gelände an der Templiner Straße zu einer multifunktionalen Sportanlage und die bereits vorhandene Infrastruktur, etwa das Vereinshaus der PSU, wird optimal genutzt. Somit werden auch weiteren Sportvereinen, etwa den Fußballern der Potsdamer Kickers, von Viktoria Potsdam und den Frisbee Spielern der Goldfinger Potsdam neue Möglichkeiten geboten, ohne dass neue zusätzliche Flächen bereitgestellt werden müssen.

Potsdam verfügt nach der Sanierung der beiden Hockeyfelder, die von insgesamt fast 400 Sportlern und 15 Hockeyteams genutzt werden, und zudem Landesstützpunkt Hockey sind, nicht nur über eine gut sanierte Anlage. Vielmehr ist sie aktuell eine der modernsten in Deutschland. Der neue blaue Belag, auf dem voraussichtlich auch die olympischen Hockey-Wettbewerbe in Tokyo 2021 ausgetragen werden, ist zudem auch der ökologisch modernste, aktuell verfügbare Belag – ein aus zu ca. 60% Zuckerrohr bestehenden Bio-Polymer.

Umgesetzt wurde die Maßnahme unter Federführung der Firma polytan GmbH, einem weltweit anerkannten Spezialisten für Hockeyplätze, der zahlreiche Wettkampfstätten von Olympia bis Weltmeisterschaften erfolgreich gebaut hat. Geplant und betreut wurde die Maßnahme vom Planungsbüro Ahner aus Königs Wusterhausen, die ebenfalls im Hockeybereich langjährige Erfahrungen haben.