Leihgabe des Potsdamer Kunstvereins an Museumsdirektorin übergeben
Pressemitteilung Nr. 522 vom 22.08.2019

Kernbestand des Globisch-Nachlasses geht an das Potsdam Museum

Potsdam Museum am Alten Markt (© Landeshauptstadt Potsdam/Christine Homann)
Potsdam Museum am Alten Markt (© Landeshauptstadt Potsdam/Christine Homann)
Potsdam Museum am Alten Markt (© Landeshauptstadt Potsdam/Christine Homann)

Die Direktorin des Potsdam Museums, Dr. Jutta Götzmann, hat heute den Kernbestand der Malerei aus dem Nachlass Hubert Globischs (1914 – 2004) als Leihgabe vom Potsdamer Kunstverein e. V. entgegengenommen. Mit der Dauerleihgabe gelangt der zentrale Kernbestand aus dem Gesamtoeuvre von Hubert Globisch in die Sammlung des Potsdam Museums – ein Bestand, der mit brandenburgischen Stadtansichten und märkischen Landschaften aus allen Schaffensperioden, aber auch politischen Arbeiten und vor allem Spätwerken aus der Serie „Oderflut“ Werke aus allen Schaffensperioden umfasst. „Ich freue mich besonders, dass mit dem beeindruckendem ,Leeren Raum‘ aus dem Jahr 1946 das wohl früheste Werk von Globisch als freiberuflicher bildender Künstler überhaupt in die Sammlung kommt“, so die Museumsdirektorin.

Seit 2011 gibt es die Initiative „Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ zur Unterstützung der Nachlasshalter des Bundeslandes. Der kaum beleuchtete Quellenwert von Künstlernachlässen für die lokale Kultur- und Kunstgeschichte war und ist die Motivation, einen „Mobilen Nachlass-Service“ als neue Arbeitsstruktur entstehen zu lassen und zu entwickeln. Über die Datenbank https://private-kuenstlernachlaesse-brandenburg.de werden unmittelbar unzugängliche Künstlernachlässe digital zugänglich für den Kunstbetrieb (Forschung, Museen, Kunstmarkt, Interessenten).

Den künstlerischen und schriftlichen Nachlass des Landschaftsmalers Hubert Globisch erschließt, bewahrt und vermittelt seit 2005 der Potsdamer Kunstverein. 2007 gab er die erste umfassende deutsch-polnische Monographie „Vom Lauf der Flüsse“ heraus, enthalten ist das Werkverzeichnis der Gemälde. Das digitale Nachlassverzeichnis von insgesamt 271 Gemälden ist seit November 2014 in der Datenbank der privaten Künstlernachlässe online. 28 Werke davon sind als Kernbestand ausgewiesen. Sie verkörpern Globischs Werkentwicklung und zugleich die Substanz seines Œuvres innerhalb des erfassten Nachlassbestands.

Immer wieder hat der Potsdamer Kunstverein in den vergangenen Jahren Schenkungen für das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte vermittelt, auch und gerade im Hinblick auf eine zukünftige ständige Ausstellung zur Kunst der Stadt Potsdam. Erst im vergangenen Jahr konnte das 1984 entstandene Gemälde „Café Rosa“ von Stephan Velten, einem Schüler von Hubert Globisch, über eine Spendenaktion für das Museum erworben werden.