Ausstellung im Konsumhof zeigt Wettbewerb „Kunst am Bau“
Pressemitteilung Nr. 332 vom 30.05.2018

Sichtbar, autark und identitätsstiftend: Ein Kunstwerk für die Motorsporthalle

Marcel Schliep, Christian Keller, Noosha Aubel, Rainer Düvell und Uwe Hackmann bei der Austellungseröffnung
Marcel Schliep, Christian Keller, Noosha Aubel, Rainer Düvell und Uwe Hackmann bei der Austellungseröffnung
Marcel Schliep, Christian Keller, Noosha Aubel, Rainer Düvell und Uwe Hackmann bei der Austellungseröffnung. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Markus Klier
Rainer Düvell stelt seinen Entwurf vor
Rainer Düvell stelt seinen Entwurf vor
Rainer Düvell stelt seinen Entwurf vor. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Markus Klier

Die Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport, Noosha Aubel, eröffnete am 30. Mai 2018 gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stadtkontor Gesellschaft für behutsame Stadtentwicklung mbH, Uwe Hackmann und der kommissarischen Bereichsleiterin Investitionen des Kommunalen Immobilien Service, Petra Hesse, die Ausstellung „Kunst am Bau“ im Anbau der Motorsporthalle. Die Ausstellung ist im Clubraum in der Motorsporthalle bis zum 15. Juni 2018 von 9 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Noosha Aubel sagte bei der Eröffnung: „Ich freue mich, dass hier im Herzen Babelsbergs auf dem traditionsreichen Sportcampus der Motorsporthalle bis zum Herbst eine kreative, überaus gelungene Verknüpfung von Kunst und Sport geschaffen wird. Beide haben viel gemeinsam, denn sie verbinden die Menschen und stiften Identifikation. Und genau diese Verbindung ist im Siegerentwurf von Rainer Düvell sehr gelungen.“

Die Landeshauptstadt Potsdam, vertreten durch den Kommunalen Immobilien Service (KIS) hatte im November 2017 den Wettbewerb „Kunst am Bau für das Bauvorhaben Sporthalle Motor Babelsberg“ ausgelobt. Die Auflage zur Durchführung eines Projekts zur Kunst am Bau resultierte aus der erhaltenen Förderung des Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogrammes Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur zur Sanierung und Erweiterung der Sporthalle Motor Babelsberg.

Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs lautete: „Die Kunst soll identitätsstiftend für die Sporthalle wirken und sich mit der Historie des Standorts und des Gebäudes sowie den geplanten Nutzungen auseinandersetzen.“ Den Teilnehmer*innen des Wettbewerbs wurden seitens des Auslobers verschiedene Kunstbereiche zur Auswahl gestellt. Sie konnten die Nordfassade inkl. der Dachfläche des Eingangsportals nutzen, das Foyer und den Windfang, den Zaun an der nördlichen Grundstücksgrenze oder den Pflasterbelag vor dem Haupteingang.

Aus rund 50 Bewerber*innen wurden sechs Teilnehmer*innen gelost und zwei weitere Teilnehmer*innen wurden gesetzt. Das Verfahren erfolgte als nicht-offener, einstufiger, anonymer Realisierungswettbewerb. Koordiniert wurde der Wettbewerb durch die Stadtkontor Gesellschaft für behutsame Stadtentwicklung mbH. Die acht eingereichten Entwürfe wurden durch die Jury am 22. März 2018 bewertet. Der auf den ersten Rang gesetzte Entwurf wurde dem Auslober zur Durchführung empfohlen. Es handelt sich um ein Kunstwerk von Rainer Düvell, das nach mehreren Wertungsrunden von der Jury am 22. März 2018 ausgewählt wurde und im September 2018 baulich umgesetzt wird. Die Kosten für den Wettbewerb und die Umsetzung belaufen sich auf 75.000 Euro.

In der Begründung der Jury heißt es: „Der Entwurf einer auf die Außenfassade der Motorsporthalle gesetzten Aluminiumkonstruktion zeichnet sich durch eine starke Außenwirkung aus, die den Betrachter gezielt auf die grafische Struktur des Kunstwerks fokussieren lässt. Das Kunstwerk verspricht eine große Sichtbarkeit, die durch die Zeichenhaftigkeit des Entwurfs unterstrichen wird. Der Entwurf steht autark als eigenständiges Kunstwerk auf der Fassade, das einen weiten, nicht zwingend auf die Nutzung des Gebäudes verweisenden Assoziationsrahmen erlaubt.“

Die Jury setzte sich zusammen aus den Fachpreisrichtern Petra Schmidt-Dreyblatt vom Brandenburgischen Verband Bildender Künstler e.V., dem Kuratoren Mike Gessner, der Künstlerin Veronike Hinsberg, der Direktorin des Potsdam Museums, Dr. Jutta Götzmann sowie den Sachpreisrichtern Bettina Schirdewan vom Bereich Kultursteuerung und -marketing der Landeshauptstadt Potsdam, Annelie Rose vom  Kommunalen Immobilien Service und Verena Kluth vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung. Als Sachverständige fungierten Marcel Schliep vom Kommunalen Immobilien Service und Christian Knoch von der Stadtkontor Gesellschaft für behutsame Stadtentwicklung mbh.

Als Gäste waren geladen die Bereichsleiterin Kunst des Berta von Suttner Gymnasiums Beate Skerra, in Begleitung von drei Schülerinnen und der Vereinsvorsitzende des SV Motor Babelsberg, Daniel Keller.
 
Erweiterung und Sanierung der Motorsporthalle
Die heutige Sporthalle Motor Babelsberg wurde 1910 als Industriehalle erbaut und seit 1955 als Sporthalle genutzt. Seit 1993 ist der SV Motor Babelsberg neben dem Schulsport Hauptnutzer
der Sporthalle. Der Verein wurde 1949 als Betriebssportgemeinschaft „Karl Marx“ der VEB Karl Marx Babelsberg gegründet. 1950 wurde der Verein in „BSG Motor Babelsberg“ umbenannt und war bis 1990 unter dem Namen bekannt. Dem Verein verdankt die Halle ihren Namen.

Der Kommunale Immobilien Service saniert und erweitert die Motorsporthalle zurzeit. Im ersten Bauabschnitt erfolgten ab Herbst 2016 der Abbruch eines Seitenflügels und die Errichtung einer Einfeldhalle einschließlich einer barrierefreien Erschließung. Ab Herbst 2017 wurde mit der Sanierung der Altbauhalle begonnen. Der Altbau erhält einen Eingangsbereich und eine innere Erschließung mit einem Wartebereich. Die Sporthalle soll in ihrer technisch-industriellen Anmutung erhalten bleiben. Der ehemalige zentrale Hallenzugang an der Nordfassade wird wieder als zentraler Haupteingang geöffnet und baulich hervorgehoben.

Der Kommunale Immobilien Service investiert hier insgesamt mehr als 6,7 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung dieses traditionsreichen Sportbaus. In im Budget eingeschlossenen  2,1 Millionen Euro Mitteln aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ist auch die Förderung des Wettbewerbs enthalten.