Pressemitteilung Nr. 164 vom 19.03.2015

Sanierung der Villa Carlshagen: Oberbürgermeister begrüßt IHK-Votum

Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute die Entscheidung der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam begrüßt, die Villa Carlshagen zu sichern und weiter zu sanieren. „Ich freue mich darüber, dass diese Entscheidung so getroffen wurde“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Damit ist sichergestellt, dass die denkmalgeschützte Villa nicht weiter verfällt, sondern nutzbar gemacht wird.“

Die Villa wurde um 1900 im klassizistischen Stil als Sommersitz für den jüdischen Bankier Carl Hagen errichtet. Einige Jahre später kamen ein Gästetrakt, ein ovaler Speisezimmer, eine Terrasse und eine Eingangshalle hinzu. Dadurch entstand eine Gesamtnutzfläche von 1.000 Quadratmeter. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 1990 zog eine Kinderklinik für Radiologie in das Gebäude. Danach wurde die Villa an die Erbengemeinschaft rückübertragen und im Jahr 1995 unter Denkmalschutz gestellt.

Im Jahr 2007 kaufte das städtische Wohnungsunternehmen ProPotsdam die verfallene Villa zusammen mit ihrem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück der Erbengemeinschaft ab und sicherte sie notdürftig gegen den weiteren Verfall. Seit dem 1. Januar 2012 ist die IHK der Eigentümer der Villa, die ursprünglich beabsichtigte, dort ein Schulungs- und Ausbildungszentrum einzurichten.