Wie sicher und komfortabel lässt sich in Potsdam mit dem Fahrrad unterwegs sein? Wo funktioniert das Radfahren bereits gut, wo gibt es noch Verbesserungsbedarf? Ab dem 1. September können Potsdamerinnen und Potsdamer ihre Erfahrungen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2026 einbringen. Bis zum 30. November 2026 sind alle Radfahrenden eingeladen, die Bedingungen für den Radverkehr in der Landeshauptstadt zu bewerten.
Die Online-Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ist Deutschlands größte Untersuchung zur Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden. Bewertet werden unter anderem die Qualität und Breite der Radwege, die Sicherheit im Straßenverkehr, die Erreichbarkeit wichtiger Ziele sowie die Frage, wie angenehm oder herausfordernd das Radfahren vor Ort empfunden wird. Die Teilnahme ist online unter www.fkt.adfc.de möglich.
„Potsdam ist eine Stadt, in der viele Menschen selbstverständlich mit dem Fahrrad unterwegs sind. Das zeigt sich auch an der Entwicklung unseres Mobilitätsverhaltens. Gleichzeitig wissen wir: Eine fahrradfreundliche Stadt entsteht nicht von allein. Wir müssen die Infrastruktur kontinuierlich verbessern, Lücken im Radwegenetz schließen und vor allem dafür sorgen, dass Menschen jeden Alters sicher und komfortabel mit dem Fahrrad unterwegs sein können“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist für die Landeshauptstadt Potsdam dabei eine wichtige Rückmeldung aus der Perspektive derjenigen, die täglich mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Ergebnisse zeigen, wie die Radfahrenden die Entwicklung vor Ort wahrnehmen und wo aus ihrer Sicht besonderer Handlungsbedarf besteht.
Neues Radverkehrskonzept gibt Richtung für die kommenden Jahre vor
Potsdam arbeitet derzeit intensiv an der Weiterentwicklung des Radverkehrs. Im April 2026 wurde der Entwurf für das neue Radverkehrskonzept vorgestellt. Das Konzept soll einen ambitionierten Rahmen für die künftige Radverkehrsförderung in der Landeshauptstadt schaffen. Nach der Auswertung der Beteiligung ist die Einbringung des Konzepts in die politischen Gremien der Stadt für Ende 2026 vorgesehen.
Neben der strategischen Weiterentwicklung des Radverkehrs durch das neue Radverkehrskonzept setzt die Landeshauptstadt bereits konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur um. Dazu gehören beispielsweise die Erneuerung und Verbreiterung des Radwegs in der Nedlitzer Straße sowie die Erweiterung der Fahrradabstellmöglichkeiten am Potsdamer Hauptbahnhof. Damit wird das Radverkehrsangebot Schritt für Schritt weiter ausgebaut und an die wachsende Bedeutung des Fahrrads im Potsdamer Alltag angepasst.
Kinder und Jugendliche erstmals mit eigener Befragung
Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2026 stehen erstmals auch Kinder und Jugendliche besonders im Fokus. Neben der Befragung für Erwachsene gibt es eine eigene Umfrage, in der junge Menschen ihre Erfahrungen und Bedürfnisse beim Radfahren schildern können. Insgesamt umfasst der diesjährige Fahrradklima-Test drei Perspektiven: Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie Kommunen.
Damit können auch junge Potsdamerinnen und Potsdamer sichtbar machen, was sie brauchen, um sicher und selbstständig mit dem Fahrrad unterwegs zu sein – beispielsweise auf dem Weg zur Schule, zu Freundinnen und Freunden oder zu Freizeitangeboten.
Der ADFC führt den Fahrradklima-Test zum zwölften Mal durch. Beim letzten Durchgang 2024 beteiligten sich bundesweit rund 213.000 Menschen. Der ADFC-Fahrradklima-Test 2026 wird durch das Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.