Am 14. April 2026 jährt sich der Luftangriff auf Potsdam zum 81. Mal. Die Landeshauptstadt erinnert mit mehreren Veranstaltungen an die Zerstörung der Innenstadt in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1945 und gedenkt der rund 1.600 Menschen, die dabei ihr Leben verloren.
Um 19 Uhr lädt die Landeshauptstadt Potsdam zu einer zentralen Gedenkveranstaltung in das Potsdam Museum ein. Bürgermeister Burkhard Exner wird die Veranstaltung eröffnen.
Bürgermeister Burkhard Exner sagt: „Die Nacht vom 14. April 1945 mahnt uns bis heute, wohin Krieg und Menschenverachtung führen können. Das Gedenken an die Opfer ist für uns Auftrag und Verantwortung zugleich: für Frieden, für Verständigung und für ein waches Bewusstsein unserer Geschichte. Gerade in einer Zeit neuer globaler Konflikte ist es wichtiger denn je, diese Erinnerung lebendig zu halten, daraus zu lernen und Haltung für die Gegenwart zu entwickeln.“
In diesem Jahr steht nicht nur das historische Ereignis der Zerstörung Potsdams am 14. April 1945 im Fokus der Erinnerung. Die Historiker Thomas Wernicke und Dr. Rainer Lambrecht beleuchten anhand bislang teils unveröffentlichter Fotografien und Dokumente die Entwicklungen, die zur „Nacht von Potsdam“ führten. Zudem wird mit dem Projekt „Potsdam 1945 reloaded“, vorgestellt von Hanna Hlásková und der Bundesfreiwilligendienstleistenden Tamina Ling, ein Bogen in die heutige Zeit geschlagen.
Um 21 Uhr folgt in der Nikolaikirche ein musikalisch-literarisches Programm unter dem Titel „Krieg und Frieden – Texte und Musik“. Es erklingen Werke von Mendelssohn, Distler und Schütz sowie Improvisationen von Nikolaikantor Björn O. Wiede. Im Anschluss laden um 21:45 Uhr Superintendentin Angelika Zädow, Nikolaipfarrer Gregor Hohberg, Prof. Johann Hafner und weitere Gäste zu einem Friedensgebet ein.
Zum Zeitpunkt des damaligen Luftangriffs werden um 22:14 Uhr die Kirchenglocken der Stadt läuten und zum Innehalten mahnen.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei.