Pressemitteilung Nr. 8 vom 08.01.2026 Konzept zur Straßenraumgestaltung: Entwürfe können kommentiert werden

Potsdam lädt Bürgerinnen und Bürger ein, die Zukunft der Innenstadt aktiv mitzugestalten
Menschen laufen die verkehrsberuhigte Dortustraße entlang
© LHP Barbara Plate

Die Landeshauptstadt Potsdam startet am 16. Januar die zweite Online-Beteiligung zum Straßenraumgestaltungskonzept, das als Umsetzungsplanung für das bereits beschlossene Konzept „Innenstadt – Straßenräume neu denken“ dient. Bis zum 1. März haben alle Interessierten die Möglichkeit, die überarbeiteten Entwürfe zu kommentieren und eigene Ideen einzubringen. Die Beteiligung findet online unter https://potsdam.mitwirken.eu statt. Zusätzlich können die Planungen während der Geschäftszeiten in der Stadtverwaltung, Hegelallee 6–10, Haus 1, 8. Etage, eingesehen werden.

Die gezeigten Planungen sind das Ergebnis zahlreicher Beteiligungsformate und basieren auf dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Konzept „Innenstadt – Straßenräume neu denken“. Mit diesem Beschluss wurde festgelegt, die Straßen attraktiver zu gestalten, um die Innenstadt lebenswerter zu machen: mehr Aufenthaltsqualität, weniger Parksuchverkehr und mehr Raum für Begegnung, Gastronomie und Stadtgrün. Dazu sollen rund 500 bisherige Besucherparkplätze neu genutzt werden, während Besucherinnen und Besucher künftig die umliegenden Parkhäuser nutzen sollen. Ziel ist es, die Innenstadt noch attraktiver zu machen und den Einzelhandel durch eine höhere Besucherfrequenz zu stärken. Gleichzeitig soll die Wohnqualität verbessert werden, das Anwohnerparken weitestgehend erhalten werden.

Die Planungen betreffen zentrale Straßen der zweiten barocken Stadterweiterung – darunter Lindenstraße, Mittelstraße, Dortustraße und Gutenbergstraße. Bereits in der ersten Beteiligungsphase Anfang 2025 sowie bei Werkstattveranstaltungen und dem Realexperiment #makerstreet haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ihre Perspektiven eingebracht. Die Rückmeldungen zeigten ein breites Spektrum an Interessen und auch Konflikte: Wie lässt sich die Reduzierung von Stellflächen mit den Bedürfnissen von Anwohnenden und Gewerbe vereinbaren? Wie gelingt mehr Aufenthaltsqualität durch konsumfreie Sitzgelegenheiten, Begrünung und barrierefreie Wege, ohne die Anforderungen von Gastronomie und Lieferzonen zu vernachlässigen? Wie können sichere Radwege, mehr Abstellmöglichkeiten und Lösungen für Lastenräder geschaffen werden? Und wie lassen sich lebendige Stadträume mit Lärmschutz in Einklang bringen?

Viele dieser Anregungen wurden in die aktuellen Entwürfe integriert. Eine Übersicht aller bisherigen Vorschläge und deren Bewertung sind in der Abwägungstabelle „Auswertung der bisherigen Bürgerhinweise“ zu finden, die ebenfalls auf der Homepage verfügbar ist.

Ab dem 16. Januar sind die Bürgerinnen und Bürger erneut gefragt – sie können kommentieren, wie die Potsdamer Innenstadt künftig aussehen soll. Nach Abschluss der Beteiligung werden die Rückmeldungen geprüft und in die finalen Planungen eingearbeitet. Anschließend entscheidet die Stadtverordnetenversammlung über die Umsetzung.

Weitere Informationen und die Beteiligungsmöglichkeiten unter https://potsdam.mitwirken.eu.