1025 Jahre Potsdam - Begegnungen | Gespräche | Führungen

Wegmarken Potsdamer Demokratie

Der Alte Markt als Parkplatz, 1988 - The square Alte Markt as a parking place, 1988 (© Foto: Walter Wawra)
Der Alte Markt als Parkplatz, 1988 - The square Alte Markt as a parking place, 1988 (© Foto: Walter Wawra)
Der Alte Markt als Parkplatz, 1988 - The square Alte Markt as a parking place, 1988 (© Foto: Walter Wawra)
Blick zum Obelisk auf dem Alten Markt, 2017 - View of the obelisk on Alter Markt, 2017 (© Foto: Mathias Marx)
Blick zum Obelisk auf dem Alten Markt, 2017 - View of the obelisk on Alter Markt, 2017 (© Foto: Mathias Marx)
Blick zum Obelisk auf dem Alten Markt, 2017 - View of the obelisk on Alter Markt, 2017 (© Foto: Mathias Marx)
13.03.2018 - 18:00

27.03.2018 - 10:00
15.04.2018 - 10:00
18.04.2018 - 10:00

2018 ist ein Gedenkjahr mit Jahrestagen, die als Wegmarken der Demokratie im regionalen, nationalen und europäischen Kontext stehen. Dabei richtet sich der Fokus unter anderem auf die Einführung der kommunalen Selbstverwaltung 1808, die bürgerliche Revolution 1848 und die Ausrufung der Republik 1918.

Mit der Einführung der Preußischen Städteordnung 1808 konnten die Einwohner ihre Angelegenheiten selbst bestimmen. In der bürgerlichen Revolution 1848 entlud sich der Ruf nach politisch-gesellschaftlicher Partizipation in einem europaweiten Kampf für Freiheit und demokratische Grundrechte. Auch auf Potsdam griff die Revolution über. Der in Potsdam geborene Freiheitskämpfer Maximilian Dortu wurde am 31. Juli 1849 bei Freiburg aufgrund seines Kampfes gegen die preußischen Truppen in der Badischen Revolution standrechtlich erschossen.

Am 9. November 1918 wurde die „Deutsche Republik“ ausgerufen. Frauen erlangten das Wahlrecht. Potsdam blieb konservativ geprägt. Die Stadt verlor nach 1918 ihre Funktion als Residenz und herausragende Garnison. Aus dem beschlagnahmten Kronvermögen entstand die preußische Schlösserverwaltung.

Die junge Demokratie wurde durch die NS-Diktatur abgelöst. Der „Tag von Potsdam“ am 21. März 1933 war ein symbolträchtiger Schritt dahin. Die Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft konnte erst nach der friedlichen Wende von 1989/90 fortgesetzt werden.

Die Veranstaltungsreihe beleuchtet die Wegmarken von 1808 bis 1989 und wirft ebenso einen Blick auf die weitere demokratische Entwicklung. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

21. Februar 2018 | 18 Uhr
Aufbruch in die Demokratie – Von Bürgerbewegungen und Stadtverordneten
Führung mit Thomas Wernicke und anschließendem Podiumsgespräch mit Ute Bankwitz, Dr. Helmut Przybilski und Thomas Wernicke zum Stadtjubiläum »1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert – 1025 Jahre Potsdam«

Weit bevor die Lindenstraße 54/55 ein Ort der politischen Repression wurde, war das ehemalige »Große Holländische Haus« Schauplatz der bürgerlichen Emanzipation in Potsdam. Von 1809 bis 1817 tagte hier die nach der Preußischen Städteordnung von 1808 gewählte Stadtverordnetenversammlung. Seit 1820 wurde dann am gleichen Ort zu Gericht gesessen und die Lindenstraße 54/55 war Bühne für die Jahrzehnte dauernde Loslösung der Gerichtsbarkeit aus der Stadt- und Staatsverwaltung hin zu ihrer Unabhängigkeit als dritte Säule der Gewaltenteilung in einem Rechtsstaat.

Nach einer Kurzführung durch diesen geschichtsträchtigen Ort diskutieren der Historiker und Zeitzeuge Thomas Wernicke und die Zeitzeugen Ute Bankwitz und Dr. Helmut Przybilski über die Wege und Irrwege der Demokratieentwicklung in Potsdam. Neben einem Rückblick auf die Historie seit 1808 liegt der Schwerpunkt der Debatte auf der Zeit des Aufbruchs 1989, der kommunalen Selbstverwaltung seit 1990 und dem Ausblick auf die Zukunft der kommunalen Demokratieentwicklung und Selbstbestimmung.

Ort: Gedenkstätte Lindenstraße
Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH

13. März 2018 | 18 Uhr
Wir können wählen, oder? 100 Jahre Frauenwahlrecht  
(in der Gesprächsreihe "Das tolerante Sofa")
Ort: Plenarsaal im Rathaus Potsdam
Autonomes Frauenzentrum Potsdam e. V., Neues Potsdamer Toleranzedikt e. V.

27. März 2018 | 10 Uhr
Geheime Spuren der Geschichte - Rallye für Kinder von 10 bis 12 Jahren
Start: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

15. April 2018 | 14 Uhr
Die sowjetische Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“  
Führung entlang des Geschichtspfades
Start: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

18. April 2018 | 18 Uhr
Ambivalenz der Demokratie - Führung und Gesprächsrunde
Ort: Museum Barberini
Landeshauptstadt Potsdam, Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH

17. Juni 2018 | 14 Uhr
Die sowjetische Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“
Führung entlang des Geschichtspfades
Start: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

21. Juni 2018 | 19.30 Uhr
Fahnenflucht in Potsdam (1713 bis 1918) - Vortrag und Filmvorführung
Gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
Ort: Filmmuseum Potsdam
Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam e. V.

4. Juli 2018 | 19 Uhr
Marlise Steinert – Ein Leben im „Zeitalter der Extreme“ - Spaziergang
Start: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

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