Notbetreuung für Kinder in Potsdam

Schüler (Foto: pixabay)
Schüler (Foto: pixabay)
Schüler (Foto: pixabay)

Fragen und Antworten zum Thema Notbetreuung in der Landeshauptstadt Potsdam

Sind die Kitas und Horte in Potsdam geöffnet?
Die Kindertageseinrichtungen in der Landeshauptstadt Potsdam sind seit dem 1. Februar 2021 mit erhöhten Schutzmaßnahmen geöffnet.

Wer darf die Notbetreuung in Anspruch nehmen?
Grundvoraussetzungen für Antragstellung: Anspruchsberechtigt sind Kinder sofern eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann (Vorrang der häuslichen Betreuung) oder die Betreuung aus Gründen des Kindeswohls erforderlich ist.

  • Kinder, die aus Gründen der Wahrung des Kindeswohls oder aufgrund der besuchten Schulen (Primarstufe) festgestellter besonderer sozialer Unterstützungsbedarfe zu betreuen sind,
  • Kinder, von denen mindestens ein Personensorgeberechtigter in den in genannten kritischen Infrastrukturbereichen innerhalb oder außerhalb des Landes Brandenburg beschäftigt ist, sofern eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann
  • Kinder von Alleinerziehenden, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann.

Müssen Kinder im Krippen- und Kindergartenalter sowie im Grundschulalter zu Hause bleiben, wenn eine häusliche Betreuung gesichert ist?
Ja, Vorrang hat die häusliche Betreuung. Soweit möglich wird allen Eltern dringend nahegelegt, ihre Kinder Zuhause zu betreuen!

Wo muss der Antrag auf Notfallbetreuung gestellt werden?
Den ausgefüllten Antrag mit der Arbeitgeberbescheinigung reichen Sie per E-Mail notbetreuung@rathaus.potsdam.de ein. Um eine zeitnahe Bearbeitung und Beantwortung vornehmen zu können, ist es wichtig, dass Ihre E-Mail-Adresse gut lesbar ist.
Alternativ werfen Sie Ihren Antrag in den Briefkasten vor dem Rathaus Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 79/81, 14469 Potsdam.

Mein Arbeitsbereich steht nicht auf der Liste der „Kritischen Infrastruktur“. Ich schätze meine Tätigkeit jedoch als relevant ein. Was kann ich tun?
Bitte schreiben Sie eine E-Mail mit Angabe Ihrer Kontaktdaten zu diesem Zweck an notbetreuung@rathaus.potsdam.de. Wir kontaktieren Sie.

Müssen Elternbeiträge entrichtet werden?
Um die Belastung der Eltern, die keine Notbetreuung in Anspruch nehmen können, zu verringern, müssen diese Eltern für den Zeitraum der Schließungen der Kindertageseinrichtungen keinen Elternbeitrag zahlen (nur Standorte, die sich im Bedarfsplan der LHP befinden). Ihr Träger bleibt für Sie Ansprechpartner.

Sind in den Einrichtungen Hygieneregelungen einzuhalten?
Ein Rahmenhygieneplan unterstützt die Träger, geeignete Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen für ihre Einrichtung im Sinne eines größtmöglichen Schutzes zu erreichen. Ergänzung zum Rahmenhygieneplan für Kindertageseinrichtungen Jede Kindertagesbetreuungseinrichtung verfügt über ein standortbezogenes Hygienekonzept.

Muss eine Gruppenkonstanz gesichert werden?
Ja, eine Gruppenkonstanz im Krippen- und Kindergartenalter ist sicherzustellen (soweit möglich), um infektionsrelevante Durchmischungen mit der Folge übergroßer Kontaktketten zu vermeiden. Die Zusammensetzung der Gruppen und der zugewiesenen Betreuer ist tagaktuell zu dokumentieren (Namen der Kinder und der Betreuungszeiten, Namen der Betreuer und der Einsatzzeiten).
In Horteinrichtungen und vergleichbaren Angeboten für Kinder im Grundschulalter dürfen Kinder ebenfalls nur in festen Gruppen betreut werden. Die Zusammensetzung der Gruppen soll so weit wie möglich die Zusammensetzung der Schulklasse berücksichtigen.

Was sollte weiterhin beachtet werden?
Es wird empfohlen, dass sich die Kinder soweit wie möglich häufig im Außengelände aufhalten. Auch hier ist auf die Einhaltung der Gruppenkonstanz ist zu achten.
Offene und teiloffene Konzepte sollten nur angewendet werden, wenn eine Dokumentation der Gruppenmitglieder zur Nachverfolgung gesichert ist. Auf feste Bezugspersonen mit möglichst wenig Personalwechsel ist zu achten.
Gruppen sind möglichst festen Räumen zuzuordnen. Bei kleinen Kindertagesstätten kann die gesamte Kita eine Gruppe bilden.
Sollten Gruppenstrukturen aufgelöst werden, könnte jede Lockerung weitere Risiken und letztlich die Schließung oder Teilschließung nach sich ziehen.

Müssen Kinder einen Mindestabstand einhalten?
Kindertagesbetreuung ist vom Abstandsgebot ausgenommen.

Müssen Erwachsene (Eltern und Personal) Mindestabstand halten?
Eltern haben zu anderen Eltern und zum Personal der Einrichtung einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Das Kita-Personal ist im Rahmen der Kindertagesbetreuung vom Abstandsgebot ausgenommen.

Gibt es im Hort eine Maskenpflicht?
In den Innenbereichen von Horteinrichtungen besteht für alle Personen ab dem vollendeten fünften Lebensjahr die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.
Maskenpflicht besteht außerhalb des Gruppenraums in Fluren, auf Treppenanlagen und in Sanitärbereichen, also dort, wo es zu einer Durchmischung von Gruppen kommen kann und der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.
Eine darüberhinausgehende Maskenpflicht besteht nicht.
Das Tragen von FFP2 oder FFP3-Masken als persönliche Schutzausrüstung durch pädagogische Fachkräfte ist grundsätzlich nicht notwendig.

Sind Elternkontakte weiterhin möglich?
Eine weitere Kommunikation zwischen Eltern und Personal ist wichtig. Elterngespräche sollen möglichst telefonisch geführt werden. Für nicht vermeidbare Besprechungen mit mehreren Personen
sollten Telefonkonferenzen und/oder die Kommunikation über den dienstlichen E-Mail-Verkehr geführt werden.

Wie sollten die Bring- und Abholsituation gestaltet werden?
Kontakte sollten zwischen Beschäftigten und Eltern, Eltern untereinander sowie zwischen Eltern und Kindern, die nicht im gleichen Haushalt leben möglichst reduziert werden. Dabei kann es auch zu Maßnahmen der Zutrittseinschränkung kommen. Bitte beachten Sie das Hausrecht des Einrichtungsträgers.
Der Träger ist verantwortlich für die Sicherheit und Gesundheit der Kinder, der pädagogischen Kräfte, nichtpädagogischen Betreuungspersonen und des sonstigen Personals. Ziel ist immer, dass Infektionsrisiken möglichst gering gehalten werden.

Können die Einrichtungen weiter verpflegen?
Die Verpflegung von Kindern in Kindertagesstätten, Kindertagespflege und vergleichbaren Einrichtungen ist erlaubt, da es sich dabei nicht um Gaststätten handelt. Auch die Anlieferung und der Konsum von Verpflegung durch externe Caterer bleiben weiterhin möglich.

Hat der Bescheid über die Notbetreuung im Frühjahr noch Gültigkeit?
Leider ist dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Wer übernimmt die Notbetreuung in der Schule?
Die Notbetreuung in der Kernzeit Schule erfolgt auch durch das System Schule. Lediglich die originäre Hortzeit ist durch die Träger der Horte zu gewährleisten.

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