Notbetreuung für Kinder in Potsdam

Schüler (Foto: pixabay)
Schüler (Foto: pixabay)
Schüler (Foto: pixabay)

Stand: 1. März 2021

Aktuell ist die Corona Ampel Potsdam Stand 24. Februar 2021 auf gelb. Es herrscht ein eingeschränkter Regelbetrieb, die Wiederaufnahme des Wechselunterrichts an Schulen fand ab dem 22. Februar 2021 statt. Der Anspruch auf Betreuung in Hort und AKI findet dabei abwechselnd mit der Notbetreuung statt. Medizinische Masken werden für für Personal und Gäste vorgehalten. Zweimal pro Woche werden Antigen-Spucktests für Mitarbeitende durchgeführt, die Kosten übernimmt die Landeshauptstadt. Es findet eine wöchentliche Bewertung der Lage durch den Verwaltungsstab der Landeshauptstadt statt.

Potsdams Kitas befinden sich weiterhin im eingeschränkten Regelbetrieb mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.

Für Eltern von Kindern in der Krippe/Kita:

Um das Recht aller Kinder und Jugendlicher auf Bildung und Teilhabe auch während der COVID-19-Pandemie zu verwirklichen, soll jedes Kind in Potsdam so viel Zeit in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung verbringen, wie dies vor dem Hintergrund des lokalen und regionalen Infektionsgeschehens möglich ist. Gleichzeitig gilt es, ihren Gesundheitsschutz und den der Beschäftigten soweit wie möglich zu gewähren.

Vor diesem Hintergrund wurde das Stufenkonzept „Betreuung in Kindertageseinrichtungen in Potsdam während der SARS-CoV-2 Pandemie“ (KiPSV) entwickelt. Es richtet sich am Indikatorenkonzept der Landeshauptstadt Potsdam aus.

Die aktuelle Corona-Gesamtlage wird regelmäßig durch den Verwaltungsstab anhand vier verschiedener Indikatoren bewertet:

•    7-Tage-Inzidenz Potsdam
bei einem Inzidenz-Wert zwischen 0 und 49,9 sind die Kitas uneingeschränkt geöffnet
bei einem Inzidenz-Wert von 50 bis zu 300 erfolgt durch den Verwaltungsstab der Landeshauptstadt Potsdam eine Bewertung der Lage, ob Kitas den Regelbetrieb anbieten, anhand der stadtweiten Inzidenzwerte und der Berücksichtigung der im Beschluss von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie vom 5. Januar genannten weiteren Indikatoren, wie die Belastung des Gesundheitssystems bzw. der Impffortschritt, sowie insbesondere solche Indikatoren, die zusätzliche Aussagen zur Infektionsdynamik ermöglichen, wie der R-Wert oder die Verdopplungszeit
bei Erreichen eines Inzidenz-Wertes über 300 werden weitere eindämmende Maßnahmen, die dem Schutz von Leben und Gesundheit sowie der Aufrechterhaltung des Gesundheitswesen dienen, ergriffen.
•    7-Tage-Inzidenz Nachbarregionen
•    Bettenauslastung Intensiv Brandenburg gesamt
•    Bettenauslastung Klinikverbund Est-Brb

Zurzeit befindet sich die Corona Ampel Potsdam auf gelb. Sollte sich die Lage in der Landeshauptstadt beispielsweise durch den Nachweis von Virusmutationen erneut verschärfen, muss die Lage neu bewertet werden. Die Entscheidung über die künftigen Maßnahmen obliegt der abschließenden Bewertung durch den Verwaltungsstab.

Maßnahmen für Kinderbetreuungseinrichtungen
Maßnahmen für Kinderbetreuungseinrichtungen
Maßnahmen für Kinderbetreuungseinrichtungen

Steht die Ampel auf gelb, arbeitet Ihre Kita nach dem erweiterten Bremer Modell. Die Eingruppierung der einzelnen Kita in die jeweilige Reaktionsstufe erfolgt durch die Landeshauptstadt Potsdam. In den jeweiligen Reaktionsstufen müssen u.a. die Organisation der Betreuung sowie der Betreuungsumfang entsprechend der Infektionslage in der Einrichtung angepasst werden. Darüber hinaus können die Öffnungszeiten verkürzt sein, um ggf. weiterhin so vielen Kindern wie möglich eine Betreuung anbieten zu können.

Grundsätzlich gelten für den eingeschränkten Regelbetrieb die Betreuungsumfänge aus den regulären Rechtsanspruchsbescheiden.

Um weiterhin eine sichere Betreuung gewährleisten zu können, gehören beispielsweise regelmäßige Antigen-Spucktests der insgesamt etwa 2.500 Mitarbeitenden in den Potsdamer Kindertageseinrichtungen zu routinemäßigen Maßnahmen. Die Kosten für die Antigen-Spucktests werden vom Land Brandenburg übernommen. Zudem müssen alle Mitarbeitenden und Gäste der Einrichtungen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen, bei Erzieherinnen und Erziehern gilt dies für die Arbeit mit Kindern ab drei Jahren. Dies gilt jedoch nicht für den Außenbereich, sofern der Abstand eingehalten werden kann.

„Die Lage ist aufgrund der verschiedenen Mutationen, insbesondere B 1.1.7., die bereits in Berlin und Freiburg in einer Kita sowie aktuell in immer mehr deutschen Städten nachgewiesen wurden, weiterhin dynamisch“, sagt Brigitte Meier, Leiterin des Verwaltungsstabes Corona der Landeshauptstadt. „Wird in einer Einrichtung durch Sequenzierung eine hochansteckende Virusmutation nachgewiesen, wird die jeweilige Einrichtung geschlossen und alle Personen, die in der Einrichtung anwesend waren, werden getestet“, so Meier. Darüber hinaus wird das persönliche Umfeld der auf eine hochansteckende Virusmutation positiv getesteten Person mit höchster Priorität ermittelt. Lassen sich Infektionsketten zu anderen Einrichtungen nachweisen, erhalten die betroffenen Einrichtungen unter Berücksichtigung der infektiologischen Lage ebenfalls die Klassifizierung „rot“ und werden geschlossen.

Für Eltern von Kindern der Grundschulen, die sich im Wechselunterricht befinden:

Die Horteinrichtungen im Land Brandenburg gelten gemäß 6. SARS-CoV-2-EindV weiterhin als geschlossen. Für eine ganztägige, wöchentliche Betreuung braucht Ihr Kind daher einen Notbetreuungsbescheid.

Mit der Wiederaufnahme des Wechselunterichts an Schulen haben Kinder, die am Präsenzunterricht teilnehmen, anschließend einen Anspruch auf Betreuung in Hort und AKI gemäß Ihres regulären Rechtsanspruchsbescheides.

Die Hortbetreuung erfolgt analog der Zeit vor der Pandemie. Sollte der Präsenzunterricht kürzer als regulär sein, so muss die Schule die Betreuung bis zum regulären Unterrichtsschluss sicherstellen, außer Eltern haben für 4. bis 6. Klässler die schriftliche Erlaubnis erteilt, dass sie früher nach Hause gehen dürften.

Findet kein Präsenzunterricht statt, so greift für die Kinder, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben, am Vormittag die Notbetreuung in Verantwortung der Schule und am Nachmittag im Hort/Aki.

Sofern Ihre berufliche Tätigkeit dem Bereich der kritischen Infrastruktur zuzuordnen ist bzw. Sie alleinerziehend sind und Sie absehbar eine Notbetreuung für Ihr Kind/Ihre Kinder benötigen, bitten wir Sie, den Antrag auf Notbetreuung (siehe unter „Downloads“) auszufüllen und die Bestätigung Ihres Arbeitgebers bzw. Ihrer Arbeitgeber mit beizulegen. Bitte beachten Sie hierbei auch, dass die Möglichkeit einer häuslichen Betreuung Vorrang hat. Den ausgefüllten Antrag mit der Arbeitgeberbescheinigung reichen Sie bitte per E-Mail notbetreuung@rathaus.potsdam.de ein. Bitte informieren Sie vorab auch die Einrichtungsleitung Ihrer Kindertageseinrichtung und die Schulleitung über Ihren Bedarf. Sofern Ihnen der bewilligte Antrag zugesandt wird, teilen Sie dies bitte der Einrichtungsleitung der Kindertageseinrichtung und der Schulleitung mit und besprechen sich fortlaufend zum Bedarf. Agieren Sie kooperativ und setzen Sie nur dann den Anspruch um, wenn dieser zwingend erforderlich ist!

Finanzielle Möglichkeiten für Eltern, die keine Notbetreuung in Anspruch nehmen können

Hier gibt es Informationen für erwerbstätige Personen, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können und dadurch einen Verdienstausfall erleiden:

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema "Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen":

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