Museumshaus "Im Güldenen Arm"

Von Putten flankiertes Handwerksschild über der Tür zum Museumshaus "Im Güldenen Arm" (© Michael Lüder)
Von Putten flankiertes Handwerksschild über der Tür zum Museumshaus "Im Güldenen Arm" (© Michael Lüder)
Von Putten flankiertes Handwerksschild über der Tür zum Museumshaus "Im Güldenen Arm" (© Michael Lüder)

Das barocke Fachwerkhäuschen mit dem von Putten flankierten Handwerksschild über der Tür fällt jedem Besucher in der Hermann-Elflein-Straße sofort ins Auge. Im Inneren des 275 Jahre alten, ehemaligen Wohnhauses des Bildhauers und Böttchers Ehrhardt erwarten ihn abwechslungs-
reiche Ausstellungen mit unterschiedlichsten Werken zeitgenössischer regionaler, aber auch internationaler Künstler.

Das Obergeschoss des Museumshauses
"Im Güldenen Arm" beherbergt als inhaltlichen Kontrastpunkt die Gebrauchskeramik-Sammlung des Potsdamer Siegfried Lachmann mit handwerk-
lichen Exponaten, die ein Stück Alltagskultur der letzten drei Jahrhunderte widerspiegeln.

In den Sommermonaten wird der malerische Innenhof des Hauses zum Veranstaltungsort für Lesungen, Filmabende und kleine Konzerte.

Das barocke Typenhaus ist 1737 im Zuge der Errichtung der zweiten Barocken Stadterweiterung unter Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) gebaut worden. In zwei Straßen, so in der heutigen Hermann-Elflein-Straße und der heutigen Jägerstraße, bestanden die Häuser komplett aus Fachwerk. Dieses Haus ist das Einzige, welches in der Bauart erhalten geblieben ist. Hier lebte und arbeitete der Holzbildhauer August Melchior Erhardt, der seine Handwerkskunst und künstlerische Fähigkeit in Form des Portalschmuckes zum Ausdruck brachte – der ältesten Reklame der Stadt. Über dem Portal erkennen wir eine Kartusche mit dem Goldenen Arm des Handwerkes und dem darüber thronenden königlichen preußischen Adler. Seitlich stellen Putten das Holzhandwerk dar, indem die dafür erforderlichen Werkzeuge gezeigt werden. Die roten Teufelsmasken, die bis zur Giebelstube reichen, weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit alemannischen Fastnachtsmasken auf.
Das Haus ist in den 1990er Jahren restauriert worden und zeigt weitestgehend den Originalzustand des 18. Jahrhunderts. So sind die barocke Verglasung und die Beschläge noch erhalten und auch die Dachdeckung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Hinzugefügt wurden aus musealen Gründen vier verschiedene barocke schwarze Kachelöfen, die früher in Potsdam eine weite Verbreitung hatten und die Kaminfeuerung ersetzen.

Adresse: 
Museumshaus "Im Güldenen Arm"
Hermann-Elflein-Straße 3
14467 Potsdam
Deutschland