1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert

„Mitte(n) im Leben“ – Potsdam feiert Stadtgeburtstag auf dem Alten Markt

Die Landeshauptstadt Potsdam hatte  am Sonntag alle Potsdamerinnen und Potsdamer sowie die Gäste der Stadt zur Feier ihres 1025. Geburtstages auf den Alten Markt eingeladen. Und insgesamt über den Tag verteilt 4500 Gäste kamen und feierten mit. Sie erlebten - neben einem unterhaltsamen Bühnenprogramm und einem informativen Rahmenprogramm der umliegenden Häuser - vor allem der Alte Markt in seiner in den letzten 25 Jahren wiedergewonnenen Schönheit als zentraler Platz in der Potsdamer Mitte. Für die Feier bot er nicht nur eine wunderbare Kulisse sondern verwandelte sich auch in einen urbanen Kaffeegarten, in dem die Geburtstagstorte in gemütlicher Atmosphäre gleich noch mal so gut schmeckte.

Ab 13 Uhr standen die Anrainer am Alten Markt – die Nikolaikirche, das Potsdam Museum, das Museum Barberini und die Galerien Albert Baake, Dr. Nöth und Kunstsalon Chiericati den Besuchern offen. In den Museen wurden Kurz-Führungen durch die Max-Baur-Ausstellung bzw. die neue Gerhard-Richter Ausstellung angeboten, die im normalen Eintrittspreis enthalten sind. Die Teilnehmerzahl pro Führung waren jedoch begrenzt. Die Cafés der Häuser boten viele kulinarische Leckereien, u.a. Sommerbowle und Eis an.

Weitere kostenlose Führungen gab es im Landtag Brandenburg, in der Nikolaikirche, durch die Potsdamer Mitte, rund um den Alten Markt und entlang der Open-Air-Ausstellung „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“ am Bauzaun – Details zu den Startzeiten gab es im Informationszelt der Landeshauptstadt. Im Eintrittspreis des Filmmuseums war anlässlich des Stadtgeburtstagsfestes eine kostenlose Führung durch die Ausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg“ enthalten. Alle Gäste, die sich entsprechend der neuen Ausstellung verkleidet hatten oder die Namen der Protagonisten der Olsenbande trugen, erhielten kostenlosen Eintritt.

Durch das Bühnenprogramm führten die Potsdamer Moderatoren Tim Jäger, bekannt vom rbb und Caro Kahn von Radio Potsdam. Gestaltet wurde es von weiteren Jubilaren, so zum Beispiel von Stadtführern des Guide e.V., der seit 20 Jahren als eingetragener Verein besteht und die Tradition des vor 125 Jahren gegründeten Verkehrsvereins fortsetzt, der die damaligen Fremdenführer ausgebildet hat. Das 40-jährige Kabarett Obelisk war mit von der Partie, und die fabrik Potsdam erinnerte sich an die vor 25 Jahren erfolgte Räumung der Gutenbergstraße und den Neuanfang der Tanzszene in der Schiffbauergasse. Die Ortsteile blickten auf die zwei Eingemeindungen zurück, durch die Potsdam vor 25 bzw. 15 Jahren an Fläche und Einwohnern gewachsen ist. Sie brachten zwei Chöre mit – Chorramos aus Marquardt und die Swinging Glienicks aus Groß Glienicke. Weitere Jubilare, die entweder persönlich oder Videobotschaft Grüße übermitteln und gratulieren waren das Bildungsforum Potsdam (5 Jahre), das Projekt Kultür Potsdam (5 Jahre), der Fanfarenzug Potsdam (55 Jahre) und Potsdams Partnerstädte Bonn (30 Jahre Städtepartnerschaft), Opole (45 Jahre Städtepartnerschaft) und Perugia (45 Jahre seit Freundschaftsvertrag, dem Vorläufer der Städtepartnerschaft). Die Freundeskreise der Städtepartnerschaften mit Perugia, Luzern und Versailles waren auch mit einem Stand am Stadtgeburtstagsfest dabei. Das Museum Alexandrowka und der Quartierstreff Staudenhof, der vom Verein Soziale Stadt Potsdam e.V. betrieben wird, beteiligten sich ebenfalls mit einem Stand. Die Firma Lorberg, die für das Grün auf dem Alten Markt sorgte, begeht in diesem Jahr ihr 175. Jubiläum.

Alle Besucher des Festes hatten die Möglichkeit, Potsdam auf Grußkärtchen im Informationszelt der Landeshauptstadt zu gratulieren. Eine Auswahl dieser Grüße erschien auf der Video-Leinwand neben der Bühne. Die Verfasser der zehn originellsten Grüße erhielten die Sondermedaille zum 1025. Stadtgeburtstag in Silber im Wert von 49,90 Euro.

Zum Finale des Festes trat die Bigband des Deutschen Filmorchesters Babelsberg unter der Leitung von Rolf von Nordenskjöld auf. Es wurde vor 100 Jahren als Ufa-Sinfonieorchester gegründet, und hat sich vor 25 Jahren unter dem heutigen Namen neu gegründet. Auf die Besucher wartete eine spritzige Mischung aus Jazz, Swing- und Filmmusik – ideal für einen beschwingten Sommerabend.

Mehr Informationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen der Jahreskampagne „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“ sind zu finden unter potsdam.de/1025jahre.