Minskterrassen eröffnet – Freigabe des neuen Stadtplatzes zwischen Sport- und Freizeitbad blu und Kunstmuseum DAS MINSK

Minskterrassen eröffnet – Freigabe des neuen Stadtplatzes zwischen Sport- und Freizeitbad blu und Kunstmuseum DAS MINSK, Foto: LHP/Robert Schnabel
Minskterrassen eröffnet – Freigabe des neuen Stadtplatzes zwischen Sport- und Freizeitbad blu und Kunstmuseum DAS MINSK, Foto: LHP/Robert Schnabel
Minskterrassen eröffnet – Freigabe des neuen Stadtplatzes zwischen Sport- und Freizeitbad blu und Kunstmuseum DAS MINSK, Foto: LHP/Robert Schnabel

Am Fuße des Brauhausbergs ist am heutigen Donnerstag ein neuer attraktiver Stadtplatz für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Oberbürgermeister Mike Schubert, Stadtwerke-Geschäftsführer Monty Balisch, die Bäder-Chefin Ute Sello und Stefanie Plattner von der Hasso Plattner Foundation, schnitten gemeinsam das Band durch und eröffneten somit die neu gestaltete Fläche zwischen dem Sport- und Freizeitbad blu und dem Kunstmuseum DAS MINSK.
„Wir haben hiermit eine neue Attraktion geschaffen und gleichzeitig ein Entrée zum Kunstmuseum von Hasso Plattner errichtet, das besonders ist“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert. „Ich freue mich, dass die Arbeiten trotz der herausfordernden Situation in diesen Zeiten sehr zügig vorangeschritten sind und wir die Aufenthaltsqualität an dieser Stelle deutlich steigern konnten.“
Auf der rund 6000 Quadratmeter großen Fläche zwischen blu und Minsk finden sich eine Rasenterrasse mit Spielplatz und drei Brunnen wieder, die zugleich Eingang für die künftigen Gäste von Museum und blu bilden, aber auch zum Verweilen einladen. Für die städtebauliche Neuordnung des Areals sind die Stadtwerke Potsdam, die Hasso-Plattner-Stiftung und die Landeshauptstadt Potsdam verantwortlich.
Das vom Entwurfsverfasser, studio polymorph Landschaftsarchitekten, gestaltete Gesamtkonzept wurde koordinierend vom Projektsteuerer Felsner Consult GmbH, bauüberwachend vom Büro Bos Landschaftsarchitektur mit weiteren Planungspartnern und im Wesentlichen ausführend von der Stadtgrün Potsdam GmbH sowie Wassertechnik Rostock GmbH, Ingenieurbüro Irriproject, Bewässerung - Wassertechnik und weiteren Projektpartnern umgesetzt.
Stadtwerke-Geschäftsführer Monty Balisch: „Unser Dank gilt den beteiligten Firmen, die in enger Abstimmung diesen ansprechenden Stadtplatz trotz der anhaltenden herausfordernden Situation gestaltet haben. Ich bin überzeugt, dass der neue Stadtplatz von den Gästen des blu und des Museums gut angenommen wird.“

Stefanie Plattner, Mitglied im Stiftungsrat der Hasso Plattner Foundation, sagte: „Ich freue mich, dass der neue Stadtplatz pünktlich zur Eröffnung unseres Kunstmuseums am Samstag fertig geworden ist. Die Terrassen sind ein wunderschöner Eingang vom Bahnhof zum Brauhausberg und geben zudem den Blick auf das Minsk frei.“
Neben drei Rasenterrassen mit Brunnen und dem Spielplatz sind barrierefreie Wege entstanden. Zudem stehen künftig vier Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Besucher und zwei E-Ladeplätze zur Verfügung. Im Rahmen des Gala-Baus wurden u.a. 2200 Quadratmeter Oberboden abgefahren, 500 Kubikmeter Oberboden eingebracht, 100 Meter Schmutz- und Trinkwasserrohre und 76 Meter Rohrbegleitheizung in der Tiefgarage wurden verlegt, 220 Meter Stromkabel, 180 Einfassungen aus Granitstein (Rasenschollen) und 78 Einfassungen aus Granitstein (Brunnen 1-3) , 44 Sitzbankelemente aus Granitstein, 350 Meter Leitungsgraben, 1600 Quadratmeter Rollrasen und 1600 Quadratmeter Granit-Kleinsteinpflaster eingebracht.
Für die beiden unterirdischen Stahlbetonkammerbauwerke (Technikschacht) zur Aufnahme der Steuerungs- und Pumpentechnik der Brunnen 1-3 erfolgte zusätzlich nochmal 1000 Kubikmeter Bodenaushub, 235 m Druckrohrleitungen wurden verlegt sowie zur Steuerung 100 m Steuerungskabel. Die Wasserfontänen in den Brunnen 1-3 werden durch 75 Kugeldüsen erzeugt.
Das Gebäude des damaligen Terrassenrestaurants Minsk war in den 1970er-Jahren ursprünglich als HO-Gaststätte geplant worden. Da die Stadt Potsdam in der Partnerstadt Minsk ein „Restaurant Potsdam“ errichten wollte, kam die Idee auf, das umgekehrt auch in Potsdam mit einem „Restaurant Minsk“ umzusetzen. Daraufhin beteiligten sich an der Raumausstattung und der künstlerischen Gestaltung auch Experten aus Minsk.

Architekt Karl-Heinz Birkholz realisierte dann die neue Gaststätte bis zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution im November 1977. Das Restaurant hatte 190 Innen- und 120 Terrassenplätze und war vor allem in den 1980er-Jahren ein beliebter Ausflugstreffpunkt. Es wurde als Café Minsk bis ins Jahr 2000 bewirtschaftet. In der Folgezeit wurde das Gebäude dann nicht weiter genutzt, bis es im Jahre 2019 seine neue Nutzung als Kunstmuseum erhalten und saniert wurde.

Das Minsk wurde von Potsdams Ehrenbürger Prof. Hasso Plattner erworben und von seiner Stiftung zum Kunstmuseum DAS MINSK um- und ausgebaut. Zukünftig wird das Haus wieder zu einem Ort für Begegnungen – zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst und zwischen Menschen. Hier werden Kunstwerke aus der ehemaligen DDR, die Teil der Sammlung Hasso Plattner sind, in neuen Kontexten gezeigt.