Friedrichskirche

Friedrichskirche auf dem Weberplatz (© Michael Lüder)
Friedrichskirche auf dem Weberplatz (© Michael Lüder)
Friedrichskirche auf dem Weberplatz (© Michael Lüder)
Konzert des Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam in der Friedrichskirche im November 2010. (© Landeshauptstadt Potsdam/Barbara Plate)
Konzert des Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam in der Friedrichskirche im November 2010. (© Landeshauptstadt Potsdam/Barbara Plate)
Konzert des Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam in der Friedrichskirche im November 2010. (© Landeshauptstadt Potsdam/Barbara Plate)
Das Denkmal für den böhmischen Theologen und Lehrer Johann Amos Comenius (1592–1670) steht neben dem Eingangsportal der Friedrichskirche (© Stadtkontor GmbH)
Das Denkmal für den böhmischen Theologen und Lehrer Johann Amos Comenius (1592–1670) steht neben dem Eingangsportal der Friedrichskirche (© Stadtkontor GmbH)
Das Denkmal für den böhmischen Theologen und Lehrer Johann Amos Comenius (1592–1670) steht neben dem Eingangsportal der Friedrichskirche (© Stadtkontor GmbH)

Im Zentrum des Weberviertels steht die Friedrichskirche. Der preußische König Friedrich II. gab den Auftrag zum Bau der Kirche für die böhmischen Siedler auf dem Platz inmitten der seit 1751 entstehenden Weberkolonie Nowawes. Nach Plänen des Amsterdamer Baumeisters Jan Bouman, unter dessen Leitung auch das Holländische Viertel entstand, wurde 1752/53 der achteckige, längliche Kirchbau mit einem steilen Walmdach und einem markanten Westturm errichtet. Von 1850-1852 fanden zahlreiche Umbauten durch Christian Heinrich Ziller, wie die Neugestaltung der Fenster als neoromanische Bogenfenster, der Ersatz der hölzernen Eindeckung der Turmspitze durch  Schiefer sowie eine Umgestaltung im Kirchen-
inneren statt. 1911 wurde an der Ostseite der Kirche die Sakristei angefügt.

Im Inneren des Kirchenschiffs säumen schlichte, zweigeschossige Holzemporen den Saal. Die Emporen werden von acht Säulen getragen, die aus ganzen Baumstämmen gefertigt wurden. Auf der Empore über dem Eingang befindet sich ein klassizistisch gestalteter Orgelprospekt, der 1852 von Carl Ludwig Gesell geschaffen wurde. Die heutige Orgel mit einem Werk mit 22 Registern wurde 1913 von der Potsdamer Firma Alexander Schuke eingebaut und 1953, ebenso von der
Firma Schuke, umgebaut.

Die Gottesdienste wurden bis ins Jahr 1809 für die böhmischen Weber auch auf Tschechisch gehalten. In den Wendejahren traf sich die Oppositions-
bewegung der DDR unter dem Dach der Friedrichs-
kirche. Hier gründete sich auch das Neue Forum in Potsdam.

2016 erfolgte eine Erneuerung der farblichen Ausgestaltung des Innenraums entsprechend den Farbbefunden von 1852.

Die Friedrichskirche in Potsdam Babelsberg im Film auf YouTube.

Adresse: 
Friedrichskirche
Weberplatz
14482 Potsdam
Deutschland