Fragen und Antworten zum Thema Ukraine

Fragen und Antworten zum Thema Ukraine
Fragen und Antworten zum Thema Ukraine
Fragen und Antworten zum Thema Ukraine

Відповіді на запитання щодо проживання, фінансової допомоги, статусу перебування та медичного обслуговування українців у Потсдамі можна знайти тут.

Stand: 17.05.2022

Bitte beachten Sie: Die Lage ist weiterhin sehr dynamisch. Die Informationen auf dieser Seite entsprechen den Erkenntnissen der Landeshauptstadt Potsdam zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Das FAQ wird fortlaufend aktualisiert.

Fragen und Antworten für geflüchtete Ukrainer*innen
Fragen und Antworten für Helferinnen und Helfer

Nach der Ankunft in Potsdam sollten geflüchtete Ukrainer*innen einige wichtige Behördengänge erledigen. Einen Überblick bietet die Checkliste zu den Themen Unterkunft, Aufenthaltsklärung, finanzielle Unterstützung, Anmeldung Wohnsitz und Arbeiten.

Fragen und Antworten für geflüchtete Ukrainer*innen

Wohnen | Finanzielle Unterstützung | Arbeit

1. Ich bin in Potsdam angekommen und habe keine Unterkunft. Wo kann ich kurzfristig übernachten?
Wenn Sie keine Unterkunft haben, wenden Sie sich Montag bis Freitag an die zentrale Beratungs- und Anlaufstelle in der Belehrtstraße 3a (Haus M/N). Sie können auch eine E-Mail an unterkunftssuche-ukraine@rathaus.potsdam.de schreiben und erhalten dann einen Termin zur Beratung. Bitte bringen Sie Ihre Identitätsdokumente (Nationalpass, ID-Karte, etc.) mit.
Von hier aus vermitteln wir Sie in eine Notunterkunft in Potsdam. Nachts und am Wochenende erhalten Sie in der Biosphäre in der Georg-Hermann-Allee 99, 14469 Potsdam rund um die Uhr einen Platz als Notunterkunft sowie Kleidung, Essen und Waschmöglichkeiten. Sollten alle Plätze belegt sein, erfolgt die Verteilung auf andere Unterkünfte in Potsdam oder in die Erstaufnahmeeinrichtung (ZABH) in Eisenhüttenstadt. In Eisenhüttenstadt erfolgt ebenfalls eine Erstversorgung und eine Weiterverteilung im Land Brandenburg oder in andere Bundesländer.

2. Ich möchte in Potsdam bleiben, habe aber keine dauerhafte Unterkunft. Was kann ich tun?
Wenn Sie längerfristig eine Unterkunft in Potsdam suchen, wenden Sie sich an die zentrale Beratungs- und Anlaufstelle in der Belehrtstraße 3a (Haus M/N). Sie können auch eine E-Mail an unterkunftssuche-ukraine@rathaus.potsdam.de schreiben und erhalten dann einen Termin zur Beratung. Bitte bringen Sie Ihre Identitätsdokumente (Nationalpass, ID-Karte, etc.) mit.
Sollte der Wunsch nach einem dauerhaften Aufenthalt in Potsdam bestehen, geben Sie dies bitte bei Anmeldung zur Unterbringung an und hinterlassen Sie dringend eine Kontaktmöglichkeit (möglichst E-Mail-Adresse). Damit wird automatisch ein Antrag auf Zuweisung nach Potsdam ausgelöst. Ein gesondertes Vorsprechen bei der Ausländerbehörde Potsdam ist dann nicht mehr erforderlich.
Ihr Wunsch auf Zuweisung nach Potsdam wird durch die Landeshauptstadt Potsdam und die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH) geprüft. Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht allen Wünschen entsprochen werden kann. Hauptkriterium für eine Zuweisung nach Potsdam ist, dass Ihnen eine dauerhafte Unterbringung zur Verfügung gestellt werden kann. Sie erhalten schnellstmöglich die Zuweisung für Potsdam oder eine andere Kommune durch die ZABH von der Ausländerbehörde Potsdam.

3. Wie erhalte ich finanzielle Unterstützung?
Bis zur Klärung eines dauerhaften Aufenthaltes können Sie finanzielle Unterstützung beantragen. Nach Antragstellung und Genehmigung werden die Leistungen als Geldleistung gewährt.
Den Antrag auf finanzielle Leistungen AsylBLG (dt/ukr) erhalten Sie im Downloadbereich auf dieser Seite oder per E-Mail unter hzl-asyl@rathaus.potsdam.de.
Bitte reichen Sie gemeinsam mit den ausgefüllten Antragsunterlagen Ihre Ausweisdokumente (Ausweis/Reisepass/Visum) ein. Falls Mietkosten übernommen werden müssen, wird eine Mietkostenaufschlüsselung benötigt. Alle Unterlagen können auch eingescannt oder abfotografiert eingereicht werden. Bitte geben Sie dringend eine Kontaktmöglichkeit (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) für die Terminvereinbarung an.
Sobald die Unterlagen eingereicht sind, erhalten Sie zeitnah einen Termin im Sozialrathaus, Behlertstraße 3a (Haus M/N), 14467 Potsdam. Die Anträge auf finanzielle Unterstützung werden mit höchster Priorität bearbeitet.

4. Muss ich mich abmelden, wenn ich mich bereits in Potsdam für finanzielle Unterstützung oder Unterkunft angemeldet habe?
Wenn Sie in einer Behörde in der Landeshauptstadt Potsdam angegeben haben, dass Sie eine dauerhafte Unterbringung in Potsdam bzw. eine Zuweisung für Potsdam wünschen, melden Sie sich bitte bei der entsprechenden Behörde ab, wenn dies nicht mehr gewünscht ist.  

5. Darf ich arbeiten gehen?
Ukrainische Geflüchtete, die einen Aufenthalt nach § 24 AufenthG begehren, dürfen in Deutschland arbeiten gehen. Die Berechtigung zur Erwerbtätigkeit ist bereits mit einer Fiktionsbescheinigung nach Antragsstellung des Schutzgesuches nach § 24 AufenthG möglich. Eine Fiktionsbescheinigung erhalten Sie so schnell wie möglich. Anträge werden nach der Reihenfolge des Eingangs abgearbeitet. Dafür wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Ausländerbehörde Potsdam unter auslaenderbehoerde-ukraine@rathaus.potsdam.de. Bitte reichen Sie dabei eine Kopie Ihrer Identitätsdokumente (Nationalpass, ID-Karte, etc.) ein.

6. Was ist eine Fiktionsbescheinigung?
Eine Fiktionsbescheinigung zeigt an, dass Sie Aufenthalt nach § 24 AufenthG in Deutschland beantragt haben. Bis zur endgültigen Klärung Ihres Antrages und der entsprechenden Zuweisung in eine Kommune bzw. ein Bundesland, erhalten ukrainische Geflüchtete eine Fiktionsbescheinigung. Diese ermöglicht es Ihnen bereits eine Arbeit aufzunehmen. Die Fiktionsbescheinigung erhalten Sie bei der Ausländerbehörde der Landeshauptstadt Potsdam. Bitte schreiben Sie dafür eine E-Mail an auslaenderbehoerde-ukraine@rathaus.potsdam.de. Bitte schicken Sie Ihre Identitätsdokumente (Nationalpass, ID-Karte, etc.) in Kopie er E-Mail mit. Sie erhalten schnellstmöglich eine Rückmeldung.

7. Wie finde ich eine Arbeit?
Wenn Sie eine Fiktionsbescheinigung über die Beantragung des Aufenthalts nach § 24 AufenthG in Deutschland haben, können Sie eine Erwerbstätigkeit in Deutschland aufnehmen. Die Bundesagentur für Arbeit hat für Geflüchtete aus der Ukraine eine Sonderhotline mit der Telefonnummer 0911 178 7915 geschaltet. Sie erhalten hierrüber Informationen zur Arbeits- und Ausbildungssuche in russischer und ukrainischer Sprache. Die Hotline ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr besetzt.

Registrierung | Aufenthalt

8. Ich bin in Potsdam angekommen, muss ich mich registrieren lassen?
Nein, sie können sich in Deutschland 90 Tage visafrei aufhalten. Eine Registrierung ist dafür nicht notwendig. Wenn Sie in Potsdam eine Unterbringung haben und der Wunsch nach einem dauerhaften Aufenthalt in Potsdam bestehen sollte, wenden Sie sich bitte an auslaenderbehoerde-ukraine@rathaus.potsdam.de.

9. Was ist eine Zuweisungsbescheinigung?
Eine Zuweisungsbescheinigung gibt an, in welcher Kommune Geflüchtete dauerhaft untergebracht werden können. Die Zuweisungsbescheinigungen für die Kommunen im Bundesland Brandenburg, darunter auch die Landeshauptstadt Potsdam, werden durch die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH) in Eisenhüttenstadt vergeben. Hauptkriterium für die Zuweisung nach Potsdam sind vorhandene Kapazitäten bei der Unterbringung. Wenn die Kapazitäten der Unterkünfte erschöpft sind, findet eine Zuweisung bzw. Umverteilung in andere Städte und Bundesländer statt. Das heißt, Geflüchtete, die keine Zuweisung für Potsdam erhalten, werden dann in anderen Kommunen bzw. Bundesländern in Deutschland untergebracht.

10. Ich habe bereits eine Zuweisung für Potsdam. Was muss ich jetzt tun?
Wenn Sie eine Zuweisung für die Landeshauptstadt Potsdam durch die Zentrale Ausländerbehörde erhalten haben, melden Sie sich mit Ihrem aktuellen Wohnsitz im Bürgerservice an. Schreiben Sie dafür eine E-Mail an buergerservice-ukraine@rathaus.potsdam.de. Sie erhalten schnellstmöglich einen Termin für die Anmeldung in Potsdam. Bitte bringen Sie zum Termin Ihre Identitätsdokumente (Nationalpass, ID-Karte, etc.), eine Wohnungsgeberbescheinigung und die Zuweisungsentscheidung mit.
Anschließend melden Sie sich bitte per E-Mail unter auslaenderbehoerde-ukraine@rathaus.potsdam.de bei der Ausländerbehörde Potsdam. Sie erhalten schnellstmöglich einen Termin zur Registrierung.
Derzeit gibt es eine große Nachfrage. Die einzelnen Behörden der Landeshauptstadt Potsdam sind dabei alle Anträge schnellstmöglich abzuarbeiten. Bitte haben Sie Verständnis, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann. In dringenden Fällen werden einzelne Verfahren prioritär behandelt.

11. Ich habe eine dauerhafte private Unterkunft in Potsdam aber noch keine Zuweisung. Was muss ich jetzt tun?
Sofern Sie noch bei keiner Behörde in Potsdam (z. B. zur Beantragung finanzieller Hilfen oder Unterbringung) vorstellig geworden sind, wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Ausländerbehörde Potsdam unter auslaenderbehoerde-ukraine@rathaus.potsdam.de. Bitte reichen Sie Identitätsdokumente (Nationalpass, ID-Karte, etc.) ein. Die Ausländerbehörde Potsdam gibt Ihren Antrag auf Zuweisung nach Potsdam an die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH) weiter. Sie erhalten schnellstmöglich Rückmeldung per E-Mail. Bitte geben Sie immer eine Kontaktmöglichkeit (vorzugsweise E-Mail-Adresse) an.

12. Ich habe keine Ausweisdokumente. Wo kann ich welche beantragen?
Für die Beantragung von neuen Ausweisdokumenten wenden Sie sich bitte an die ukrainische Botschaft, Albrechtstraße 26, 10117 Berlin. Sie erreichen die Botschaft unter 030 28 88 71 28 und emb_de@mfa.gov.ua. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der ukrainischen Botschaft in Berlin.
Wenn Sie keinen anerkannten und gültigen Pass oder Passersatz besitzen, aber über eine ukrainische ID-Karte verfügen: Die ukrainische ID-Karte (Modell 2015) wird in Deutschland als Passersatz zeitlich befristet bis zum 23. Februar 2023 anerkannt.

13. Was ist zu tun, wenn ich eine Zuweisung für Potsdam habe, aber doch in eine andere Stadt umziehen möchte?
Wenn Sie eine Zuweisung für die Landeshauptstadt Potsdam haben, aber doch in eine andere Stadt ziehen möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Ausländerbehörde Potsdam und stellen einen Antrag auf Umverteilung. Bitte erläutern Sie dabei die Gründe für den Umzugswunsch und reichen Sie entsprechende Nachweise ein.

14. Wie lange dauert die Bearbeitung der Anträge auf finanzielle Leistungen, Unterbringung, Wohnsitzanmeldung und Zuweisung?
Derzeit gibt es eine große Nachfrage. Die einzelnen Behörden der Landeshauptstadt Potsdam sind dabei alle Anträge schnellstmöglich abzuarbeiten. Bitte haben Sie Verständnis, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann. In dringenden Fällen werden einzelne Verfahren prioritär behandelt.

15. Benötige ich eine Anlaufbescheinigung?
Die sogenannte „Anlaufbescheinigung“ wurde als provisorisches Dokument anfangs an geflüchtete Ukrainer*innen ausgereicht. Aufgrund aktueller Entwicklungen haben sich die Verwaltungsabläufe verändert. Das Dokument „Anlaufbescheinigung“ wird nicht mehr benötigt.

Medizinische Versorgung | Corona

16. Ich brauche einen Arzt und/oder notwendige Medikamente. Wo bekomme ich Hilfe?
Für eine notwendige ärztliche Betreuung sowie Medikamente erhalten Sie einen Behandlungsschein über einen Zeitraum von zunächst vier Wochen, sofern Sie Anspruch auf finanzielle Unterstützung haben. Mit diesem können Sie einen Arzt/eine Ärztin in Potsdam aufsuchen. Geben Sie bei der Beantragung von finanzieller Unterstützung an, dass Sie eine ärztliche Betreuung benötigen. Die Anträge auf finanzielle Unterstützung und einen Behandlungsschein (Antragsformulare Finanzielle Leistungen AsylBLG) finden Sie auf dieser Seite im Downloadbereich oder erhalten Sie per E-Mail unter hzl-asyl@rathaus.potsdam.de.
Bitte reichen Sie gemeinsam mit den ausgefüllten Antragsunterlagen Ihre Ausweisdokumente (Ausweis/Reisepass/Visum) ein. Alle Unterlagen können auch eingescannt oder abfotografiert eingereicht werden. Bitte geben Sie dringend eine Kontaktmöglichkeit (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) für die Terminvereinbarung an. Der Behandlungsschein wird per Post an die Adresse des vorübergehenden Unterbringungsortes in Potsdam geschickt. Bitte geben Sie deshalb immer eine Postadresse an.
Sobald die Unterlagen eingereicht sind, erhalten Sie zeitnah einen Termin im Sozialrathaus, Belehrtstraße 3a (Haus M/N), 14467 Potsdam.
Die Anträge auf finanzielle Unterstützung werden mit höchster Priorität bearbeitet.
Bei akuten Notfällen gehen Sie in die Notaufnahme im Klinikum Ernst von Bergmann in der Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam. Darüber hinaus müssen alle ärztlichen Praxen eine Notversorgung vorsprechender Patienten sicherstellen. Außerhalb der Praxisöffnungszeiten steht für die Notversorgung die KV Regio Med Praxis am Josefkrankenhaus zur Verfügung.
Alle Kontakte zu Ärzt*innen in Potsdam/Brandenburg finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB).

17. Wo kann ich mich auf eine Corona-Infektion testen lassen?
Geflüchtete aus der Ukraine haben laut Testverordnung grundsätzlich einen Anspruch auf einen kostenfreien Bürgertest. Diesen Anspruch haben auch Personen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Für eine Bürgertestung reicht ein Ausweis oder Reisepass. Wenn ein positiver Schnelltest vorliegt, können Sie in den dafür beauftragten Teststellen eine PCR-Testung machen lassen. Eine Karte aller Corona-Teststellen in Potsdam findet sich unter www.potsdam.de/corona-test.  

18. Welche Corona-Impfungen aus der Ukraine werden in Deutschland anerkannt?
Die in der Ukraine häufig verwendeten Impfstoffe von “Sputnik” und “Sinovac” sind in Deutschland nicht zugelassen. Impfungen mit diesen Impfstoffen werden darum nicht anerkannt. Wer mit diesen Impfstoffen geimpft worden ist, gilt in Deutschland rechtlich als nicht geimpft. Es ist möglich, eine neue Grund-Immunisierung mit einem der in Deutschland zugelassenen Impfstoffen zu erhalten. In der Landeshauptstadt Potsdam können Sie sich kostenfrei gegen Corona impfen lassen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

19. Ich war an Corona erkrankt. Wo bekomme ich einen Genesennachweis?
Für die Ausstellung eines Genesenenzertifikats benötigen Sie den Nachweis eines positiven PCR-Tests. Diesen erhalten Sie von der Teststelle, die den Corona-Test durchgeführt hat. Mit dem PCR-Ergebnis können Sie sich in einer Apotheke in Potsdam ein entsprechendes Zertifikat ausstellen lassen.

Kita | Schule

20. Wie erhalte ich einen Schulplatz für mein Kind?
Über die Aufnahme in die Schule entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter unter Beachtung der Vorgaben des Schulträgers und der Schulbehörden. Für die Aufnahme in eine Grundschule melden Sie sich mit Ihrem Kind bei der nächstgelegenen Grundschule in Ihrer Umgebung. Sie werden dort beraten und ggf. an die zuständige Grundschule vermittelt.
Die Beratung und die Zuordnung von Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren für eine weiterführende Schule erfolgt durch den Jugendmigrationsdienst Potsdam in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt. Der Jugendmigrationsdienst Potsdam, Charlottenstraße 30, 14467 Potsdam, ist telefonisch unter 0331 2370976 und per E-Mail unter jmd-potsdam@ib.de erreichbar.
Die Schüler*innen werden in der Regel nach ihrem Alter und ihrer Vorbildung in der entsprechenden Jahrgangsstufe aufgenommen (Regelklasse). Die Zuordnung zu einer Vorbereitungsgruppe erfolgt nur, wenn die Aufnahme in eine Regelklasse wegen zu voller Klassen nicht erfolgen kann.
Berufsschulpflichtige Schülerinnen und Schüler werden dem Oberstufenzentrum in sogenannte BFS‐G‐Plus‐Klassen (Bildungsgang der Berufsfachschule zum Erwerb beruflicher Grundbildung und gleichgestellter Abschlüsse der Sek I) zugewiesen.

21. Mein Kind soll in Potsdam zur Schule gehen. Was ist vorab zu tun?
Bevor Ihr Kind eine Schule in Potsdam besuchen kann, muss es eine sogenannte Quereinstiegsuntersuchung durchlaufen. Bei dieser Untersuchung wird der Gesundheits- und Entwicklungsstatus Ihres Kindes überprüft und die Tauglichkeit für die Schule ermittelt. Der Fachbereich Öffentlicher Gesundheitsdienst der Landeshauptstadt Potsdam ist für die Quereinstiegsuntersuchungen zuständig.
Wenn Sie einen Termin zur Quereinstiegsuntersuchung vereinbaren möchten, wenden Sie sich per E-Mail an KJGD@rathaus.potsdam.de. Bitte geben Sie dabei folgende Informationen Ihres Kindes an: Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Kontaktdaten der Sorgeberechtigten (E-Mail, Telefonnummer) bzw. der Einrichtung (bei unbegleiteten Minderjährigen) sowie Bezeichnung der Schule/Schulform und mögliche Klassenstufe.
Die Untersuchungen finden in Haus P auf dem Campus des Klinikums Ernst von Bergmann, Berliner Straße 150a, 14467 Potsdam statt. Bitte bringen Sie zum Termin, sofern möglich, die Impfdokumente, Dokumente zum Tuberkulosestatus sowie den ausgefüllten Fragebogen zur Quereinstiegsuntersuchung mit. Die Formulare zur Quereinstiegsuntersuchung (dt/ukr/ru) erhalten Sie im Downloadbereich auf dieser Seite. Wenn möglich, bringen Sie bitte eine/n Dolmetscher/in mit.

22. Mein Kind geht in die Schule und muss nach der Schule betreut werden. Wie bekomme ich einen Hortplatz für mein Kind?
Wenn Ihr Kind in Potsdam in eine Schule geht, nehmen Sie bitte Kontakt zum dazugehörigen Hort auf und erkundigen Sie sich nach freien Plätzen. Wenn Sie für Ihr Kind länger als 4 Stunden Betreuung im Hort benötigen, müssen Sie einen Rechtsanspruchsantrag beim Kita-Tipp der Landeshauptstadt Potsdam stellen. Die Anträge auf den Rechtsanspruch für einen Hortplatz mit mehr als vier Stunden Betreuungsumfang finden Sie hier.
Der Kita-Tipp ist unter kita-tipp@rathaus.potsdam.de oder telefonisch unter 0331 289 - 2241/ -2242 oder -2244, täglich montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und zusätzlich mittwochs von 13:30 bis 15 Uhr erreichbar.

23. Wie bekomme ich einen Platz in einer Kita oder Kindertagespflege für mein Kind?
Die Kinderbetreuung von 0 bis zum Schuleintritt ist in Potsdam durch verschiedenen Träger organisiert. Wenn Sie einen Platz für Ihr Kind in einer Kinderbetreuung in Potsdam suchen, nehmen Sie bitte Kontakt zu umliegenden Kindertageseinrichtungen auf und erkundigen Sie sich nach freien Plätzen. Eine Karte von allen Kindertageseinrichtungen in Potsdam finden Sie hier: https://lhp.maps.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=ffc12935a56a....
Wenn Ihr Kind länger als sechs Stunden (bis maximal 10 Stunden) in der Einrichtung betreut werden soll, müssen Sie einen Rechtsanspruchsantrag beim Kita-Tipp der Landeshauptstadt Potsdam stellen. Die Anträge auf den Rechtsanspruch für einen Kitaplatz mit mehr als sechs Stunden Betreuungsumfang finden Sie hier.
Der Kita-Tipp ist unter kita-tipp@rathaus.potsdam.de oder telefonisch unter 0331 289 - 2241/ -2242 oder -2244, täglich montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und zusätzlich mittwochs von 13:30 bis 15 Uhr erreichbar.

24. Welche (medizinischen) Voraussetzungen sind notwendig, damit mein Kind eine Kindertageseinrichtung besuchen kann?
Damit Ihr Kind in einer Kindertageseinrichtung betreut werden kann, darf es keine akute Infektion mit zum Beispiel Cholera, Keuchhusten, Lungentuberkulose, Masern, Röteln oder Windpocken aufweisen. Darüber hinaus muss Ihr Kind gegen Masern geimpft sein. Bei den niedergelassenen Kinderärzt*innen können Sie Ihr Kind untersuchen lassen und, falls notwendig, impfen lassen.
Zusätzlich ist auch die freiwillige Untersuchung der „Kita-Tauglichkeit“ zu empfehlen. Hier kann auch ein besonderer (medizinischer) Unterstützungs-/Förderungsbedarf festgestellt werden. Diese Untersuchung wird auch von den niedergelassenen Kinderärzt*innen angeboten.
Die Nachweise über den Ausschluss von Infektionskrankheiten sowie der Maserimpfung und die „Kita-Tauglichkeit“ müssen in der Kindertageseinrichtung vorgelegt werden.
Alle Kontakte zu Ärzt*innen in Potsdam/Brandenburg finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB).
Wenn Ihr Kind bereits in der Ukraine eine Kindertagesstätte besucht hat, ist eine erneute Untersuchung für die „Kita-Tauglichkeit“ nicht zwingend notwendig um einen Ausschluss von Infektionskrankheiten zu gewährleisten.

Hilfen im Alltag

25. Kann ich kostenfrei mit Bus und Bahn reisen?
Wie in vielen anderen Städten können auch in Potsdam ukrainische Geflüchtete alle Busse und Bahnen kostenfrei nutzen. Als Fahrtberechtigung genügt ein ukrainischer Pass oder Personalausweis. Die Regelung gilt vorerst bis auf Widerruf und wird entsprechend der aktuellen Lage angepasst. Sofern es sich um geflüchtete Menschen anderer Nationalitäten handelt, die aus der Ukraine kommen, muss der Nachweis der Flucht aus der Ukraine in einer anderen Form (z.B. Aufenthaltsbescheinigung) erbracht werden.

26. Wo bekomme ich kostenfrei Kleidung und Hygieneartikel?
In der AWO Schatztruhe können Sie Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr gespendete Kleidung und Hygieneartikel kostenfrei erhalten. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Sie finden die Ausgabestelle der AWO Schatztruhe im Erlenhof 34, 14478 Potsdam.

27. Wie kann ich in Deutschland ein Konto eröffnen?
Viele Banken bieten vereinfachte Verfahren für ukrainische Geflüchtete an, die in Deutschland ein Konto eröffnen wollen. In der Regel wird dafür ein Ausweis/Reisepass verlangt. Für die Auszahlung von finanziellen Leistungen aus dem AsylBLG ist ein Konto jedoch keine Voraussetzung, da die Auszahlung in bar erfolgt.

28. Ich bin auf der Suche nach Angehörigen, die auch aus der Ukraine fliehen mussten. Wo bekomme ich Hilfe?
Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes steht getrennten Familien mit drängenden Suchanliegen in dieser schwierigen Lage zur Seite. In der Ukraine sind die Möglichkeiten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK), aktiv nach vermissten Personen zu suchen, Rotkreuz-Nachrichten zu übermitteln und Gefangenenbesuche durchzuführen, derzeit erheblich eingeschränkt. Auch außerhalb der Ukraine ist es aufgrund der anhaltenden Fluchtbewegungen schwierig, den Verbleib von Angehörigen zu klären, zu denen der Kontakt abgebrochen ist. Die Nationalen Rotkreuz-Gesellschaften in den Anrainerstaaten der Ukraine, wie etwa das Polnische Rote Kreuz, unterstützen die Schutzsuchenden mit Maßnahmen, um die Kommunikation mit ihren Liebsten aufrecht zu erhalten.
Suchende Angehörige können sich an die DRK-Suchdienst-Beratungsstelle in Potsdam wenden:

DRK-Kreisverband Brandenburg
Christiane Uhlig
Beyerstr. 8
14469 Potsdam
Telefon: 01520 9260306
E-Mail: christiane.uhlig@drk-lv-brandenburg.de

29. Ich habe mein Haustier aus der Ukraine mitgenommen. Was ist in Potsdam zu beachten?
Bitte beachten Sie, dass Ihre Tiere stets sicher unter Ihrer Aufsicht sind. Tiere, die von ihren Besitzern getrennt in einer unbekannten Umgebung unterwegs sind, geraten schnell in Panik und können dauerhaft verloren gehen. Wir bitten Sie darum, Ihren Hund stets an der Leine zu führen, in Teilen von Potsdam besteht eine Leinenpflicht.
Zur Sicherheit für Ihre Katze ist eine Transportbox wichtig und empfehlenswert. Ein Freigang der Katzen soll gerade in der Anfangszeit sicher verhindert werden. Bitte sorgen Sie zusätzlich dafür, dass Ihre Katze nicht aus Räumen entweichen kann, gegebenenfalls mit Hilfe von größeren Zimmerkäfigen.

30. Ich habe mein Haustier aus der Ukraine mitgenommen. Darf ich es in meine Unterkunft mitnehmen?
In Ihrem Interesse und im Interesse Ihres Tieres wird eine gemeinsame Unterbringung von Ihnen mit Ihrem Tier angestrebt. Sollte dies nicht in allen Fällen gelingen, kann die Unterbringung Ihres Tieres in einer geeigneten Pflegestelle versucht werden. So können Sie trotzdem möglichst regelmäßigen Kontakt mit Ihrem Heimtier haben.
Sollten Sie für die Versorgung von Ihrem Tier zusätzliche Unterstützung benötigen, wenden Sie sich an den Tierschutzverein Potsdam unter 0331 28127960.

31. Ich habe mein Haustier aus der Ukraine mitgenommen. Muss ich es in Potsdam ärztlich untersuchen oder impfen lassen?
Für die Einreise von Hunde und Katzen in die EU bestehen Einreisevoraussetzungen hinsichtlich des Gesundheits- und des Impfstatus gegen Tollwut. Bitte lassen Sie diesen jetzt überprüfen. Dazu stellen Sie bitte Ihr Tier mit allen zu ihm mitgeführten Dokumenten (z.B. Impfausweis) für eine Gesundheitsuntersuchung bei einem/einer Tierarzt/Tierärztin vor. Diese/r berät Sie zu gegebenenfalls notwendigen Behandlungen und übermittelt den Tollwutimpfstatus an das Veterinäramt der Landeshauptstadt Potsdam.
Alternativ können Sie sich im Veterinäramt der Landeshauptstadt Potsdam unter veterinaerwesen@rathaus.potsdam.de oder 0331 2891817 melden und beraten lassen. Bitte geben Sie dabei Ihren Namen, eine Kontaktmöglichkeit (E-Mail-Adresse, Handynummer) an und die Tierart, Name und Geburtsdatum Ihres Tieres sowie Kennzeichnung und vorhandene Dokumente (Chipnummer, Impfausweis).

Fragen und Antworten für Helferinnen und Helfer

32. Ich möchte helfen. Was kann ich tun?
Zahlreiche Institutionen und Menschen aus Potsdam und Umgebung haben Hilfsprojekte für die Menschen aus dem Kriegsgebiet gestartet. Ein Überblick über verschiedene Spendenaktionen in Potsdam finden Sie hier.

33. Ich möchte Geflüchteten eine Unterkunft anbieten. Wohin kann ich mich wenden?
Die Landeshauptstadt Potsdam koordiniert die zahlreichen Wohnungsangebote von Potsdamerinnen und Potsdamer zur Unterbringung. Wenn Sie geflüchtete Ukrainer*innen mittel- und langfristig im Stadtgebiet Potsdam unterbringen können, lesen Sie bitte hier weiter.

34. Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Geflüchtete bei mir aufgenommen habe, sie aber nun nicht mehr beherbergen kann?
Bitte wenden Sie sich per E-Mail an unterkunftssuche-ukraine@rathaus.potsdam.de.

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