Vortrag und Diskussion in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam (© Friedemann Steinhausen)
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam (© Friedemann Steinhausen)
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam (© Friedemann Steinhausen)

Die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam lädt alle Interessierten am Mittwoch, 5. April 2017, um 19 Uhr herzlich zu einem Vortrag über den verdeckten Kalten Krieg der Spione und Agenten in der DDR ein. Als exzellenter Kenner sowohl britischer Geheimdienstquellen als auch der Stasi-Quellen analysiert der renommierte britische Historiker Dr. Paul Maddrell in seinem Vortrag die Verquickung von Spionage, Widerstand und Abwanderung von der Gründung der DDR im Jahr 1949 bis zum Bau der Berliner Mauer im August 1961.

Wenig bekannt ist bis heute, dass die westlichen Geheimdienste sowohl Oppositionelle als auch Flüchtlinge aus Ostdeutschland für die Nachrichtengewinnung über die DDR, über die in Ostdeutschland stationierten sowjetischen Truppen sowie über die Sowjetunion selbst ausgenutzt haben. Sie halfen, umfangreiche Agentennetze in der DDR aufzubauen, von denen die meisten durch die sowjetische Militärspionageabwehr oder das MfS zerschlagen wurden. Die Betroffenen wurden jahrelang in Gefängnissen und Lagern festgehalten.

Dr. Paul Maddrell, Dozent an der Universität Loughbourough und Mitglied der Royal Historical Society, ist international anerkannter Spezialist für den Themenkomplex Spionage in der deutschen Nachkriegszeit. Dazu veröffentlichte er zahlreiche Studien, unter anderem 2006 das Buch „Spying on Science. Western Intelligence in Divided Germany 1945-1961“.

Der Eintritt ist frei.

Adresse: 
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Leistikowstraße 1
14469 Potsdam
Deutschland