Autorenlesung und Gespräch

Unter Weißen - was es heißt, privilegiert zu sein

Unter Weißen (© Hanser Berlin Verlag)
Unter Weißen (© Hanser Berlin Verlag)
Unter Weißen (© Hanser Berlin Verlag)
Vortrag & Diskussion

Wenn er sich in der U-Bahn neben eine Frau setzt, umklammert diese plötzlich ihre Handtasche. Am Flughafen wird er regelmäßig von Polizisten zur Routinekontrolle herausgepickt. Und eine Flüchtlingshelferin am Münchner Hauptbahnhof erklärt ihm, wie man Seife benutzt.

Mohamed Amjahid, Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig „Integrationsvorbild“, kann von vielen solcher Situationen berichten, die Nicht-Weiße wie er in der deutschen Mehrheitsgesellschaft täglich erleben. Ob skurril, empörend, peinlich oder ungewollt paternalistisch – diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile finden sich keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten. Pointiert und selbstironisch zeigt Amjahid, dass Rassismus viel mit Privilegien zu tun hat – gerade wenn man sich ihrer nicht bewusst ist.

Mohamed Amjahid, 1988 in Frankfurt a. M. geboren, ist politischer Reporter und Redakteur beim ZEITmagazin. Er wurde ausgezeichnet mit dem Alexander-Rhomberg-Preis für Nachwuchsjournalismus und war nominiert für den CNN Journalist Award. Er lebt in Berlin.
Twitter @mamjahid
www.mamjahid.wordpress.com

Dies ist eine Veranstaltung der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg der Opferperspektive e.V. und des Bündnisses "Potsdam! bekennt Farbe".

Adresse: 
T-Werk
Schiffbauergasse 4e
14467 Potsdam
Deutschland

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