WILHEM SCHMID UND DIE NOVEMBERGRUPPE

UMKÄMPFTE WEGE DER MODERNE

Wilhelm Schmid, (Ausschnitt) Etappenhaus des Künstlers in Potsdam, o.J. © Privatsammlung, Stuttgart, Foto: Courtesy of Auktionshaus Zofingen
Wilhelm Schmid, (Ausschnitt) Etappenhaus des Künstlers in Potsdam, o.J. © Privatsammlung, Stuttgart, Foto: Courtesy of Auktionshaus Zofingen
Wilhelm Schmid, (Ausschnitt) Etappenhaus des Künstlers in Potsdam, o.J. © Privatsammlung, Stuttgart, Foto: Courtesy of Auktionshaus Zofingen
Hans Brass, Grünes Bild (Ausschnitt), 1920 © Stadtgalerie Kiel
Hans Brass, Grünes Bild (Ausschnitt), 1920 © Stadtgalerie Kiel
Hans Brass, Grünes Bild (Ausschnitt), 1920 © Stadtgalerie Kiel
Alexander Mohr, Ohne Titel (Ausschnitt), um 1925 © Stadtmuseum Simeonstift Trier
Alexander Mohr, Ohne Titel (Ausschnitt), um 1925 © Stadtmuseum Simeonstift Trier
Alexander Mohr, Ohne Tite (Ausschnit)l, um 1925 © Stadtmuseum Simeonstift Trier
Ausstellungen

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte veranstaltet von Ende September 2018 bis Juni 2019 eine zweiteilige Ausstellungsreihe „Umkämpfte Wege der Moderne“, die ihren Schwerpunkt auf Kunst, Kultur und Gesellschaft legt und für den Zeitraum von 1918 bis 1945 künstlerische Phänomene und historische Entwicklungen nachzeichnen wird.

Die Sonderausstellung „Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ widmet sich anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Novembergruppe, der wohl prominentesten Künstlergemeinschaft der Weimarer Republik und einem ihrer Hauptakteure, dem Kosmopoliten, Maler, Architekten und Potsdamer Wahlbürger Wilhelm Schmid (1892–1971). Mit dem Fokus auf ihre Ursachen, Wirkung und Folgen werden die künstlerischen und gesellschaftlichen Umbrüche nach 1918 ergründet, kritisch befragt und in einer zeitgemäßen, multimedialen und publikumsorientiert partizipativen Form präsentiert.

Einige der künstlerischen Vorkämpfer nahmen die Revolution 1918/1919 zum Anlass, sich zur „Novembergruppe“ zu vereinen. Diese selbsternannten „Revolutionäre des Geistes“ brachen radikal mit den alten Formen in der Kunst. Wilhelm Schmid zog noch vor dem Ersten Weltkrieg aus der Schweiz in das pulsierende Berlin, lernte dann in Potsdam 1914 seine zukünftige Ehefrau Maria kennen und fand hier während der Weimarer Republik seinen Lebens- und Schaffensort. Nach Anfeindungen durch die Nationalsozialisten verließ er gemeinsam mit seiner jüdischen Ehefrau 1937 die ehemalige Residenz.

Dr. Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam Museums und Kuratorin der Ausstellung erläutert, „dass Schmids Potsdamer Jahre eng mit seinem erstmals in Fülle gezeigten Frühwerk verbunden sind, dem eine ganz eigene Bildästhetik zwischen Expressivität und Neuer Sachlichkeit innewohnt.“ Diese führte ihn in den Kreis der Avantgarde. Ihre schöpferische Suche nach einer neuen Sprache des Gestaltens zeigt die Ausstellung mit einer prägnanten und qualitätvollen Auswahl. Zahlreiche internationale Leihgeber ermöglichen den Dialog zwischen Wilhelm Schmid und Künstlerkollegen wie Georg Tappert, Arthur Segal, Moriz Melzer, Otto Möller und César Klein.

Ausgehend von einer bedeutenden Künstlerpersönlichkeit der 1920er Jahre wird in der an ein breites Publikum gerichteten Ausstellung die kreative Vielfalt einer Epoche der Gegensätze dargeboten. Revolutionsgeist, künstlerische Variationen und Interpretationen des Zeitgeschehens sowie der Anspruch der Novembergruppe, auf die Kunst- und Kulturpolitik des jungen demokratischen Staates einzuwirken, umschließen die thematische Breite des Ausstellungsprojekts.

Die Sonderausstellung des Potsdam Museum steht unter der Schirmherrschaft der Schweizerischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Für das zweiteilige Ausstellungsprojekt „Umkämpfte Wege der Moderne“ übernimmt Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, die Schirmherrschaft.

Ein großer Kreis von institutionellen und privaten Förderinnen und Förderern ermöglicht die Ausstellungsumsetzung mit den internationalen Leihgaben und dem Katalogen in deutscher und englischer Sprache. Die Hauptförderin der Ausstellung ist die Kulturstiftung der Länder. Zu den weiteren Unterstützer*innen gehören die Ernst-von-Siemens Kunststiftung, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der Förderverein des Potsdam-Museums e. V., der Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder, die Bahnhof-Passagen Potsdam und Privatpersonen.

Die Ausstellung wurde mit bedeutenden Leihgaben aus dem In- und Ausland unterstützt, darunter das Schweizer Museo d’arte della Svizzera italiana, das Aargauer Kunsthaus Aarau, die Neue Nationalgalerie Berlin, die Berlinische Galerie, die Stiftung Lehmbruck Museum Duisburg und das Deutsche Historische Museum Berlin.

Ein interessantes Programm im Potsdam Museum, im Filmmuseum Potsdam und an Originalplätzen begleitet die Ausstellung.

Medienpartner: Märkische Allgemeine Zeitung und kulturradio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg