Sonderausstellung

UMKÄMPFTE WEGE DER MODERNE. GESCHICHTEN AUS POTSDAM UND BABELSBERG 1914 - 1945

Kommunistische Jugend Ortsgruppe Nowawes, 17.09.1922 | Wilhelm von Preußen beim Abschreiten einer Formation des Stahlhelms, Walter Eichgrün, 18.09.1932 © Potsdam Museum
Kommunistische Jugend Ortsgruppe Nowawes, 17.09.1922 | Wilhelm von Preußen beim Abschreiten einer Formation des Stahlhelms, Walter Eichgrün, 18.09.1932 © Potsdam Museum
Kommunistische Jugend Ortsgruppe Nowawes, 17.09.1922 | Wilhelm von Preußen beim Abschreiten einer Formation des Stahlhelms, Walter Eichgrün, 18.09.1932 © Potsdam Museum
Ausstellungen
18.06.2019 - 10:00
19.06.2019 - 10:00
20.06.2019 - 10:00

Die deutsche Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist geprägt von bedeutsamen Zäsuren: Der Erste Weltkrieg stand als „Urkatastrophe“ am Beginn dieser Epoche, aus der Niederlage folgte die Ausrufung der ersten Republik auf deutschem Boden, einer Republik, die Zeit ihres Bestehens im wahrsten Sinne des Wortes umkämpft war. Sie wurde beendet durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten, deren Regime schließlich in den Zweiten Weltkrieg mit abermaligem Leid, Zerstörung und dem Tod von Millionen Menschen führte.

Das traditionsverbundene Potsdam spielte als ehemalige Residenz- und Garnisonstadt in den Auseinandersetzungen eine herausragende Rolle – es wurde zum symbolischen politischen Kampfplatz. Dem sogenannten ‚Geist von Potsdam‘ als Inbegriff für preußische Tradition wurde der Geist von Weimar gegenübergestellt. Die von großen Industriebetrieben geprägte Nachbargemeinde Nowawes – später Babelsberg genannt und 1939 nach Potsdam eingemeindet – kennzeichnete eine starke Arbeiter- und Angestelltenkultur. Sie wurde deswegen auch als „Rotes Nowawes“ bezeichnet. Deutsche Geschichte kann durch die alles andere als harmonische Nachbarschaft dieser beiden Orte unter dem lokalen Brennglas präsentiert werden, viele reichsweite Konflikte lassen sich aufzeigen und nachzeichnen.

Die Ausstellung "UMKÄMPFTE WEGE DER MODERNE. GESCHICHTEN AUS POTSDAM UND BABELSBERG 1914 - 1945" im Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte erzählt über 50 Alltagsgeschichten dieser Zeit aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Stadtentwicklung und Militär. Mit der Eingemeindung von Babelsberg nach Potsdam 1939 wurde Potsdam endlich zur lange ersehnten Großstadt, die Erinnerung an das „Rote Nowawes“ war damit zumindest offiziell getilgt.

Ausstellungszeitraum: 23. Februar bis 21. Juli 2019

Im Imhof Verlag erscheint ein Katalog zur Schau. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch.
Institutionelle und private Förderinnen und Förderer ermöglichten die Umsetzung der Ausstellung und ihres Katalogs. Neben dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sind der Ernst von Siemens Kunststiftung, den Potsdamer Bahnhofspassagen sowie dem Förderverein des Potsdam-Museums e.V. zu danken. Zahlreiche private Spenderinnen und Spender finanzierten die Restaurierung von Kunstwerken.

Ein umfangreiches Programm, mit Führungen, Vorträgen, Lesungen und Workshops für Schüler*innen begleitet die Schau.

 

Medienpartner: Märkische Allgemeine Zeitung | Kulturradio, rbb

Adresse: 
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam
Deutschland
+49 331 2896868