Zerstörung und Entstehung, Körper und Krise

Potsdamer Tanztage

Monster (© Christophe Pean)
Monster (© Christophe Pean)
Monster (© Christophe Pean)
Multiverse (© Cwilliam Vandervoort)
Multiverse (© Cwilliam Vandervoort)
Multiverse (© Cwilliam Vandervoort)
1.7 - Zsuzsa Rózsavölgyi (© Gabor Dusa)
1.7 - Zsuzsa Rózsavölgyi (© Gabor Dusa)
1.7 - Zsuzsa Rózsavölgyi (© Gabor Dusa)
A long talk to oneself (© Bora Arts)
A long talk to oneself (© Bora Arts)
A long talk to oneself (© Bora Arts)
UNDATED (© Cmargarida Ribeiro)
UNDATED (© Cmargarida Ribeiro)
UNDATED (© Cmargarida Ribeiro)
Tail Language (© Jinyong Lee)
Tail Language (© Jinyong Lee)
Tail Language (© Jinyong Lee)
Bühne
Disco & Party & Tanz
Musik
Nightlife
29.05.2018 - 10:00
30.05.2018 - 10:00
31.05.2018 - 10:00

Das Festival lädt jedes Jahr Tanzkompanien aus der ganzen Welt nach Potsdam ein und bietet vom 29. Mai bis 10. Juni 2018 ein international hoch-karätiges Spektrum verschiedener Tanztheaterformen an.

Als Eröffnung des Festivals werden in Monstres, on ne danse pas pour rien von DeLaVallet Bidiefono alltägliche Erfahrungen, in einem durch Krieg und Diktatur geschändetem Land, mit Zukunftsvisionen zusammengebracht. Neues entsteht aus Erschöpfung im Stück von Manuel Roque. In Bang Bang geht er von körperlichen Höchstleistungen aus, lässt in ständiger Wiederholung dem Moment keine Ruhe und verbindet alles mit Urknall-Theorien. Im Stück Multiverse bewegt sich Louis Vanhaverbeke zwischen Erde und Weltall, männlich und weiblich, verwebt selbstgebaute Gegenstände mit Bewegungskunst.

Die Zwänge der Arbeitswelt, der Körper im Akkord und in der ständigen Wiederholung sind Quelle von Schönheit. Die Effizienz wird im Jonglagestück Humanoptère von Clément Dazin verlangt, obgleich die Poesie der Schwerkraft größer zu sein scheint als der Erfolgsdruck der Gesellschaft.

Genderthemen und Geschlechterrollen sind auch auf der Bühne Teil einer Identitätsdebatte, die auf der Ebene des Körpers ausgelotet wird. Stereotypes Game von Yasmeen Godder dekonstruiert Genderpositionierung, vermischt und hinterfragt die Rollenbilder tänzerisch. Zsuzsa Rózsavölgyi betrachtet mithilfe unterschiedlicher Medien in 1.7 den weiblichen Körper und seine zugeschrieben Assoziationen und Erwartungen. Schwerpunkte die zur gegenwärtigen #Metoo-Debatte nicht aktueller sein können. Auf der körperlichen Ebene teilt Isabelle Schad in Solo für Lea Bewegungen in Fragmente und fügt diese skulptural neu zusammen. In Bora Kims A long talk to oneself wird wiederum in Auseinandersetzung mit sich selbst, der weibliche Körper als fließend zerbrechliches Wesen zur starren Puppenhaftigkeit transformiert.

Ein besonderer Schwerpunkt des Festivals ist die kleine Retrospektive über das Werk der französischen Choreografin Martine Pisani, die aus Sicht der fabrik Potsdam in den letzten 25 Jahren Vorreiterin eines neuen Tanzes war, eines Tanzes des Unfalls. Als eine der ersten hat sie die Schönheit des nicht trainierten Körpers entdeckt und die Poesie des verpassten Schrittes hervorgehoben. Mit sans, das 2000 in der fabrik Potsdam uraufgeführt wurde, und UNDATED kommt Martine Pisani wieder in die fabrik zurück. UNDATED ist von dem Prozess der Kondensation von Wasserdampf inspiriert, worin sich ihre Arbeiten der letzten Jahre bündeln. Ein Werk voller Humor und Inspiration.

Als Prolog zum Festival ist ein großes Fest des Tanzes in Vorbereitung. Wie bereit sind wir, uns körperlich zu begegnen? Über 100 Potsdamer LaientänzerInnen lassen sich darauf ein und präsentieren gemeinsam als Vorprogramm der diesjährigen Potsdamer Tanztage die Europapremiere von Le Grand Continental von Sylvain Émard im Lustgarten und in der Schiffbauergasse.

Neben dem Aufführungsprogramm präsentieren die Potsdamer Tanztage ein breites Angebot von Konzerten, die nach den Stücken dazu einladen, den Abend zu verlängern: JazzLab, SCHNELLERTOLLERMEIER, Cats & Breakkies, Khaled Kurbeh & Raman Khalaf sind einige der Bands, die die openair Bühne der fabrik beleben werden.

Darüber hinaus lädt das Festival zum Besuch von 33 Workshops für Profis, Amateure und Kinder sowie zu Publikumsgesprächen zur Vertiefung des Erlebten ein.

Karten:

Erhältlich bei der fabrik Potsdam, Hans-Otto-Theater, PNN-Shop, MAZ Ticketeria und fast alle Vorverkaufskassen in Berlin und Potsdam | über das Kartentelefon: 0331 24 09 23 | Online-Kauf über Reservix

Die Vorverkaufstickets gelten als Fahrkarte für eine Person für den Bereich Berlin ABC (Berlin/Potsdam) zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung und bis 3 Uhr des Folgetages (gilt nicht für den Festivalpass).
Die Jahresabonnenten der VIP (Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH) erhalten im Vorverkauf und an der Abendkasse den ermäßigten Preis (gilt nicht für den Festivalpass).

Preise Vorverkauf:

(bis 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn)
Preisgruppe A: 24 Euro | erm. 18 Euro | bis 19 Jahre 10 Euro
Preisgruppe B: 19 Euro | erm. 15 Euro | bis 19 Jahre 8 Euro
Preisgruppe C: 15 Euro | erm. 11 Euro | bis 19 Jahre 5 Euro
Preisgruppe D: 10 Euro | erm. 8 Euro | bis 19 Jahre 3 Euro

Verfügbare Tickets werden an der Abendkasse zum Vorverkaufspreis zuzüglich 2 Euro verkauft (Öffnung 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn).

Tanzcard:

Sie bietet etwa 20 Prozent Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis im VVK in der fabrik Potsdam oder an der Abendkasse. Die tanzcard ist in der fabrik oder auf www.tanzraumberlin.de erhältlich.

Festival Pass Tanz Total:
Gültig für alle Aufführungen und Konzerte: 75 Euro | erm. 55 Euro
Kostenloser Erwerb einer Eintrittskarte für eine Person im Rahmen der verfügbaren Plätze (erhältlich im VVK in der fabrik Potsdam oder an der Abendkasse)
Das Festivalticket ist nicht übertragbar und nur gültig im Zusammenhang mit einem Lichtbildausweis.

Adresse: 
Schiffbauergasse
14467 Potsdam
Deutschland