Sonderausstellung im Potsdam Museum

OST. SÜD. Frank Gaudlitz. Fotografien 1986-2020

Frank Gaudlitz, La Paz, Bolivien 2005
Frank Gaudlitz, La Paz, Bolivien 2005
Frank Gaudlitz, La Paz, Bolivien 2005
Frank Gaudlitz, Alexia Lee Santillan, 30 Jahre, Amazonien 2013, naturaleza muerta con lagarto negro, Amazonien 2013
Frank Gaudlitz, Alexia Lee Santillan, 30 Jahre, Amazonien 2013, naturaleza muerta con lagarto negro, Amazonien 2013
Frank Gaudlitz, Alexia Lee Santillan, 30 Jahre, Amazonien 2013, naturaleza muerta con lagarto negro, Amazonien 2013
Frank Gaudlitz, Militärstädtchen Nr. 1 in der Pappelallee, Juli 1991
Frank Gaudlitz, Militärstädtchen Nr. 1 in der Pappelallee, Juli 1991
Frank Gaudlitz, Militärstädtchen Nr. 1 in der Pappelallee, Juli 1991
Ausstellung
20.06.2021 - 12:00 bis 18:00
22.06.2021 - 12:00 bis 18:00
23.06.2021 - 12:00 bis 18:00

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte würdigt in einer großen Ausstellung erstmals in retrospektiver Form das fotografische Werk von Frank Gaudlitz. Über einen Zeitraum von 34 Jahren und bietet es die Möglichkeit, der fotografischen Intuition unter unterschiedlichsten künstlerischen Herausforderungen von Potsdam ausgehend in verschiedene Erdteile – von Ost nach Süd – zu folgen.

Frank Gaudlitz, geboren 1958 in Vetschau, entdeckt im Sommer 1986 eher zufällig das Medium der Fotografie. Der Bezirk Potsdam ist geprägt durch die gesellschaftliche und kulturelle Enge des späten SED-Regimes und so ist der Weg zur Fotografie auch ein Weg des Protests. Nach seiner Suspendierung aus dem pädagogischen Dienst dienen fotografische Inszenierungen in Potsdamer Abrisshäusern der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln.

Gaudlitz absolviert 1987–1991 sein Fotografiestudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Fischer.

Heute gehört Frank Gaudlitz gehört zum Kreis wichtiger deutscher Fotografen der Gegenwart. Seine fotografische Arbeit ist durch einen kosmopolitischen Blick und eine unkonventionelle und kritische Sicht auf die Gegenwart gekennzeichnet. Mit enormen Gespür für das Menschliche zeichnet er in vielzähligen sowjetischen Kasernen in der Jägervorstadt, in Krampnitz und später in ganz Brandenburg die Gefühlswelt der abziehenden russischen Soldaten nach.

Die Spannweite des Ausstellungstitels umfasst unter »Ost« auch die Beobachtung des politischen und gesellschaftlichen Zusammenbruchs der Sowjetunion und mündet in ein Porträtprojekt zur Osterweiterung der Europäischen Union. Unter »Süd« vereinigen sich diverse Projekte, die in Bolivien, in den Höhen von La Paz, ihren Ausgang nahmen. Der Besucher kann Gaudlitz auf seinen Expeditionen nach Südamerika folgen und auf den Spuren Alexander von Humboldts die Anden überqueren. Auch dort richtet sich sein Fokus immer auf die Menschen, ihre Lebenswelten und auf die Landschaften, die menschliches Dasein bestimmen.

Zur Ausstellung ist ein 167-seitiger Bildband, der dank der Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Kerber Verlag erschienen.

Corona-Hinweis:
Das Potsdam Museum kann nur nach telefonischer Zeitfensterbuchung unter der Telefonnummer 0331-289-6868 täglich (außer montags) von 12 bis 18 Uhr besucht werden. Der Nachweis eines tagesaktuellen, negativen Corona-Tests ist in Museen in Brandenburg derzeit nicht erforderlich, jedoch ist eine FFP2-Maske zu tragen. Die weiteren Entwicklungen werden sorgfältig beobachtet und als Information über die Website des Museums bekannt gegeben.

Adresse: 
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam
Deutschland
+49 331 2896868