von Lutz Dammbeck

Metamorphosen

Still aus Metamorphosen 1, DDR 1978 (© Lutz Dammbeck)
Still aus Metamorphosen 1, DDR 1978 (© Lutz Dammbeck)
Still aus Metamorphosen 1, DDR 1978 (© Lutz Dammbeck)
Ausstellung

Viele Künstler träumen davon, ihre Bilder in Bewegung zu setzen. Es geht um inhaltliche und formale Grenzüberschreitungen, die Weitung des klassischen Bildbegriffs, um Verwandlung statischer Formen durch die Dimensionen der Zeit und der Bewegung. Lutz Dammbecks künstlerische Arbeit begann Mitte der 1970er Jahre, als sich Kunst in der DDR internationalen Strömungen wie Pop-Art oder Surrealismus vorsichtig öffnen konnte. Bis dahin hatte die offizielle, verengte und vor allem verengende Realismus-Auffassung die DDR-Kunst isoliert. Junge Absolventen der Kunsthochschulen in Leipzig, Halle und Berlin erprobten nun Grenzüberschreitungen in den Genres, wandten sich vom konventionellen Bilderkanon ab. Der Film bot da ideale Möglichkeiten. Dammbeck orientierte sich an Arbeiten von Man Ray, Oskar Fischinger, Viking Eggeling und Hans Richter, der postulierte: „Moderne Malerei und Film scheinen sich zu ergänzen.“

1975 realisierte Dammbeck seinen ersten Animationsfilm „Der Mond" – und schon hier unterlief er den festgefahrenen Traditionalismus des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden. Als Ausstellungsstück blieb der mit Mitteln des Realfilms, der Zeichnung, der Collage und der Einzelbildaufnahme entstandene Film „Metamorphosen 1", eine „übermalte Zugfahrt“. Weitere Animationsfilme folgten, in denen Dammbeck seine eigene Filmhandschrift entwickelte und sein Thema ausformulierte: die Einschränkungen und das Scheitern des Individuums.

Die Ausstellung präsentiert und erhellt den transformativen Arbeitsprozess von Lutz Dammbeck. Gezeigt werden Entwürfe, Zeichnungen und Figurinen zu seinen Animationsfilmen und Medien-Collagen. Erstmalig zu sehen sind der Drehfahrplan zu „Tangente 1 – Malerei, Tanz, Film“ sowie Materialien und Fotodokumentationen zu den Medien-Collagen. Leihgaben von Lutz Dammbeck ergänzen die aus dem Bestand der Sammlungen des Filmmuseums Potsdam ausgestellten Materialien.

Ausstellungszeitraum: 9. November 2018 bis 10. März 2019

Weitere Spieltermine der Werkschau:

10. März 2019 : Das Netz Unabomber, LSD und Internet D 2004

 

Eine ausführlichere Bio- und Filmografie sowie weitere Informationen zu Lutz Dammbeck gibt es in der Publikation »Lutz Dammbeck. Filme«. Diese ist an der Kasse für 2 Euro erhältlich.
Die Foyerausstellung ist täglich (außer montags) von 10 Uhr bis zum Ende der Kinovorstellungen frei zugänglich.

 

Eintritt zu allen Filmen:
regulär 6 Euro, ermäßigt 5 Euro

Veranstaltungsort:

Adresse: 
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1a
14467 Potsdam
Deutschland
0331 27181 12