Sonderausstellung im Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

„Leben ist Glühn“. Der deutsche Expressionist Fritz Ascher

Fritz Ascher, Golgatha, Privatbesitz, Foto: Malcolm Varon
Fritz Ascher, Golgatha, Privatbesitz, Foto: Malcolm Varon
Fritz Ascher, Golgatha, Privatbesitz, Foto: Malcolm Varon
Ausstellung
17.01.2018 - 10:00
18.01.2018 - 10:00
19.01.2018 - 10:00

Die Ausstellung würdigt in Kooperation mit der Fritz Ascher Society für Verfolgte, Verfemte und Verbotene Kunst in New York den spätexpressionistischen Künstler Fritz Ascher, dessen Werk sich heute in vielen Privatsammlungen im In- und Ausland befindet. Er verbrachte sein Leben in Berlin und in Potsdam, überlebte zwei Weltkriege und die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Fritz Aschers Kunst ist nun erstmalig eine umfassende monografische Werkschau gewidmet.

Sie zeigt mit ca. 75 Werken eine repräsentative Gruppe von Zeichnungen, Gouachen und Gemälden, die Aschers gesamtes Werk umspannt. Als „entarteter Künstler“ und nach den Nürnberger Rassegesetzen als „Volljude“ gebrandmarkt, konnte Fritz Ascher nach 1933 nicht mehr arbeiten und versteckte sich zunächst in Steinstücken und Neubabelsberg. Von der GESTAPO verhaftet, wird Ascher in das KZ Sachsenhausen gebracht und von dort aus in das Potsdamer geheimpolizeiliche Gefängnis in der Priesterstraße überstellt. Unter Auflagen freigelassen, entgeht Ascher nur knapp der drohenden Deportation und erlebt in seinem letzten Versteck in Berlin Grunewald das Kriegsende. Die Retrospektive wird als Gemeinschaftsprojekt zeitparallel im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim präsentiert. In Abstimmung mit der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße wird der Haftort Aschers, das Gestapo-Gefängnis Priesterstraße thematisiert.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog und wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet

Schirmherrin der Ausstellung ist die Bundesbeauftragte für Kultur und Bedien Prof. Monika Grütters. Die Ausstellung wird unterstützt von der Deutschen Bank, den Bahnhofspassagen Potsdam und der Reinwald GmbH.

 

 

Adresse: 
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam
Deutschland
+49 331 2896868
+49 331 289 6808