Ausstellung im Schloss Sacrow

Gärtner führen keine Kriege

Park Babelsberg, gestürzter Wachturm (© SPSG / Peter Rohn)
Park Babelsberg, gestürzter Wachturm (© SPSG / Peter Rohn)
Park Babelsberg, gestürzter Wachturm (© SPSG / Peter Rohn)
Babelsberg, Bowlinggreen mit Blick auf die Glienicker Brücke (© SPSG)
Babelsberg, Bowlinggreen mit Blick auf die Glienicker Brücke (© SPSG)
Babelsberg, Bowlinggreen mit Blick auf die Glienicker Brücke (© SPSG)
Babelsberger Bowlingreen zur Grenzzeit (© SPSG / Peter Rohn)
Babelsberger Bowlingreen zur Grenzzeit (© SPSG / Peter Rohn)
Babelsberger Bowlingreen zur Grenzzeit (© SPSG / Peter Rohn)
Heilandskirche, Sacrow, Hinter der Mauer (© BstU)
Heilandskirche, Sacrow, Hinter der Mauer (© BstU)
Heilandskirche, Sacrow, Hinter der Mauer (© BstU)
Todesstreifen, Sacrow (© BstU)
Todesstreifen, Sacrow (© BstU)
Todesstreifen, Sacrow (© BstU)
Sacrow Uferweg (© Arndt)
Sacrow Uferweg (© Arndt)
Sacrow Uferweg (© Arndt)
Ausstellungsraum Sacrow 1945 bis 1961 (© KRANZ-PR)
Ausstellungsraum Sacrow 1945 bis 1961 (© KRANZ-PR)
Ausstellungsraum Sacrow 1945 bis 1961 (© KRANZ-PR)
 Opfer des Nationalsozialismus vor dem Heim im Schlosses Sacrow (© Armin Herrmann)
 Opfer des Nationalsozialismus vor dem Heim im Schlosses Sacrow (© Armin Herrmann)
Opfer des Nationalsozialismus vor dem Heim im Schlosses Sacrow (© Armin Herrmann)
18.08.2017 - 11:00
19.08.2017 - 11:00
20.08.2017 - 11:00

Aufgrund des großen Erfolgs im vergangenen Jahr erfährt die Ausstellung "Gärtner fü̈hren keine Kriege" im Schloss Sacrow eine Wiederaufnahme und sogar Fortsetzung des faszinierenden Themas. Neues Bildmaterial und ergänzende Zeitzeugenberichte erlauben einen neuen Einblick in das spannende Thema.

Die multimediale Ausstellung wird auf mehr als 400 Quadratmetern im Schloss Sacrow gezeigt. Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse der Gärtner in der Zeit der Zerstörung der Parkanlagen des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes während des Kalten Krieges. Gezeigt wird auch die großartige "Heilung" dieser Wunde der Potsdam-Berliner Kulturlandschaft nach 1989.
In einem völlig neu gestalteten Raum geht es um die spannende Geschichte des Schlosses Sacrow als "Liselotte-Herrmann-Heim" von 1945-61. Bis 1953 waren hier Opfer des Nationalsozialismus - Überlebende der KZ's und Widerstandskämpfer - zur Erholung untergebracht. Von 1954 bis 1961 war es dann ein Schriftstellerheim der DDR. Auch die junge Brigitte Reimann war 1956 in Sacrow zu Gast.

Zwei wichtige Zeitzeugen - die Kinder der damaligen Heimleiterin - tragen mit ihren Erinnerungen und einem als "Schatz" zu bezeichnenden umfangreichen Fotokonvolut dazu bei, ein wichtiges Kapitel Deutscher Geschichte in Sacrow nachzuerleben.

Marianne Birthler ist die Schirmherrin der Ausstellung: "Der Ausstellungsort Sacrow könnte nicht besser gewählt sein. Der zur Grenzzeit extrem malträtierte Lenné Park ist heute wieder in seiner atemberaubenden Schönheit erlebbar. Für die Besucher wird das nicht nur das Erlebnis einer sehr spannenden Ausstellung, sondern auch ein Ausflug in die Traumwelt des Preußischen Arkadiens."

Ort: Schloss Sacrow / Krampnitzer Str. 33, 14469 Potsdam
Zeitraum: 15.07. bis zum 10.09.2017
Geöffnet: Fr-Mo / 11-18 Uhr
Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 5 Euro

Veranstaltungsprogramm

Freitag, 11. August 2017, 19:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Filmreihe »Augenblicke im Schloss« || DIE MAUER
Regie: Jürgen Böttcher, D 1989 / 90, 99 min
Dokumentation von 1989 / 90, als die Grenzen zwischen Berlin Ost und West bereits geöffnet waren,
die Mauer jedoch noch stand. Der Dokumentarist und Maler Jürgen Böttcher fängt das historisch
belastete Bauwerk in spontanen Beobachtungen wie in kalkulierten Tafelbildern ein.
Als Gast Regisseur und Künstler Jürgen Böttcher / Strawalde.

Samstag, 12. August 2017, 18:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Fluchten und Mauertote in Arkadien || Während der bleiernen Mauerzeit starben aber auch im
»Preußischen Arkadien« rund um den Jungfernsee Menschen an der Grenze. Der Versuch, über
das Wasser in die Freiheit zu gelangen, kostete im Grenz-Bereich der Kulturlandschaft mindestens
neun Menschen das Leben. Andere Fluchtversuche scheiterten durch Festnahmen. Doch es gab
auch gelungene Fluchten im Bereich der Kulturlandschaft rund um die Glienicker Brücke.
Bebilderter Vortrag von Maria Nooke. Einlass ab 18.00 Uhr

Sonntag, 20. August 2017, 15:00 Uhr, Eingang Schloss Sacrow

Sonder-Führung mit Gärtner Uwe Held durch den Park Sacrow || Eine tausendjährige Eiche, die
weiten Blicke nach Potsdam und Berlin, die Romantik der Sacrower Wiesen, das Linden-Rondell,
die Heilandskirche am Port und die Geschichte der »Thusnelda«. Ein Spaziergang als intensiver
Einblick in die Gartenkunst. Uwe Held vermittelt praktische und theoretische Aspekte der Arbeit
am historischen Garten. Er spricht auch über den Umgang mit dem Lenné‘schen Erbe und die
Auseinandersetzung mit nachfolgenden historischen Epochen, die den Garten geprägt haben.

Freitag, 25. August 2017, 19:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Filmreihe »Augenblicke im Schloss« || DIE GLIENICKER BRÜCKE – LETZTE HOFFNUNG FÜR SPIONE,
Regie: Daniel und Jürgen Ast, D 2016, 45 min
Als am 10. Februar 1962 der erste Agentenaustausch, Powers gegen Abel, auf der Glienicker
Brücke stattfand, wurde sie weltberühmt – als Umschlagplatz für die Spione … Die Dokumentation
porträtiert die berühmte Brücke.
Als Gast Filmemacher Jürgen Ast.

Samstag, 26. August 2017, 18:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Schloss Sacrow 1945 –1990 || Schloss Sacrow wurde nach 1945 Volkseigentum und zunächst
VVN-Heim. Die »Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes« beherbergte dort bis 1952 auch ehemalige
KZ-Häftlinge. Ab 1953 bis 1961 diente das Schloss als Schriftstellerheim. Brigitte Reimann
schrieb hier unter anderem ihr Romanfragment »Das Mädchen auf der Lotusblume«. 1961 zog
eine Bootskompanie der NVA ein. Und von 1973 bis 1990 bildete die DDR-Zollverwaltung Hunde
und Hundeführer für den Einsatz an den Grenzen aus.
Bebilderter Vortrag von Günter Voegele & Jens Arndt. Einlass ab 18.00 Uhr

Freitag, 1. September 2017, 18:00 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Filmreihe »Augenblicke im Schloss« || BRIDGE OF SPIES – DER UNTERHÄNDLER
Regie: Steven Spielberg, USA 2015, 212 min
Vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs erzählt dieser Agententhriller die Geschichte des eher
unerfahrenen Anwalts James Donovan (Tom Hanks) aus Brooklyn, der in die brisante, politische
Dimension des Agentenaustausches gerät.
Die Gastgeber stellen den Film vor. Film mit Überlänge, Beginn 18.00 h | Vorführung mit Pause

Samstag, 2. September 2017, 18:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Die Wassergrenze. Das Grenzregime der DDR in Berlin am und unter Wasser || Etwa 40 Kilometer
der Grenzlinie in Berlin verlief an Seen oder Wasserstraßen. Hierfür erfand die DDR besondere
Sperranlagen. Dabei bestand Anfangs das Problem darin, dass die Wasserstraßen für den Gütertransport
nach Ost-Berlin und die DDR deutlich wichtiger war als für West-Berlin. Auch die Beschaffung
von Booten für die mit den Kontrollen beauftragten Polizeieinheiten war schwierig. Erst mit
dem Mauerbau konsolidierte sich das Grenzregime am Wasser. Der Vortrag zeigt das Entstehen
dieser besonderen Form des Grenzregimes seit den frühen fünfziger Jahren bis 1989. Bebilderter
Vortrag von Gerhard Sälter & Manfred Wichmann. Einlass ab 18.00 Uhr

Freitag, 8. September 2017, 19:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Filmreihe »Augenblicke im Schloss« || VERLORENE LANDSCHAFT – EINE DEUTSCHE ERINNERUNG
Regie: Andreas Kleinert, D 1992, 163 min
Innerfamiliäre, surreale Rückblende eines Ausgereisten in seine als verloren beschriebene ostdeutsche
Kindheit / Heimat.
Als Gast Regisseur Andreas Kleinert im Gespräch mit seinem Produzenten Joachim von Vietinghoff.

Freitag, 29. September 2017, 19:30 Uhr, Spiegelsaal Schloss Sacrow

Filmreihe »Augenblicke im Schloss« || GOOD BYE, LENIN!
Regie: Wolfgang Becker, D 2004, 181 Min
Im Publikumserfolg Good Bye, Lenin!, verschläft Katrin Sass im Koma die Zeitenwende. Der fast
unbeherrschbare Versuch ihres Sohnes (Daniel Brühl), die Zeiten so beibehalten zu wollen, wie
sie waren, mündet in ein kurioses Desaster und einen Clash of Cultures zwischen Ost und West.
Als Gast Drehbuchautor Bernd Lichtenberg. Abschluss der Filmreihe

Adresse: 
Schloss Sacrow
Krampnitzer Str. 33
14469 Potsdam
Deutschland

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