UNESCO-Film-Live-Konzert "Metropolis" ein voller Erfolg

Film-Live-Konzert "Metropolis"

Innenhof des Landtags Brandenburg (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Innenhof des Landtags Brandenburg (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Innenhof des Landtags Brandenburg (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Film-Live-Konzert Metropolis im Brandenburger Landtag (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Film-Live-Konzert Metropolis im Brandenburger Landtag (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Film-Live-Konzert Metropolis im Brandenburger Landtag (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Bierfeuerwehr im Landtag  (© Agentur manitours)
Bierfeuerwehr im Landtag  (© Agentur manitours)
Bierfeuerwehr im Landtag (© Agentur manitours)
Maschinenmensch (© Walter Schulze-Mittendorff)
Maschinenmensch (© Walter Schulze-Mittendorff)
Maschinenmensch (© Walter Schulze-Mittendorff)
Ausschnitt aus dem Film „Metropolis“ (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
Ausschnitt aus dem Film „Metropolis“ (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
Ausschnitt aus dem Film „Metropolis“ (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
„Metropolis“-Filmausschnitt  (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
„Metropolis“-Filmausschnitt  (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
„Metropolis“-Filmausschnitt (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
Das Ende des Film-Live-Konzerts "Metropolis" im Innenhof des Brandenburger Landtages (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Das Ende des Film-Live-Konzerts "Metropolis" im Innenhof des Brandenburger Landtages (© Sebastian Meister, Agentur manitours)
Das Ende des Film-Live-Konzerts "Metropolis" im Innenhof des Brandenburger Landtages (© Sebastian Meister, Agentur manitours)

Bei bestem Wetter haben am UNESCO-Tag, 5. Juni 2016, 1.100 begeisterte Gäste die Aufführung des Stummfilmklassikers "Metropolis" im Innenhof des Brandenburger Landtags verfolgt. Das Deutschen Filmorchester Babelsberg begleitete die 153-minütige Aufführung unter Leitung von Matt Dunkley, den aus London angereistangereisten Dirigenten. Das renomierte Orchester spielte die Original-Partitur zum Film. Die Einsätze waren so auf die Filmhandlung abgestimmt, dass die Gäste teilweise vergaßen, dass die Musikerinnen und Musiker live spielten.

International war auch das Publikum: Neben vielen Musik- und Filmfreunden aus Potsdam und Berlin waren auch Touristen aus den Vereinigten Staaten, Indonesien, Österreich und den Niederlanden dabei. Auffällig zahlreich erschienen auch Studentinnen und Studenten zur Aufführung des immerhin schon rund 90-jährigen Films, der an Aussage- und Strahlkraft über die Jahre nichts verloren hat.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs lobte den idealen Standort für solche Kultur-Events. Er hoffe, dass der Lantag noch häufig als malerische Kulisse für besondere Kulturereignisse dienen werde. "Hier stimmt alles, die Musik, der Film, das einmalige Ambiente und die unvergleichliche Architektur. Es war eine geniale Veranstaltung."

Film ist ein Teil von Potsdam. Seit die Bilder laufen lernten steht der Standort für große nationale und internationale Filmproduktionen. Der von Regisseur Fritz Lang 1925/26 in Potsdam gedrehte Stummfilmklassiker "Metropolis" gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Am 10. Januar 1927 wurde der Film im Ufa-Palast am Zoo uraufgeführt.

Im Mittelpunkt dieses Stummfilmklassikers steht die futuristische, titelgebende Stadt „Metropolis“. Ihr Erbauer, Johann Fredersen, hat als das „Hirn“ der Stadt von seinem „Neuen Turm Babel“ aus sämtliche Fäden in der Hand, die absolute Kontrolle. Für Fredersen sind Menschen nur noch Teil der Arbeitsmaschine, nur noch „Hände“, die sein Werk zur Perfektion bringen und aufrechterhalten sollen. Die Bevölkerung von Metropolis lebt in einer streng getrennten Klassengesellschaft: die Arbeiter schuften unter der eigentlichen Stadt und wohnen in unterirdischen Massenunterkünften, wo es keine Sonne gibt und keine Freude. Die Reichen und Mächtigen residieren hoch über dem Boden von Metropolis, ihre Söhne leben ebenfalls in einer Art eigenen Stadt mit dem „Haus der Söhne“, den Universitäten, einem gigantischen Stadion und den paradiesischen „Ewigen Gärten“, wo die schönsten Mädchen „gezüchtet“ werden wie kostbare Blumen. Im „Haus der Söhne“ lebt auch Freder, Johann Fredersens einziger Sohn. Doch eines Tages beschließt Freder, in die Arbeiterstadt hinabzusteigen, um dort die engelsgleiche Maria zu suchen, die den Arbeitern mit ihren Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung schenkt. Als Freder die Lebensverhältnisse der Arbeiter sieht und Marias Predigt hört, ist er derart erschüttert, daß er sich entschließt, einer der ihren zu werden. Um Maria auszuschalten, beauftragt Johann Fredersen den Erfinder Rotwang. Dieser erschafft einen künstlichen Menschen, der die Züge Marias trägt, um zu Kampf und Zerstörung aufzurufen. Gleichzeitig erhofft sich Rotwang, der Freder haßt, daß seines Todfeindes Sohn an der Liebe zu Marias künstlicher Doppelgängerin zugrunde gehen werde. Zunächst gelingt der Plan, von der lasziven Roboter-Maria aufgestachelt, revoltieren die Arbeiter und verwüsten die Arbeiterstadt. Als sie aber erkennen, daß durch ihre Taten die Arbeiterstadt überschwemmt wird und damit ihre Kinder in Gefahr bringen, machen sie sich wutentbrannt auf die Suche nach Maria. Gefaßt wird aber nicht Maria, sondern ihre unheilbringende Doppelgängerin. Die Arbeiter verbrennen die Maschine, während Maria gemeinsam mit Freder die Kinder des Volkes rettet. Bei einem brutalen Kampf zwischen Freder und Rotwang wird der Erfinder getötet. Durch die Geschehnisse sind die Bewohner von Metropolis zunächst geeint, der Weg scheint frei für eine Welt ohne Klassenunterschiede. Quelle: Friedrich-Murnau-Stiftung

Das Stummfilmdrama wurde begleitet vom Deutschen Filmorchester Babelsberg. Das Deutsche Filmorchester Babelsberg hat eine bewegte, sehr wechselvolle Geschichte, die untrennbar mit der Geschichte des Deutschen Films und des Medienstandortes Babelsberg verbunden ist. Ob als UFA-Sinfonieorchester, als DEFA-Sinfonieorchester oder als Neugründung unter dem heutigen Namen Deutsches Filmorchester Babelsberg – im Mittelpunkt stand und steht immer eins: Filmmusik – Musik, die Bilder und Menschen bewegt. 1993 neu gegründet, kehrte das Deutsche Filmorchester Babelsberg im Dezember 2007 wieder zu seinen Wurzeln an die alte Wirkungsstätte zurück, indem es seine neuen Räume für Proben, Aufnahmen und Studios auf dem traditionsreichen Gelände der Babelsberger Filmstudios bezogen hat.

Zu diesem Zweck wurde das ehemalige Studio A, das Ende der 30er Jahre für das damalige UFA-Filmorchester errichtet worden ist, restauriert und sowohl technisch als auch akustisch auf den derzeit international führenden Standard gebracht.

Damit sind sowohl das Orchester als auch die Scoring Stage neben den Babelsberger Studios, dem Filmpark Babelsberg, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) sowie der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ wieder fester Bestandteil der Medienstadt Potsdam-Babelsberg.

Adresse: 
Innenhof des Brandenburger Landtages
Am Alten Markt 1
14467 Potsdam
Deutschland

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