Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung "Potsdam unter dem Roten Stern - Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945 bis 1994"

Die Waldlager der Roten Armee

Das Foto zeigt einen schlafenden Offizier auf einem alten Sessel in einer beräumten Potsdamer Liegenschaft.
Das Foto zeigt einen schlafenden Offizier auf einem alten Sessel in einer beräumten Potsdamer Liegenschaft.
Schlafender Offizier in einer beräumten Potsdamer Liegenschaft, 05.08.1991 © Potsdam Museum (Foto: Thoas Töpfer
Vortrag & Diskussion

Vortrag mit Dr. Thomas Kersting, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum

Fast 75 Jahre nach Kriegsende finden sich in Brandenburgs Wäldern Funde aus der Zeit des Kampfes um Berlin. In eingegrabenen Unterständen liegen noch heute die Reste des Alltags der "Rotarmisten": Abzeichen, aus Geschosshülsen gebastelte Lampen, Essgeschirre, Feldflaschen, Besteck - oft mit kyrillisch eingeritzten Namen. Das Bedürfnis der Soldaten sich mit ihrem Sieges-Symbol zu schmücken zeigen Wehrmachts-Koppelschlösser mit eingeritztem Sowjetstern. Schmuck, Uhren, Fahrräder und Wasserhähne bestätigen die Standard-Erzählungen aus dieser Zeit. Die Funde sind Zeugnis von Aneignung und Überwindung, konkret wie auch im übertragenen Sinn.

Vortragender:
Dr. Thomas Kersting, aus Bonn, seit 1993 als Archäologe in Brandenburg beim Landesdenkmalamt. dort Leiter der Arch. Denkmalpflege und Zeitspezialist für das slawische Mittelalter sowie die Archäologie der Zeitgeschichte.

 

Adresse: 
Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam
Deutschland
+49 331 2896868