Foyerausstellung und virtuelle Ausstellung

40 Jahre Filmmuseum Potsdam

Das Foto zeigt das langgezogene Gebäude des früheren Marstalls, in dem jetzt das Filmmuseum Potsdam sein Domizil hat.
Das Foto zeigt das langgezogene Gebäude des früheren Marstalls, in dem jetzt das Filmmuseum Potsdam sein Domizil hat.
Filmmuseum Potsdam (© Ulf Böttcher)
19.09.2021 - 10:00 bis 18:00
21.09.2021 - 10:00 bis 18:00
22.09.2021 - 10:00 bis 18:00

Das älteste Filmmuseum Deutschlands ist seit vier Jahrzehnten im Marstall beheimatet, dem ältesten Gebäude in Potsdams historischer Innenstadt. Mit seinem Kino, den Ausstellungen und Sammlungen bewahrt und vermittelt es das filmische Erbe der über 100jährigen Geschichte des Film- und Medienstandorts.

Fünf politische Systeme umfasst diese Epoche – Kaiserzeit, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR, Gesamtdeutschland – und ebenso den Wandel der Studios und Firmen von der Bioscop über Ufa und DEFA bis zum Studio Babelsberg. Die Geschichte filmtechnischer Innovationen und Gewerke gehört dazu, zahllose Künstlerbiografien und natürlich die Filme selbst, die – vor den Toren der modernen Großstadt Berlin produziert – unser Leben mit Bildern, Tönen und Geschichten - begleitet haben.

In diesem Jahr nun blickt das Filmmuseum Potsdam auf die eigene, vierzigjährige Geschichte zurück. Als Filmmuseum der DDR wurde es 1981 im eigens dafür restaurierten Marstall teileröffnet; der Kino- und Ausstellungsbetrieb wurde anschließend mehrfach durch bauliche Veränderungen und technische Nachrüstungen erweitert und modernisiert. Mittlerweile ist das Filmmuseum Teil des historischen Bauensembles im Zentrum der Stadt, vis-à-vis vom wiederaufgebauten Stadtschloss und in Nachbarschaft mehrerer Museen und Wissenschafts-einrichtungen.

Mit seinen Ausstellungen - vier Dauerausstellungen zur Filmgeschichte in Babelsberg, 127 Sonderschauen zu nationalen und internationalen Themen, 80 Foyerausstellungen und seinem hochrangigen Kinoprogramm mit internationalen Gästen sowie Teilnehmer*innen aus Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen, die die Medienbildungsangebote nutzten, zog das Haus regional, national und überregional über drei Mill. Besucher*innen an. Dazu kommen 3 Millionen Besucher*innen, die die Familienschauen zum Sandmann, zur Sendung mit der Maus und Die Digedags auf ihren Reisen durch die Republik erzielten.

Mit gleich zwei Jubiläumsausstellungen – im Foyer des Marstalls und digital auf der Website – lässt das Haus die zentralen Ereignisse Revue passieren.

Foyerausstellung

Die Schau erzählt von der ersten Filmtechnikausstellung, mit der 1981 eröffnet wurde, von der Schnelligkeit, mit der das Museum ab den 90erJahren wuchs, als man aus den Studios der aufgelösten DEFA Objekte und Dokumente für die Sammlung barg. Erinnert wird an die Euphorie mit der man damals viel Publikum und internationale Gäste anzog, mit streitbaren Ausstellungen ebenso wie mit den ersten Familienausstellungen. Auch institutionelle Veränderungen werden erläutert, die wichtigste: der Anschluss an die Filmuniversität Babelsberg 2011. Außerdem geht es um die unmittelbare Zukunft, etwa den im Entstehen begriffene Archivneubau mit öffentlich zugänglichem Schaudepot, den die ständig wachsenden Sammlungen bald am Medienstandort Babelsberg beziehen. Präsentiert werden Plakate, Erinnerungsstücke und eine Auswahl von Dokumenten.

Virtuelle Ausstellung

In kurzen Videoporträts sprechen aktuelle und ehemalige Mitarbeiter*innen über ihre persönlichen Werdegänge, Projekte und Arbeitsbereiche. Sie teilen ganz besondere Erinnerungen an ihre Zeit am Filmmuseum Potsdam und sprechen über ihre Vision für die Zukunft der verschiedenen Bereiche Ausstellungen, Kino, Sammlung und Vermittlung.

Die Erzählstränge werden von digitalen Exponaten wie Ausstellungsplakaten, Objektfotografien, Videos, Aufnahmen von Veranstaltungen sowie Ansichten des Gebäudes ergänzt.

Das Filmmuseum Potsdam sucht für die virtuelle Ausstellung nach Zeitzeug*innen, die das Museum über die Jahrzehnte besucht und begleitet haben. Alte Flyer, Eintrittskarten, Bilder oder andere Erinnerungsstücke an die Geschichte des Filmmuseums Potsdam oder eine persönliche Erinnerung an das Haus – die schönsten Einsendungen werden im Blog der virtuellen Ausstellung veröffentlicht!

Das Fest

Am 5. September 2021 findet ab 15 Uhr vor dem Marstall, in den Ausstellungen und im Kino ein Fest statt – mit Führungen durch das ganze Haus, einem Kinderfilm sowie Kaffee, Kuchen und Live-Musik. Eine lange Tafel vor dem Marstall lädt zum Sitzen und Plaudern ein. Für Kaffee und Kuchen sorgen die Genusswerkstatt und der Freundeskreis des Filmmuseums. Das Kino zeigt neben  einem Kinderfilm Beiträge mit Rückblicken auf die Geschichte des Hauses. Die Bolschewistische Kurkapelle Berlin begleitet das Fest.

Kino

15 Uhr: Kinderfilm: "Oben" (R: Pete Docter, USA 2009, Animation, 96‘)
16:45 Uhr: Fernsehbeiträge aus 40 Jahren Filmmuseum

Führungen

15 Uhr: "Marstall – vor und hinter den Kulissen" (mit den Direktorinnen Ilka Brombach und Christine Handke)Familienausstellung »Mit dem Sandmann auf
16 Uhr: "Zeitreise" (mit der Medienpädagogin Beate Rabe)
17 Uhr: Foyerausstellung "40 Jahre Filmmuseum" (mit der Kuratorin Dorett Molitor)

Vorplatz

15 Uhr: Kaffee und Kuchen
Live-Musik: Bolschewistische Kurkapelle

Alle Eintritte, Kaffee und Kuchen sowie nichtalkoholische Getränke sind frei.

Mit Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam und der Genusswerkstatt

Wunschfilmreihe

Zum Gelingen des Filmmuseums Potsdam tragen Mitarbeitende in den Abteilungen Ausstellung, Sammlungen und Kino, Medienbildung, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, in der Verwaltung, Haustechniker, Besucherbetreuer*innen, an der Museumskasse und in der Direktion bei. Viele von ihnen präsentieren in den nächsten Monaten ihre ganz persönlichen Wunschfilme – im kino2online und und im hauseigenen Kinosaal in der Potsdamer Innenstadt.

17. September 2021 | 19:30 Uhr
Abwege
Wunschfilm von Guido Altendorf (Ausstellungskurator)

9. September 2021 | 19:30 Uhr
25. September 2021 | 17 Uhr
Fallada - letztes Kapitel
Wunschfilm von Ugla Gräf (Ausstellungskuratorin)

Corona-Hinweis:
Das Filmmuseum Potsdam ist unter Einhaltung der aktuellen Hygieneregeln geöffnet. 

Adresse: 
Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1A
14467 Potsdam
Deutschland